19.04.2020 19:58 Uhr

Max Giesinger allein zu Haus: „Ich habe noch nie so schlecht gegessen“

imago images / Tinkeres

Auch Max Giesinger ist von der Corona-Krise betroffen, muss wie alle anderen Zuhause bleiben. Mit seiner neuen Single „Nie stärker als jetzt“ hilft der „Sing meinen Song„-Teilnehmer dabei, Geld für den Kampf gegen covid19 zu sammeln.

klatsch-tratsch.de hat nachgehakt und sich bei dem beliebten Sänger über den Stand der Dinge erkundigt.

Wie hat sich dein Alltag verändert?
Ich war früher mal extrem viel unterwegs, fünf Jahre quasi. Über 250 Tage im Jahr. Deswegen ist es für mich gerade eine super absurde Situation, länger als eine Woche zu Hause zu sein. Aber ich komme darauf auch ganz gut klar, weil gerade so viel zu tun habe. Es sind gerade so viele Interviews und TV-Sender, die wollen Live-Schaltungen haben. Ich mache auch nur die Sachen, auf die ich Bock habe, aber ich habe wirklich den ganzen Tag komplett zu tun. Ich glaube, ihr müsst mich noch mal fragen, wenn ich so eine Woche Todes-Langeweile gehabt hätte, aber gerade ist es für mich noch total okay. Ich versuche die positiven Seiten daraus zu ziehen und dass man dadurch ein bisschen auch entschleunigen kann. Sonst habe ich immer diese Fear of missing out.

Deswegen ist bei ganz krass, dass ich immer schlecht zu Hause sein kann, wenn ich weiß, das meine Buddies gerade auf der und der Party sind, oder so. Da will man dann immer dabei sein und nichts verpassen. Und gerade gibt es ja nichts zu verpassen. Und da kommt man irgendwie so ein bisschen runter, obwohl es gerade immer noch viel zu arbeiten gibt, ist es eigentlich eine okaye Zeit für mich. Also ich muss nicht noch sechs, sieben Wochen länger haben. Bis jetzt komme ich gut mit mir alleine klar.

Quelle: instagram.com

Aber hast du in der Zwischenzeit auch die Möglichkeit gehabt, irgendwelche Dinge zu machen oder zu lernen, für die du sonst keine Zeit hast?
Also ich bin gerade so ein bisschen am Kochen. Das habe ich lange Zeit nicht mehr gemacht. Mein Kühlschrank ist voll, aber das geht momentan mehr in die Hose, als dass es mir gelingt. Und ich würde sagen, ich habe die letzten Jahre noch nie so schlecht gegessen, aber es wird von Tag zu Tag besser. Das ist meine kleine Beschäftigung, so ein bisschen auszuprobieren. Außerdem habe so ein Home Workout, das ich versuche zu machen. ich habe mir so eine App runtergeladen, mach da so alle zwei Tage meine Moves, um fit zu bleiben.

Was kannst du bisher am besten kochen?
Die ganz einfachen Dinge. Eine Bolognese bekomme ich immer ganz gut hin. Ich bin aber auch so ungeduldig, da jetzt vier Stunden in der Küche zu stehen und irgendetwas Krasses zu machen, was ich dann am Ende alleine verspeise. Deshalb: Je einfacher desto besser. Außerdem habe ich immer akut Hunger und will dann auch schnell etwas essen und nicht noch zwei Stunden warten.

Was würdest du sagen, wie schätzt du jetzt die Situation für Kunst und Kultur aktuell so ein, vor allem auf längere Sicht.
Also ich glaube, nach der Corona-Zeit werden die Leute krasser auf Festivals gehen, als je zuvor und es wird einen verstärkten Andrang auf Kunst, auf Freiheit und alles, was mit dem Freiheitsgefühl zu tun hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute weiterhin eng zu Hause sitzen werden. Sie werden sich sagen: ‚So, jetzt weiß ich mal meine Freiheit richtig zu schätzen, jetzt gebe ich mir mal richtig Action.‘ Das ist meine Auffassung. Kann natürlich aber auch anders sein, aber gerade ist es natürlich sehr hart für alle.

Welche Pläne kannst du wegen Corona gerade nicht umsetzen?
Ich wäre gerade eigentlich auf Tour gewesen. Ich hätte in Karlsruhe meine größte bisherige Show gespielt. Es wäre gleichzeitig auch der 60. Geburtstag meines Vater gewesen. Dass das alles so entfällt, ist natürlich traurig. Für meine ganzen Mitarbeiter ist das echte Scheiße, da die alle auch von den ganzen Konzerten leben. Da hängt ja schon eine ganze Branche dran. Und man kann nur hoffen, dass da jetzt nicht so viele Existenzen kaputtgehen.

Eignet sich die aktuelle Zeit nicht gerade voll um Feature zu machen, weil gerade alle Zeit haben?
Es ist auf jeden Fall eine Zeit, in der man geile Ideen sammeln kann. So wie es bei diesem „Wir bleiben zu Hause“ -Festival der Fall war, wo uns am Ende 125.000 Leute bei den Livestreames zugeguckt haben. Da gibt es natürlich Optionen, dass man sich zusammentut, beispielsweise so ein Livestream-Konzert macht oder der eine spielt Schlagzeug und der andere spielt Gitarre. Aber die beste Synergie ergibt sich schon wenn du gemeinsam im Studio sitzt. Da entwickelt sich dann eher ein Vibe, als wenn der andere irgendwie hundert Kilometer weit weg ist.

Quelle: instagram.com

Hast du noch genügend Nudeln und Klopapier im Haus?
Klopapier habe ich noch. Ich habe einmal eine große Packung gekauft und die hält seither. Ich bin aber auch ein Singlehaushalt und von daher ist der Verbrauch nicht so krass angestiegen und auch nicht so übermäßig groß. Pasta habe ich auch noch da. Aber Pasta ist für mich das Einfachste zu machen. Die habe ich eh immer auf Vorrat zu Hause.

Was ist das Letzte, was du mit deinem Handy fotografiert hast, oder gemacht hast?
Ich habe Mark Forster eine WhatsApp-Nachricht geschickt, dass ich den Mix von unserem Song etwas anders haben möchte. Ich bin ja bei der „Mark Forster Show“ dabei und da gab es noch ein paar Dinge zu regeln. Deswegen gab es noch mal ein kleines Gespräch bei WhatsApp.

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