28.04.2020 23:41 Uhr

„Promis unter Palmen“: Tobi Wegener hat sich wie im falschen Film gefühlt

SAT.1/Richard Hübner

Es wurde gestritten, gekeift, gekuschelt und gefummelt. Die erste Staffel der Trash TV-Sendung „Promis unter Palmen“ ist fast um, doch schon jetzt lässt sich sagen: Die Show war extrem denkwürdig. Im Positiven, wie auch im Negativen.

Ob Fitness-Fan Tobi Wegener das Format und somit das Preisgeld von 100.000 Euro gewinnen wird, das zeigt sich am morgigen Mittwoch um 20:15 Uhr. Auch wenn der 27-Jährige die Show nicht gewinnen sollte, so trägt er definitiv den Titel des absoluten Zuschauer-Lieblings und ist dann halt eben der Gewinner der Herzen. klatsch-tratsch.de sprach mit Tobi über seine Teilnahme und Eindrücke aus dem TV-Spektakel.

Tobi Wegener hat sich bei "Promis unter Palmen" oft wie im falschen Film gefühlt

Sat.1

Wie zufrieden bist du mit der Show und deiner Darstellung?
Ich bin mega happy mit der Sendung, weil ich da so gezeigt werde, wie ich im echten Leben auch wirklich bin. Wie die ganzen Leute mir auch alle schreiben, wirke ich darin authentisch und sympathisch. Bisher bekomme ich nur positives Feedback und das macht mich glücklich. Bei einigen Sachen in der Sendung sitze ich Zuhause mit offenem Mund, wenn ich die sehe. Ich war ja nicht ständig zu jeder Zeit an jedem Ort. Deshalb habe ich auch nicht immer alles mitbekommen und bin jetzt im Nachhinein schockiert, wenn ich sie sehe.

Was hat dich denn am meisten geschockt?
Diese Lästereien und der ganze Hass untereinander. Dieses Explosive in manchen Momenten, bei denen ich mich schon gefragt habe, ob das jetzt real ist. Das war bei manchen echt so, als ob man einen Schalter umlegen würde. Manchmal habe ich mich wie im falschen Film gefühlt und das hat man mir auch angesehen.

Tobi Wegener hat sich bei "Promis unter Palmen" oft wie im falschen Film gefühlt

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Wie war es für dich diesen Streit zwischen Desiree Nick und Claudia Obert live mitzuerleben?
Der Streit war vor Ort echt heftig. Man darf nicht vergessen, dass die Zuschauer immer nur zwei Stunden vom ganzen Tag sehen und ich war 24/7 mit denen im gleichen Haus. Wenn man das im TV sieht, dann ist das schon für den Zuschauer krass. Die haben auch das Krasseste in die Sendung gepackt, aber es gab ja noch viel mehr, was nicht in der Sendung zu sehen war. Insgesamt war es schon sehr nervenaufreibend und hat sehr an meinen Emotionen geknabbert.

Du hast in der vierten Folge verraten, dass du auf einer Sonderschule warst …
Ja, das stimmt. In der Sendung kam es durch das Kapitän-Spiel mit den Kakteen ins Gespräch, bei dem man diese ganzen Fragen beantworten musste. Dort übermannten mich meine Emotionen. Dieses Spiel war extrem stressig und ich dachte dann echt, dass ich zu dumm dafür bin. Dann habe ich auch offen darüber gesprochen, dass ich als Kind auf einer Förderschule war, weil ich ja nicht dumm oder lernbehindert war. Ich war einfach lernfaul.

Meine Mutter war alleinerziehend und mit 13 habe ich dann bei meiner Tante im Laden gearbeitet. Ich habe auch noch drei Geschwister und ich habe meiner Mutter finanziell unter die Arme gegriffen. Die Förderschule habe ich übrigens gut abgeschlossen und zwar mit einem Hauptschulabschluss mit der Note zwei. Im Anschluss habe ich meine Ausbildung drangehangen, habe elf Jahre in diesem Beruf gearbeitet und dann kam „Love Island“. Wenn es irgendwann mit der TV-Karriere zu Ende sein sollte, dann werde ich mich selbstständig machen und einen Meister als Maler und Lackierer machen.

Im ersten Moment habe ich gar nicht darüber nachgedacht, ob mir das peinlich sein könnte. Ich bin halt so ein Typ, der immer sagt, was er denkt und offen über seine Gefühle redet. Egal, ob da Kameras sind oder nicht.

Quelle: instagram.com

Stört es dich denn, dass dein Bild  jetzt großes Thema in den Medien ist?
Nein, es stört mich nicht. Es ist schließlich ein Abschnitt aus meinem Leben. Darüber bin ich auch nicht traurig, denn ich habe alles erfolgreich abgeschlossen. Mein Leben läuft super, so wie es momentan ist und ich bereue keine einzige Minute. Aus mir ist trotzdem was geworden. Das Wichtige ist, dass man sich Ziele setzt und die auch verfolgt. Vielleicht sehen das jetzt ja auch Leute als Motivation.

