26.04.2020 15:55 Uhr

Liam Payne gibt den Medien die Schuld an Hamster-Käufen?

Jason Hetherington

Aufgrund der Corona-Krise sitzt auch „One Direction“-Star Liam Payne zuhause fest. Gegenüber klatsch-tratsch.de hat der Frauenschwarm verraten, wie sich die Pandemie auf seine Karriere als Musiker auswirkt und wie der die Zeit in der Quarantäne nutzt.

Wie geht es dir mit dieser Corona-Situation?
Ganz okay eigentlich. Ich mache halt so mein übliches Programm. Um ehrlich zu sein, ist dieses Isoliert sein gar nicht so weit entfernt von meiner Normalität. Dadurch, dass ich schon seit einem jungen Alter in der Band war, bin ich es gewohnt ständig irgendwo drinnen sein zu müssen. Sei es im Hotel oder in einem anderen Land. In fremden Ländern konnten wir nicht so einfach raus, weil wir oft nicht so genau wussten, wo wir da überhaupt hinwollten. Wir waren ja sehr jung und verbrachten dann die meisten Nächte im Hotel. Und wenn wir dann mal freie Tage hatten, dann sind wir auch nicht so richtig raus gegangen, weil es in der Regel echt immer ein bisschen kompliziert ist ein Security-Team zusammenzutrommeln. Deshalb war isoliert sein immer ziemlich normal für mich. Malen, zeichnen, Musik machen, Songs schreiben – einfach kreativ sein. Das ist das Wichtigste in dieser Zeit.

Was vermisst du aktuell am meisten?
Vermutlich meinen Sohn. Es ist echt hart, dass ich ihn nicht so einfach besuchen gehen kann, um ihn zu sehen. Deshalb facetimen wir viel, aber mit einem drei Jährigen ist das etwas schwer. Die sind immer sehr mit dem beschäftigt, was sie halt so den ganzen Tag machen und wenn sie keine Lust zum Facetimen haben, dann haben sie einfach keine Lust darauf. Damit muss man dann klar eben klar kommen.

Deine neueste Single heißt “Midnight”. Worum geht es da?
„Midnight“ hat zwei Bedeutungen. Die eine ist, die Erwartungen des anderen in einer Beziehung abzuschütteln und die, die man an sich selbst hat. Und gleichzeitig geht es um eine Nacht, mit einer besonderen Person, die nie enden soll.

Wie war es  für Dich das Video während des Lockdowns zu drehen? Du hattest ja kein Team, das dabei war.
In der Hinsicht war es echt cool. Du konntest dich selbst ausleben und schauen, wie du performen wolltest, anstelle von den Leuten, von denen du sonst umzingelt bist, die auf dich einreden. Also vom Stress-Level war es echt super. Die Crew war klein. Das Video wirkt viel natürlicher als alles andere, weil wir keine andere Wahl hatten als das zu tun, was wir normalerweise auch machen. Glücklicherweise hatte ich einen tollen Ort an der frischen Luft an dem wir drehen konnten. Ich hoffe, dass die Leute dadurch dem Lockdown etwas entkommen können.

Quelle: instagram.com

Können wir denn von dir erwarten, dass du bald ganz viel neue Musik herausbringst?
Hoffentlich. Ich schreibe sowohl für mich als auch viel für andere Künstler. Ich gehe die dann durch und entscheide, was ich von jedem behalten möchte.Aber ja, hoffentlich.

Gibt es jetzt etwas, dass du jetzt tun kannst, weil du mehr Zeit hast?
Ich hab viel Zeit um zu malen. Damit habe ich vor ein paar Jahren angefangen und dann eine ganze Zeit lang vernachlässigt. Jetzt habe ich dazu mehr Zeit und genieße es auch echt, mich künstlerisch so auszuleben. Es ist schön, etwas für mich zu tun, was nicht zu einer möglichen Karriere werden muss. Ich genieße es, weil ich es nur für mich tue.

Welche Pläne musstest du wegen der Einschränkungen aufgeben?
Das eigentliche Musikvideo für “Midnight” mussten wir aufgeben. Wir waren gerade dabei nach Amerika zu fliegen, wo viele meiner Konzerte angesetzt waren, die jetzt im Sommer stattfinden sollten und verschoben oder gecancelt wurden. Hoffentlich kann ich da bald wieder hin. Es gab definitiv viele Stornierungen, was man am Anfang gar nicht erwartet hatte. Niemand wusste so wirklich, wie schlimm es werden würde.

Quelle: instagram.com

Worauf freust du dich am meisten nachdem die ganze Sache vorbei ist?
Außer meinen Sohn zu sehen, freue ich mich schon sehr auf den Moment, wo wir alle mitgeteilt bekommen, dass wir wieder raus können. Das wird, glaube ich, so ein krasser Moment nachdem wir alle so lange Zeit drin waren. ich glaube, viele Menschen werden nicht sofort rausgehen, aber ich hoffe, dass es Partys auf den Straßen geben wird, wenn das alles vorbei ist.

