Sonntag, 27. Oktober 2019 22:18 Uhr

Ross Antony & Josefine Preuß über Elfen, Vorurteile und Schlager

Foto: Universum Film GmbH

Schlagersternchen Ross Antony (45) und „Türkisch für Anfänger„-Star Josefine Preuß (33) gibt es seit dieser Woche gemeinsam im Kino zu sehen. Für den Animationsfilm „bayala – Das magische Elfenabenteuer“ liehen beide den Hauptrollen ihre Stimmen. Grund für uns mit den beiden über Elfen, Schlager und Familie zu sprechen.

Ross, im Film „bayala – das magische Elfenabenteuer“ sprichst du den Waldelfenkönig. Welche Eigenschaften hast du mit deiner Rolle gemeinsam?
RA: Man muss wirklich einfach nur den Charakter anschauen. Wir haben wirklich sämtliche gleiche Eigenschaften! (lacht) Ich bin verrückt, ich kann gut tanzen, ich kann gut singen, ich hab immer was zu sagen, … Es ist wirklich der perfekte Charakter für mich – wir sind eins! Und wir sehen auch ähnlich aus, oder? (lacht)

Und, Josefine, du leihst der Sonnenelfe Surah deine Stimme. Welche Eigenschaften hast du wiederum mit deiner Rolle gemeinsam?
JP: Vielleicht dieselbe Schuhgröße? (lacht) Nein, ich finde schon, dass Surah so ein Charakter ist, die, gerade wenn sie etwas gesagt bekommt von wegen „ne, das schaffst du nicht“ und „das klappt nicht“ und „das trau ich dir nicht zu“, dann will sie es erst recht! Und das – da kann ich mich erinnern – gab es auch schon in ein, zwei Situationen in meinem Leben, wo ich mir dachte „So, jetzt erst recht!“. Wenn mich jemand triggert und sagt, ich kann es nicht, dann erst recht!

RA: Josefine möchte glaube ich einfach sagen, Surah ist eine sehr starke Frau (zu Josefine) und du auch – du bist auch ne ziemlich starke Frau.

Wie habt ihr euch auf eure Rollen jeweils vorbereitet?
JP: Monatelanges Flugtraining, Elfen-Feenstaub-Zauber-Werf-Lessons …

RA: (lacht)

JP: Ne, die Vorbereitung besteht eigentlich darin, dass man Tage vorher schon auf seine Stimme achtet. Dass man einfach zu den Aufnahmen auch vollkommen gesund kommt und nicht belegt und nicht krank. Und ansonsten gibt dann alles die Regie oder die Figur auf dem Screen vor.

RA: Genau! Was ich ganz toll fand: Wir dürfen natürlich den Film zuvor sehen – erst mal auf Englisch – das war auch schön, denn so konnte ich erstmal den Charakter bzw. diese Rolle sehen, in die ich da reinschlüpfe, und ich hab wirklich meine eigene Rolle daraus gemacht. Und das war wirklich cool.

Im Film werden unter anderem Werte wie Mut, Freundschaft und Zusammenhalt übermittelt. Welche Werte aus dem Film findet ihr besonders wichtig und welche Werte würdet ihr Kindern (auch den eignen) gerne mit auf den Weg geben?
JP: Alles, was du gesagt hast: Freundschaft, Mut, Zusammenhalt – das sind die wichtigsten Botschaften. Und natürlich auch „Lass uns um unsere Natur kümmern, lass uns klein anfangen und jeder, der auch bei sich im Kleinen anfängt, zählt, und desto größer wird es auch in der Gemeinschaft.“

RA: Genau! Und auch, dass man sich mehr über Kleinigkeiten freut und nicht nur über das Große. Und im Film ist es echt schön zu sehen, dass man nur wirklich weit kommen kann, wenn man zusammenhält.

Ross Antony & Josefine Preuß über Elfen, Vorurteile und Schlager

Foto: Universum Film GmbH

Ross, auch du bist ja ein Musiker und Tänzer und hast damals schon mit Bro’Sis dein Talent bewiesen. Was hältst du davon, dass dein ehemaliger Bro’Sis-Kollege Giovanni ebenfalls jetzt musikalisch Schlagerartige Töne anstimmt?
RA: Ich finde das absolut fantastisch, dass Giovanni jetzt in die Schlager-Richtung gegangen ist, denn er wollte das immer machen. Musik steht für ihn im Vordergrund und er hat es auch verdient sich das zu erfüllen. Er hat Jahrelang gearbeitet und immer gewartet, bis der richtige Zeitpunkt da ist, und der ist jetzt gekommen und er ist super eingestiegen in die Charts. Und nach so vielen Wochen auch immer noch in den Top 20 – das ist echt der Wahnsinn und ich gönne ihm das wirklich von ganzem Herzen.