Du hast gerade angedeutet, dass du schon Pläne für die Zeit nach deiner TV-Karriere hast. Macht es dir Angst, dass dieser Erfolg vergänglich ist?
Nein, überhaupt nicht. Ich habe den Beruf Maler und Lackierer gelernt und sitze im Prüfungsausschuss und nehme Prüfungen ab. Ich nehme das jetzt mit, weil mir das Spaß macht. Es macht mir Spaß mich im Fernsehen zu sehen. Ich weiß aber auch, wenn das Ganze nicht mehr ist, dass ich jeder Zeit zurück in den Beruf kann. Gute Handwerker werden nämlich immer gebraucht. Deshalb mache ich mir da keine großen Gedanken.

Tobi Wegener hat sich bei "Promis unter Palmen" oft wie im falschen Film gefühlt

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Wer hat dich von den Teilnehmern am positivsten überrascht?
Bevor ich in die Villa gezogen bin, kannte ich nur Eva und Janine von „Promi Big Brother„. Man hat ja immer viel über den Yotta gehört, dass der so ein Proll sein soll. Im Haus war er aber ein korrekter Typ und wenn es einem schlecht ging, dann war er auch immer da. Über Matthias kann ich auch kein schlechtes Wort verlieren. Mit ihm habe ich auch tolle Gespräche geführt. Ihn kannte ich vor der Sendung auch noch nicht, weil ich so Sachen wie „Hot oder Schrott“ auch gar nicht gucke.

Sind in der Sendung für dich Freundschaften fürs Leben entstanden?
Mit dem Yotta schreibe ich ab und an und wir schicken uns dann bei Instagram Videos von den Dingen, die wir gerade machen. Ab und an schreibe ich auch mit Matthias, aber insgesamt würde ich jetzt nicht von krassen Freundschaften sprechen.

Wie kam es zu der Situation, dass du mit Claudia Obert gekuschelt hast?
Claudia ist alles in allem eine total liebe und herzliche Person. Wie man gesehen hat, ist da nur diese Sache mit dem Alkohol. Es muss auch jeder selbst für sich wissen was er macht. Dazu möchte ich auch gar nichts weiter sagen. Ich hatte aber das Gefühl, dass sich Claudia in manchen Momenten einfach etwas Liebe gewünscht hat und dass man sie auch einfach mal in den Arm nimmt. Dass man ihr auch sagt, dass sie eine tolle und nette Person ist und dass man nicht nur auf ihr rumhackt.

Sie hat mir hinterher auch echt leid getan, weil sie echt eine Menge abbekommen hat. Sie wusste manchmal auch nicht wie sie sich zu wehren hat, weil sie in manchen Momenten echt lost war. Ich bin ein Typ der Harmonie mag und es wichtig findet jeden zu integrieren. Sie lag dann einfach im Bett, ich habe sie gesehen und in den Arm genommen.

Die Situation wurde dann nur sehr schrill als Ronald Schill und Janine sich zu euch gelegt haben und er sie angegrapscht hat. Gab es da einen Moment der Eifersucht?
Nein, das hat mich wenig interessiert, wen der Ronald da krault, massiert oder angräbt. Das bleibt ja ihm überlassen. Wenn sie dabei Spaß hat, dann soll sie das machen. Da war absolut keine Eifersucht meinerseits und es gab auch keinen Moment, in dem ich das Gefühl hatte, dass ich da eingreifen müsste. Die sind beide schon über 18 und wissen, was sie da machen. (lacht)

Sind du und Janine euch durch die Sendung wieder näher gekommen?
Nö. Wir sind menschlich, nett und respektvoll miteinander umgegangen. Ich war da eh nicht auf Krawall gebürstet und wollte da auch kein Liebes-Comeback oder Streit. Ich wollte einfach nur, dass man harmonisch und nett miteinander umgeht.

Ihr schreibt jetzt auch gar nicht mehr?
Nein.

Tobi Wegener hat sich bei "Promis unter Palmen" oft wie im falschen Film gefühlt

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Welchen Kandidaten hättest du gerne länger im Haus gehabt?
Die Konstellation gefällt mir, so wie sie ist. Wobei Désirée im Haus echt für Stimmung gesorgt hat. Klar, hat sie eine spitze Zunge, aber ich kann über sie kein schlechtes Wort verlieren. Wir haben uns wirklich gut verstanden und uns tiefgründig über Sachen unterhalten. Sie hatte zu allem immer einen Kommentar und wusste immer das Richtige zu sagen. Das hat mir echt gut getan in manchen Momenten.

Wenn du jemanden für die kommende Staffel von „Promis unter Palmen“ nominieren könntest. Wen würdest du gerne in der Villa sehen?
Gute Frage. Ich glaube der Thorsten Legat würde da ganz gut reinpassen und für Stimmung sorgen. (lacht) Der wäre glaube ich ganz cool.

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