Gibt es etwas Positives, womit du dich aufmuntern kannst?
Ja, der Gemeinschaftssinn ist da. Wir sitzen alle im selben Boot, und etwas, dass uns auseinander hält, bringt uns eigentlich näher zusammen. All unsere Unterschiede und Verschiedenheiten sind egal, weil wir erkennen, dass wir gar nicht so unterschiedlich sind.
Es gibt nicht viele andere Probleme in der Welt, es ist gerade hauptsächlich dieser Virus. Alle machen das gleiche durch. Uns wird bewusst, dass wir es manchmal gar nicht so schlimm haben. Wir sollten nicht so viel als selbstverständlich hinnehmen.

Du hast kürzlich ein paar hundert Mahlzeiten an Bedürftige gespendet. Wie kam es zu der Idee?
Das war gleich zu Anfang dieser Quarantäne-Zeit und das Hamstern war hier in Großbritannien wirklich schlimm. Dann kam die Überlegung: Was machen die Leute, die nicht mal mehr Computer haben und sich melden können, dass sie Hilfe brauchen. Da musst man ganz schnell und einfach helfen. Ich habe einfach versucht, wenigstens irgendwo zu helfen.

Hast du auch gehamstert?
Nein nicht wirklich. Die einzige Firma, die liefern konnte, konnte nur 25 Sachen auf einmal bringen, was es tatsächlich unmöglich macht irgendetwas zu hamstern. Ich habe mir nur ein paar Dosen geholt, nur für den Fall. Wirklich witzig, weil wir mehr kaufen nur weil andere hamstern und es nicht aus dem eigentlichen Grund kaufen, weil wir es brauchen. Also habe ich mir fünf bis zehn Dosen mit Zeug geholt, um mich abzusichern, während alle durchdrehen. Es war schwer, weil alle diese Gruppendynamik hatten, herumrannten und kauften.

Hast du noch genug Pasta und Toilettenpapier im Haus?
Um ehrlich zu sein, haben wir genau eine Packung Pasta und eine Packung Toilettenpapier und wir hatten bisher noch keine Probleme. Es ist bisher wirklich nicht so schlimm gewesen. Ich finde, dass die Medien das immer so unnötig aufbauschen ist ein Problem und ich finde, dass es Regeln dagegen geben sollte, wie die Angst in der Masse auslösen. Am Ende des Tages, hätte die Dose Bohnen, die ich mir holte, weil so viele Leute Panik-Käufe machen, einem anderen Menschen viel mehr bedeutet. Die Menschen sind dadurch nur noch mehr durchgedreht und in die Läden gerannt. Das war absolut unnötig. Wir haben die Nudel-Packung die ganze Zeit nicht angerührt und ich hab sie extra aufgehoben, falls wir sie doch brauchen.

Ich habe gehört, dass ihr mit One Direction zum 10. Jubiläum etwas ganz besonderes geplant habt …
Es ist etwas in Arbeit, aber ich würde den Leuten sagen, dass sie sich nicht zu sehr freuen sollen. Zumindest was eine Reunion anbelangt. Wir sind immer noch in unserer eigenen Musik involviert. Ich denke, falls wir irgendwann doch zu One Direction zurückkehren wird es keine Soloprojekte nebenher geben. Wir werden miteinander reden und uns an alte Zeiten erinnern. Wir waren eine Zeit lang mit unseren eigenen Dingen beschäftigt, dass wir nicht dazu gekommen sind uns auszutauschen. Das wird uns wieder näher bringen. Hoffentlich werden wir mal gemeinsam Facetimen können. Mehr kann ich noch nicht sagen.

Quelle: instagram.com

Welcher One Direction-Song wäre jetzt in diesem Moment dein Favorit?
Für mich persönlich war “Once in A Lifetime” immer besonders. Es war niemals eine Single, aber die Art, wie dieser Song geschrieben wurde, war immer etwas besonderes für mich.

Was war der schrägste Fan-Moment?
Die schrägste Situation war, als ein Mädchen aus einer Mülltonne sprang, wo sie stundenlang drin gewartet hat, nur um uns zu treffen. Dann gab es noch ein weiteres Erlebnis: Ein Mädchen ist mal auf meinen Balkon gesprungen und versuchte in mein Zimmer zu kommen. Das war in der zweiten Etage. Wir hatten auch Mädchen, die sich in den Backstage-Bereich geschlichen haben mit Handtüchern, mit denen sie sich als Crew-Mitglieder ausgegeben haben und dann in all unsere Kabinen gegangen sind. Also Hut ab, dass die so weit gekommen sind. Das waren definitiv meine seltsamsten Begegnungen.

Was ist das letzte Bild, dass du mit deinem Handy geschossen hast?
Ich muss mal nachschauen. Es war bestimmt ein Selfie oder so. Jap, ich hab gestern ein Selfie gepostet. Das war das letzte Bild, was ich aufgenommen habe.

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