Montag, 10. Juni 2019 18:34 Uhr

Madcon über ihr Comeback, Penis-Bilder und Stalkerinnen

Foto: Karla Wagner

Tshawe und Yosef machen schon seit über 25 Jahren gemeinsam als Madcon Musik und konnten sich in der Zeit zu einem der wichtigsten Acts Europas mausern. Doch in den letzten zwei Jahren war es eher ruhig um die Beiden. Jetzt sind sie zurück und wollen an alte Erfolge anknüpfen. Klatsch-tratsch.de traf sich mit den sympathischen Norwegern zum Interview.

Madcon über ihr Comeback, Penis-Bilder und Stalkerinnen

Foto: Karla Wagner / Klatsch-tratsch.de

Wovon handelt eure neue Single „Calling You“?
Der Song handelt eigentlich von meiner Frau und em Zeitpunkt vor 16-17 Jahren, als ich sie das erste Mal traf. Ich habe sofort verstanden, dass sie die Eine ist. Sie hat das nicht auf Anhieb verstanden. Es geht um Liebe auf den ersten Blick, wenn du es so nennen willst.

Man hat jetzt längere Zeit nichts mehr von euch gehört. Was habt Ihr in der Zwischenzeit gemacht?
Wir haben viel Musik gemacht und waren auch mit mehreren TV-Shows beschäftigt und wir haben beide Familien. Wir haben uns aber auch eine kleine Auszeit genommen, weil wir das die letzten Jahre nicht gemacht haben. Wir brauchten auch einfach die Zeit um zu reflektieren was wir möchten – privat und musikalisch.

Ihr seid mit Madcon extrem viel unterwegs: Im Studio und auf Tour. Ihr habt beide Kinder. Habt ihr nicht manchmal das Gefühl, dass ihr dadurch viel Zuhause und in der Entwicklung eurer Kinder verpasst?
Ich denke, je älter du wirst, um so wichtiger wird es dir Teil von all dem zu sein. Du musst dann auch lernen beides unter einen Hut zu bekommen und dabei eine ausgewogene Balance zu halten. Ich habe aber nicht das Gefühl, das wir etwas verpassen. Ich denke, es wäre eher andersherum, wenn wir die ganze Zeit Zuhause wären, dann hätten wir eher das Gefühl etwas zu verpassen und unserer Familie das Leben nicht ermöglichen zu können, das wir tun.

Wie würdet ihr dazu stehen, wenn eure Kinder irgendwann auch einen Weg in die Musik einschlagen wollen würden?
Die könnten das schon machen. Die singen auch gerne, nur leider leider sind sie nicht besonders rhythmisch, deshalb muss ich mir da keine Sorgen machen. (lacht) Wir würden ihnen dann zeigen, wie wir morgens immer extrem früh aufstehen und ständig unterwegs sind. Das wäre für sie sicher auch eine große Abschreckung. Dann würden sie auch realisieren was da noch alles für ein Rattenschwanz an einer Musikkarriere ist. Es ist längst nicht mehr einfach nur singen wollen, sondern es ist ein richtiges Business.

Ihr habt vor Jahren mal mit Itchy von Culcha Candela zusammengearbeitet. Kennt Ihr sonst noch andere deutsche Künstler?
Sido, Bushido und Cro. Letzterer war mit uns als Vorgruppe auf Tour, bevor er so krass erfolgreich wurde. Aber wir kennen auch so richtiges Classics wie die Fantastischen Vier. Wir könnten uns auch vorstellen wieder eine Zusammenarbeit mit einem deutschen Act zu machen. Wir sind zurück und willig. (lacht)

Habt ihr noch Kontakt mit den Jungs von Culcha Candela?
Nein, aber ich Sido und ich schreiben uns ab und an SMS. Seine Frau ist Norwegerin. Und ab und schreiben wir auch mit Mario Barth. Singt der nicht auch?

Welche Interviewfragen hasst ihr am meisten?
„Was könnt ihr an dem anderen nicht leiden?“ Diese Frage wurde uns 35 Mal gestellt – an einem Tag. Richtig schlimm! Klar, haben wir mal Meinungsverschiedenheiten. Dann spricht man darüber und dann ist wieder alles gut.

Gibt es Themen, die euch richtig unter die Haut gehen und über die ihr untereinander gerne redet?
Wir sind seit 27 Jahren ein Duo und lieben es uns über Musik auszutauschen. In bestimmten Situationen kennen wir den anderen besser, als wir uns selbst. Deswegen ist es so spannend sich über Musik zu unterhalten.

Madcon über ihr Comeback, Penis-Bilder und Stalkerinnen

Foto: Karla Wagner / Klatsch-tratsch.de

Was waren die seltsamsten Dinge, die du bei Instagram in deinen DM-Nachrichten hattest?
Penis-Bilder! Da kommen immer mal wieder welche.

Was war eure abgefahrenste Fan-Situation?
Da war diese eine Stalkerin und sie schickte mehrere Briefe. Das war aber nicht alles: Sie hatte wohl Angst, dass die Briefe nicht ankommen würden und klebte sie an die Haustür. Als ich die Tür öffnete konnte ich ihre ganzen wirren Geschichten lesen. Irgendwann wurde sie sauer und schrieb “Wie kannst du mir fremdgehen? Ich bringe dich um. Ich trage dein Kind in mir!” Ich wusste nicht einmal wer sie war. Sie hinterließ Fotos, auf denen sie nackt in einer Yoga-Position verharrte, ihre Brüste zeigte und ihr Gesicht war wie ein Clown geschminkt. Das war schon sehr verstörend. Nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass alles, was sie schrieb unserem Song “Barcelona” ähnelte. Da wurde mir klar, dass es nicht nur Fanliebe war, sondern eine gestörte Realitäts-Wahrnehmung. Nachdem ich die Polizei informierte, hörte es irgendwann auf.

Was sind eure Pläne für ende des Jahres?
Promotion. In erster Linie wollen wir weitere Singles raushauen. Wir sind lange Zeit abgetaucht und uns ist es wichtig auf uns Aufmerksam zu machen. Ein Album steht Momentan noch an zweiter Stelle.

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