01.12.2020 11:40 Uhr

Wenn Kinder an den Weihnachtsmann und das Christkind glauben

„Die Rennbahn hat dir Om...äh, das Christkind geschenkt.“ Diese Illusion halten fast alle Eltern kleiner Kinder aufrecht. Daran ist auch nichts auszusetzen - solange Zweifel erlaubt sind.

Frank Rumpenhorst/dpa-tmn

„Doch doch, den Weihnachtsmann und das Christkind gibt es ganz sicher.“ So erzählen es die meisten Eltern ihren Kindern. Aber schadet es nicht dem Vertrauen in Mama oder Papa, wenn die Kleinen herausfinden, dass dem gar nicht so ist?

Diese Sorge ist unbegründet, sagt Pädagogin und Bindungsexpertin Eliane Retz. Von etwa zwei bis vier Jahren durchleben Kinder die magische Phase. Dann ist die Grenze zwischen Realität und Fantasie fließend. Figuren wie der Weihnachtsmann oder das Christkind bedienen also ein kindliches Bedürfnis, und Eltern müssen deshalb kein schlechtes Gewissen haben.

Anders sieht es aus, wenn Kinder von sich aus zu zweifeln anfangen: Dann sollten Eltern nicht länger auf Weihnachtsmann und Co beharren.

Was Erwachsene ebenfalls vermeiden sollten, sind Drohungen à la „Wenn du nicht brav bist, bringt er/es keine Geschenke“, rät Retz in der Zeitschrift „Eltern“ (Ausgabe 12/2020).

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