27.04.2020 21:44 Uhr

Melanie Müller geht jetzt unter die Bierbrauer

Foto: Starpress

Als Schlagersängerin ist Melanie Müller sonst immer viel unterwegs. Während die 31-Jährige im Sommer auf Mallorca performt, sorgt sie im Winter auf den Skihütten für Stimmung. Doch aufgrund der Coronapandemie fallen auch bei ihr die geplanten Auftritte der Musikerin bis auf Weiteres flach. klatsch-tratsch.de hat sich mit der Dschungelkönigin aus dem Jahr 2014 unterhalten und wollte wissen, wie es ihr eigentlich derzeit ergeht.

Krank oder gesund?
Wir sind gesund. Fühlen uns aber krank im Kopf. Wir sind alle gesund. Es gab auch kein Verdacht in den letzten Wochen, obwohl ich ja bis kurz vorher noch in Österreich war. Mein Alltag sieht so aus, dass ich den ganzen Tag zuhause bin und nicht arbeiten kann. Ich habe die beiden Kinder zuhause, die nicht in den Kindergarten dürfen. Das ist natürlich nicht schön. Man genießt es bis zu einem gewissen Punkt und der war vor  ein paar Wochen (lacht). Ich hab damals da abends immer meine Auftritte gehabt und bin so diesem ganzen Familienstress auch mal entkommen. Jetzt verbringe ich meine Zeit mit extrem viel kochen. Wir backen. Ich probiere alles aus in der Küche. Wir nehmen alle zu. Es wird halt alles zu viel, weil man den Kindern gar nicht das Spielvergnügen schenken kann, was sie sonst in der Kita bekommen. Da werden die ganz anders gefordert und kommen immer ausgepowert nach Hause.

Welche Pläne kannst Du erstmal nicht umsetzen?
Ich hatte mich natürlich auf Mallorca gefreut. Das sind auch einfach meine beiden Grillbuden, die ich dort wieder aufmache. Wir wollten das Opening starten – mit neuen Songs und neuen Videos. Das ist so gut wie sinnlos, das jetzt alles zu veröffentlichen. Das bleibt erstmal weg unter Vorbehalt. Die Saison wird dort ja wahrscheinlich nicht stattfinden und wenn, dann kann es sein, dass wir dann gar nicht hinkommen. Das ist ein hartes Stück Brot, weil damit habe ich meinen ganzen Sommer finanziert, gerade durch meine Bratwurstbuden und das ist momentan so etwas, was mich sehr fertig macht.

Hast Du eine andere Idee?
Naja, meine andere Idee war mein zweites Standbein, -die beiden Grillbuden. Das konnte ich neben meiner Bühnen- und TV-Arbeit machen. Ich werde mich jetzt eher auf TV-Angebote konzentrieren. Das ist mein Plan und dafür habe ich jetzt wieder Zeit.

Was machst Du jetzt den lieben langen Tag?
Naja, Alkohol trinken (lacht). Wir essen viel, wir probieren viel. Wir haben ein Trampolin gekauft, das wir den Kindern die Zeit etwas verschönern. Selbst wenn das Kind zwei Stunden auf dem Trampolin trampelt, haben die trotzdem noch sehr viel Energie.

Melanie Müller geht jetzt unter die Bierbrauer

Foto: Privat

Wie können Künstler in Krisen wie dieser ihre Reichweite sinnvoll nutzen?
Sicherlich sind wir Künstler in der Lage Spendenaktionen zu starten und wir beziehen ja eine große Aufmerksamkeit, aber die Leute sind auch genervt. Jeder hat seine eigenen Probleme. Gehen wir mal von den Mittelständern aus, die jetzt in die Knie gezwungen werden, die haben jetzt auch kein Geld für Spendengelder und haben auch keinen Nerv sich sowas anzugucken.

Ich glaube, man muss den Leuten zwar zeigen, dass wir noch da sind und alle durchhalten, aber wir müssen ihnen auch nicht auf den Sack gehen. Ja, man darf den Menschen in der jetzigen Zeit nicht mehr auf den Sack gehen. Ich glaube, die Leute wollen private Sachen von einem wissen, aber immer aufzufordern: Spendet hier und spendet dort? Darauf haben die doch alle kein Bock drauf!

Gibt es Dinge, die Du schon immer mal machen wolltest, für die Du jetzt endlich wieder Zeit hast?
Klar, ich verbringe mehr Zeit mit meinen Kindern und versuche nicht durchzudrehen. Gerade bin ich irgendwie kurz davor.

Noch genug Nudeln und Klopapier im Haus?
Ja, ich horte sowieso immer. Ich bin so eine Hausfrau. Ich habe immer alles da. Da war gerade ein Kumpel da, der hat uns Bier vorbeigebracht. Ich habe nämlich aus Langeweile Bier gebraut und das ist jetzt angekommen. Ganz leckeres Bier mit meinem Namen drauf. Ist das nicht geil? Ich jetzt sogar schon Bier brauen.