Samstag, 8. Februar 2020 21:13 Uhr

Tik-Tok-Star Leolixl über ihre Familie, den Fame und verrückte Fan-Stories

Foto: Klatsch-tratsch.de

Es klingt wie ein Märchen: Leonie aus der Nähe von Frankfurt bekommt mit 15 Jahren eine Ukulele geschenkt und mausert sich zum Tik Tok-Star. Mehr als 570.000 Fans folgen der sympathischen Sängerin nun in der App.

Leolixl  (21) stattete klatsch-tratsch.de einen Redaktions-Besuch ab und sprach mit ihr über ihren Tik Tik-Fame, die Musik und ihre Pläne.

Tik Tok-Star Leolixl über ihre Familie, den Fame und verrückte Fan-Stories

Sascha Wernicke

Wie bist du zur Musik gekommen?
Das ist echt eine schwierige Frage. Irgendwie war die Musik schon immer da und wurde immer mehr.

Mittlerweile bist du ein echter Tik Tok-Promi. Wie hast du das geschafft?
Damals hieß das noch „Musically“ und ich habe Musically-Videos bei Instagram gefunden und fand das richtig cool, wollte das auch machen. Ich dachte damals, dass sei ähnlich wie „Dubsmash“ – nur Videos ohne Community. Ich dachte man könne die Videos da einfach runter- und dann bei Instagram hochladen. Anfangs wusste ich bei „Musically“ nicht, dass das öffentlich ist, wenn ich etwas hochlade. Plötzlich hatte ich sehr viele Follower und habe gar nicht verstanden warum. Es fing einfach so an und ich habe dann einfach weiter und noch mehr Videos gemacht.

Quelle: instagram.com

Machst du Tik Tok mittlerweile hauptberuflich?
Nein, ich studiere momentan Erziehungswissenschaften in Frankfurt. Tik Tok läuft nebenher.

Wenn man sich deine Social Media-Kanäle ansieht, dann fällt etwas auf: Bei Tik Tok  hast du 575.000 Fans, bei Instagram 21.000 und bei Facebook dann „nur“ noch 500 Fans. Was denkst du, woran es liegt es,  dass es da so ein großes Gefälle unter den Plattformen gibt?
Das weiß ich auch nicht so genau und frage mich das selbst oft. Damals war das auch schon so, als ich angefangen habe – 2016. Damals habe ich schon die 300.000-400.000 geknackt. Der Rest ist dann langsam nachgekommen. Ich habe einfach angenommen, dass die Leute mein Insta-Content nicht sehen wollen oder, dass die Leute einfach kein Insta haben. Naja, und dann Facebook … Ich sage auch nie, dass ich Facebook habe. Ich mache allgemein aber auch nicht so viel Eigenwerbung. Vielleicht liegt es daran. 

Wie ist das mit DMs bei Tik Tok? Da bekommst du sicher auch viele …
Bei mir spinnt irgendetwas mit der App, weswegen ich da nie auf Nachrichten antworten kann. Ich bekomme aber allgemein bei Tik Tok gar nicht so viele Nachrichten. Das ist da – glaube ich – gar nicht so gängig.

Wovon handelt deine neue Single „Schnee von gestern“?
Der Song ist eine Liebeserklärung an meine Schwester. Es ist einfach schön, dass wir uns so gut verstehen.

Gab es auch Zeiten, in denen das nicht so war?
Meine Schwester und ich haben uns eine Zeit lang nicht so gut verstanden, damals als Teenager. Das hat bestimmt jeder schon erlebt: Mit Geschwistern streitet man ja häufig mal. Ich bin letztes Jahr nach Frankfurt gezogen und meine Schwester wohnt da schon länger. Mit dem Song möchte ich ihr einfach sagen, dass ich sehr dankbar dafür bin, dass sie meine große Schwester – und immer für mich da – ist. Sie hat mir geholfen in Frankfurt anzukommen und mich bei der Wohnungssuche unterstützt.

Wie hat sie auf den Song reagiert?
Sie findet den Song sehr schön.

Quelle: instagram.com

Wirst du mittlerweile auf der Strasse von deinen Tik Tok-Fans erkannt?
Ja, früher ganz oft. Das war zu der Zeit in der ich krass aktiv war. 2016-2017 war es echt so, ganz egal in welcher Stadt ich war, dass mich immer irgendjemand gesehen hat. Es kam vor, dass ich auf der Strasse oder auch im Flugzeug angesprochen wurde. Ich wurde dann eine Zeit ziemlich inaktiv auf der App und da ist es dann wieder weniger geworden.

Kannst du dich an dein abgefahrenstes Fan-Erlebnis erinnern?
Das war vermutlich das Erste. Da war ich am Flughafen mit meinen Eltern. Wir waren auf dem Weg in den Familienurlaub. Ich habe einen Live-Stream am Flughafen-Terminal gemacht – also nach der Sicherheitskontrolle, kurz vor dem Flieger. Im Live-Stream hat mir dann eine geschrieben: „Hey, ich sitze hinter dir. Dreh dich mal um.“ Ich habe mich erst gar nicht getraut mich umzudrehen. Als ich es dann doch gemacht habe, saß da wirklich jemand mit dem Handy  und hat mir gewunken und „ich bin es!“ gerufen. (lacht)

Die Jungs von Gestört aber Geil haben dein „Song für dich“ remixed. Wie kam es dazu?
Das kam zustande, da meine Produzenten mit den Jungs schon vorher zusammengearbeitet haben. Das hat sich dann einfach so ergeben und ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich bin mit den Jungs auch in Berlin bei ihrem Gestört aber Geil-Festival aufgetreten und habe mit ihnen gesungen. Das war echt das Krasseste, was ich je erlebt habe.

Was hast du für 2020 geplant?
Ich will auf jeden Fall mehr Musik machen, studieren. Ob es dieses Jahr mit einer EP oder einem Album klappt, weiß ich noch nicht.

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