Und das Schönste ist: Jetzt sehen wir uns viel häufiger, weil wir in der gleichen Show sind. Und das ist das Schönste, denn er ist auch einer meiner besten Freunde. Das wäre schade, wenn es nicht so gewesen wäre. Ich freu mich wirklich für jeden, der hart arbeitet und dann diese Chance im Leben hat. Da verspüre ich auch absolut keinen Neid.

Was ich nicht mag, sind diese Kinder, die nur durch ihre Eltern berühmt werden. Das find ich furchtbar. (lacht) (zu Josefine) Du bist nicht eine davon, oder? (lacht) Nein, ich finde man muss auch ein Talent haben und ich weiß ja, dass du eine sehr talentierte Schauspielerin bist – ich hab schon einige Sachen von dir gesehen. Deswegen – ich hab mich ja im Voraus schon informiert. Als ich das Plakat gesehen hab, auf dem wir beide gemeinsam stehen, und als ich dann gesehen hab, dass meine Buchstaben genauso groß sind wie deine … da war ich hin und weg!

Und was würdest du Giovanni auf den Weg geben?
RA: Nichts, der kann doch alles besser als ich! (lacht) Nein, es gibt nichts. Wir kommen aus der gleichen Schule, wir sind ein bisschen älter als alle anderen, hab ich das Gefühl. Wir haben viel in unserem Leben gelernt und wissen schon beide, wie es ist, wenn man was tolles bekommt und wie dankbar wir beide sind, wenn man etwas bekommt. Und ich kann ihm eigentlich keinen Rat geben – er gibt mir immer Rat eigentlich. Wie ich mich verhalten soll und wie ich sein soll und dass ich abnehmen soll (lacht).

Wie muss man sich das Geschehen Backstage bei einem Schlager-Festival vorstellen? Sind Schlagerstars Backstage auch voll „Rock&Roll“, oder geht es da züchtiger zu? Und wie unterscheidet sich das von der Backstage-Stimmung vor Filmpremieren?
RA: Also im Schlagerbereich ist es halt so, wenn ich das sagen darf: Es ist nicht so brav, wie alle denken. Wir sind eine riesige Familie und wir halten zu uns, also es ist nicht so, dass wir Streit oder Krach haben, aber weißt du, wir sind auch nur Menschen (lacht). Alle denken ja, diese Schlager-Welt so eine heile Welt ist und alles ist schön und alles, wie in einer großen Blase, aber ne, so ist es nicht. Wir sind Menschen. Wir haben auch Tage, an denen wir nicht gut drauf sind und kommen auch nicht mit jedem klar, aber ist auch nicht schlimm – das ist normal. Also wir haben Spaß! Rock’n’Roll aber ohne die Drogen (lacht).

JP: Ja und bei Filmpremieren … Ich sehe das immer zuerst mehr als Arbeit, weil du bewirbst natürlich dein Projekt, und bist natürlich in der Position, das auch ordentlich rüber zu bringen. Dann ist es auch meistens noch mit Interviews verbunden und dieses Abschalten ist dann wirklich, wenn alles nach der Premiere gelaufen ist und man wahrscheinlich noch mit Team, Crew und Cast noch diese Reise beendet. Weil ich finde, so einen Film gibst du immer frei, sobald die Premiere ist, oder im Fernsehen die Ausstrahlung war – DANN ist so ein Projekt abgeschlossen, also so ganz. Und dann (seufzt)

Quelle: instagram.com

Also nicht so Rock’n’Roll?
JP: Naja, ne, das ist in der Filmbranche nicht mehr so sehr.

RA: Doch, doch, bei dir bestimmt! Du und deine wilden Nächte!

JP: Ach, lange vorbei! Lange vorbei!

RA: Sie hat nen Hund, das hat was zu sagen, oder? (lacht)

JP: (lacht) Ja!

RA: Und ich hab zwei (lacht).

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