Studie erklärt: Deshalb stehen Frauen auf Bad Boys

Studie erklärt: Deshalb stehen Frauen auf Bad Boys
Studie erklärt: Deshalb stehen Frauen auf Bad Boys

Kiselev Andrey Valerevich/Shutterstock

10.10.2021 20:00 Uhr

Schon lange standen Frauen im Verdacht, mehr auf Bad Boys abzufahren, als auf die lieben Jungs. Jetzt ist es offiziell: Bad Boys sind wie ein Aphrodisiakum für Frauen. Warum das so ist? Lest weiter und nickt.

Das Klischee “Bad Boys schleppen jede Frau ab” besteht schon lange. Demgegenüber stehen die lieben Jungs, die in die Friendship-Zone verbannt werden. “Du bist ein netter Kerl, aber…” sind Worte, welche die Erotik killen, noch bevor sie entstehen kann. Weil sich diese Klischees so hartnäckig halten und offenbar ständig bestätigen, ging eine Studie aus Belgien dem auf den Grund. Wissenschaftliche Belege bestätigen nun das, was wir schon immer zu wissen glaubten: Frauen stehen auf Bad Boys.

Was genau ist ein Bad Boy?

Eine klare Definition gibt es nicht. Fragt man Menschen, hört man oft die Begriffe “Rauchen”, “Trinken”, “Gefängnis”, “Motorradgang” oder “Tattoos”. Aber so einfach ist das nicht.

Laut Experten definiert sich das Bad Boy-Image vielmehr durch die erhöhte Risikobereitschaft. Das betrifft nicht nur schnellen Sex mit einer Fremden, sondern auch die Bereitschaft, die eigene Gesundheit zu gefährden. Zigaretten rauchen und Alkohol trinken gehört eben dazu. Daher kommen vermutlich auch die klischeehaften Beschreibungen.

Offenbar ist es so, dass rauchende und trinkende Männer Frauen für ein wildes Abenteuer zugänglich machen. Die “Decaf-Soja-Latte” und der Dinkel-Muffin sind anscheinend nicht der Schlüssel zum schnellen verruchten Sex.

Beim Bad Boy-Image darf die Zigarette nicht fehlen.

Shutterstock / Roman Seliutin

Mit riskantem Lifestyle zum Erfolg

Für diese Studie wurden 600 Menschen befragt. Die Testresultate ergaben ein ziemlich eindeutiges Ergebnis: Es besteht ein großer Zusammenhang zwischen risikoreichen Verhaltensmustern und Dating-Erfolgen. Im Klartext bedeutet das, Frauen finden das Leben am Limit besonders männlich und daher extrem heiß.

Shutterstock / LightField Studios

Unser Hirn ist Schuld

Offenbar können Frauen die Schwäche für Bad Boys nicht beeinflussen – das rudimentäre Gehirn ist Schuld. Begründet wird die Vorliebe für böse Jungs mit der Evolutionstheorie: Frauen sind auf der Suche nach dem stärksten Mann, weil dieser sie am besten beschützen kann. Was für unsere Vorfahren in der Höhle gut war, kann für uns im 21. Jahrhundert schließlich nicht schlecht sein. Zudem ist der weibliche Faible für Bad Boys mit dem kulturellen Idealbild eines Mannes eng verknüpft. James Dean ist für zahlreiche Frauen bis heute der Inbegriff eines sexy Bad Boys!

Aber wir haben einen Trost für alle netten Jungs: Frauen werden älter und reifer. Im Zuge dessen suchen sie irgendwann einen Mann mit Ehegatten-Tauglichkeit. Laut Umfragen sollen Frauen mit spätestens Ende Dreißig umdenken. Der Vater unserer Kinder soll bloß kein Bad Boy sein. Bad Boys sind Sextoys – mehr nicht.

Bad Boys haben eine magische Anziehungskraft auf Frauen.

Shutterstock / Arthur-studio10

Good Guy vs. Bad Boy

Bad Boys lösen bei Frauen eine unvergleichbare sexuelle Spannung aus, die sie fasziniert. Fehlende Manieren sind zwar abturnend und unsexy, aber Bad Boys sind auch grundsätzlich Männer, von denen Frauen im “wirklichen Leben” die Finger lassen. Bad Boys befriedigen die weibliche Phantasie und eignen sich daher eher für einen One Night Stand oder eine Affäre.

Sobald Frauen offen für eine feste Beziehung sind, wünschen sich 66 Prozent der Damen einen fürsorglichen, ehrlichen und treuen Partner. Der Bad Boy ist also vielmehr der “geheime Mann”, der Phantasien wahr werden lässt.

Die Netflix-Serie “SexLife” bringt dieses Phänomen anschaulich und sinnlich auf den Punkt: Behütender, liebevoller Vater und Ehemann im trauten Heim einer schicken Vorstadt vs. Bad Boy-Ex mit wilder Mähne, Lederjacke und einer sexuellen Expertise zum Niederknien in der City. Könnte Frau alles haben, wäre das (Sex)Leben so einfach…  (AM)