17.03.2020 23:20 Uhr

Klan ernten krassen Shitstorm: „Wir werden oft als gay wahrgenommen“

Julian Mathieu

Auch wenn man eigentlich meinen möchte, dass im Jahr 2020 die Leute endlich verstanden haben sollten, dass Homosexualität etwas ganz Normales ist, gibt es scheinbar noch immer ein paar gestrige Schwachmaten, mit einer veralteten Denkweise.

Und genau diesem veralteten Denken fallen Stefan und Michael regelmäßig zum Opfer. Denn Klan, wie sich das Alternativ-Pop-Duo nennt, sind mit sich und ihrer Männlichkeit im Reinen. Sie haben erkannt, dass man sich keinen Zacken aus der Krone bricht, wenn man offen über seine Gefühle spricht oder sich mal in den Arm nimmt.

„Wir werden oft als gay wahrgenommen“

Abgesehen davon sind die beiden auch Brüder. Dennoch wurden sie schon häufig Opfer homophober Shitstorms, wie sie im Interview mit klatsch-tratsch.de verraten: „Es war ja schon immer so, dass wir oft als ziemlich gay wahrgenommen wurden und Leute aus der LGBTQ+-Szene dachten, dass wir ebenfalls schwul sind.“

Diesen Gedanken haben aber oft auch Menschen, die noch immer ein großes Problem mit der LGBTQ-Szene haben, erklärt Michael. „Wir haben sogar einen ziemlich fiesen Shitstorm bekommen, weil wir ein Foto hochgeladen haben, auf dem wir uns umarmen  – oder irgendwas gemacht haben, dass stabile HipHop-Jungs vielleicht nicht machen.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von KLAN (@klanmusik) am Jan 2, 2020 um 10:37 PST

Stefan erinnert sich: „Leute, die uns überhaupt nicht kannten, haben dann gefragt, ob wir schwul sind und haben lauter Kotz-Emojis darunter gesetzt und uns gesagt wir sollten zum Arzt gehen“.

Auch wenn die beiden nicht schwul sind, hat sie der homophobe Hass, der ihnen entgegengeschlagen ist, doch sichtlich erschreckt und betroffen gemacht. „Das war echt krass.“