03.11.2020 11:54 Uhr

Kinder können an den Nikolaus schreiben

Das Nikolauspostamt - ja richtig gehört - das hat auch dieses Jahr alle Hände voll zu tun. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt gingen mehrere Tausend Briefe ein, denen sich die Mitarbeiter nun annehmen.

Nikolauspostamt/dpa

Auch wenn in der Corona-Pandemie einiges Vorweihnachtliches wie der Besuch von Weihnachtsmärkten wegfällt – an den Nikolaus können die Kinder auch in diesem Jahr schreiben: „Daran ändert sich gar nichts“, sagte der Vorsitzende vom Festausschuss St. Nikolaus, Peter Gerecke.

Die Post von Tausenden von Kindern aus aller Welt werde beim Nikolauspostamt wie auch sonst von den freiwilligen Helfern des Nikolauses beantwortet.

Es seien bereits rund 2000 Briefe von Kindern an den Nikolaus eingegangen, sagte Sabine Gerecke als Leiterin der Kinderbriefaktion in St. Nikolaus. Die Corona-Pandemie sei in den Schreiben auch Thema: Manche Kinder fragten, wie es dem Nikolaus gehe und wünschten ihm, dass er gesund bleibe, erzählte sie. Andere berichteten, dass es wegen Corona nicht so ein tolles Jahr gewesen sei.

Seit mehr als 50 Jahren schreiben Kinder „An den Nikolaus“ in dem kleinen Ort in der Gemeinde Großrosseln nahe der französischen Grenze. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland. Die Partnerschaft zwischen dem Festausschuss und der Post besteht seit 1967. In Deutschland gibt es sieben Weihnachtspostfilialen, an die Kinder ihre Briefe an Weihnachtsmann, Christkind oder Nikolaus schicken können.

Die Kinderbriefaktion startet offiziell Mitte November, die Briefe würden zum Nikolaustag am 6. Dezember beantwortet. 2019 hatte das Nikolaus-Team auf 26 568 Schreiben von Kindern aus insgesamt 41 Ländern geantwortet – so viele wie nie zuvor.

Zudem geht das Bild vom Nikolaus aus dem Saarland seit dieser Woche als Maschinenstempel bei mehr als einer Million Briefe vom Briefzentrum Saarbrücken in alle Welt. „Dadurch wird unser Ort, unser Nikolaus, in der ganzen Welt bekannt“, sagte Peter Gerecke.

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