ABBA-Comeback: Björn Ulvaeus erklärt, dass sie sich nicht um Trends scheren

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 27.10.2021, 20:00 Uhr
ABBA-Comeback: Björn Ulvaeus erklärt, dass sie sich nicht um Trends scheren
ABBA-Comeback: Björn Ulvaeus erklärt, dass sie sich nicht um Trends scheren

© Ludvig Andersson

ABBA-Legende Björn Ulvaeus gibt in einem neuen Interview spannende Einblicke in den Schaffensprozess des neuen Albums „Voyage“ — und stellt klar, dass das erste Album seit 40 Jahren keinen Trends folgt.

Mit ihrem Comeback traten ABBA gerade eine Welle der Begeisterung und der Nostalgie los.

Wer befürchtete, das schwedische Quartett könnte sich auf ihrem im November 2021 erscheinenden Album „Voyage“ dem Zeitgeist beugen und sich betont modern geben, bekommt Entwarnung von höchster Stelle: Wie Björn Ulvaeus (76) gegenüber dem britischen „Guardian“ erklärte, arbeitete man völlig losgelöst von externen Einflüssen.

ABBA sind „trendblind“

ABBA haben sich bei der Arbeit an den zehn neuen Songs „absolut trendblind“ verhalten, so die Musiklegende, der bei ABBA hauptsächlich für die Texte zuständig ist.

Man habe ganz bewusst alle musikalischen Trends und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte ignoriert und sich auf das konzentriert, wonach sich Fans der Band lange gesehnt haben: Dem essenziellen ABBA-Sound. Das sei auch deswegen so, „weil es bei den zeitgenössischen Sachen nichts gibt, an das ich mich anlehnen könnte, nichts, das ich nachahmen könnte“, so Ulvaeus.

ABBA-Comeback: Björn Ulvaeus erklärt, dass sie sich nicht um Trends scheren
Björn Ulvaeus mit Tochter Anna und der zweijährigen Enkelin Hedvig.

© IMAGO / TT

Björn Ulvaeus erklärt den Entstehungsprozess

„Wir haben schon früh beschlossen, dass wir uns nichts anderes ansehen werden“, erklärt der weltberühmte Songschreiber. „Wir werden einfach die Songs machen, die besten Songs, die wir im Moment machen können. Das bedeutete, dass ich Texte schreiben musste, in die ich einige meiner Gedanken der letzten 40 Jahre einfließen lassen konnte und die sich durch eine gewisse Tiefe auszeichnen, die hoffentlich mit dem Alter einhergeht und die sie von den Texten unterscheidet, die ich vor 40 Jahren geschrieben habe“.

Fans dürfen also auch nach „Don’t Shut Me Down“ mit weiteren tiefgründigen Texten rechnen.

Keine langen Arbeitszeiten

Auch über den Arbeitsprozess des Avatar-Spektakels in London sprach er. Es habe sich nach einiger Zeit ganz nach Routine angefühlt: „Wir arbeiteten von mittags bis fünf, vielleicht“, sagt Ulvaeus — und erklärt weiter: „Wir kamen vorbei und nach einer Weile war es, als würden wir zur Arbeit gehen.“ (KT)