Adele: Sind ihre Sonderwünsche der Grund für die Konzertabsage?

Leni HübnerLeni Hübner | 24.01.2022, 19:20 Uhr
Adele: Sind ihre Sonderwünsche der Grund für die Konzertabsage?
Adele: Sind ihre Sonderwünsche der Grund für die Konzertabsage?

Foto: Simon Emmett

Superstars haben Superallüren, das ist bekannt. Aber Sängerin Adele soll mit ihren Ansprüchen ein echter „Alptraum“ sein, sagt ihr Team. Ihre Wünsche seien der Grund für das Aus.

Mit ihrem aktuellen Album „30“ bestätigt Adele (33) wieder einmal, dass es kein Zufall ist, dass sie einer der größten Stars unserer Zeit ist. Ihr Talent, ihre Stimme, ihr neuer Look: Alles scheint nun zu stimmen. Mit entsprechend großer Vorfreude wurde ihre neue Show in Las Vegas von den Fans und sogar von den Kritikern erwartet. Und dann kam die Absage.

Tränen lügen nicht?

Unter Tränen versuchte Adele auf Instagram zu erklären, dass sie den Terminplan nicht wird einhalten können. „Es tut mir so leid, die Show ist nicht fertig“, gesteht sie und beteuert zugleich: „Wir haben wirklich alles versucht, was wir konnten, um rechtzeitig fertig zu werden.“ Schuld seien Lieferschwierigkeiten und Covid 19 – „mein halbes Team liegt wegen Covid flach.“

Nun tauchen Gerüchte aber auf, dass Adele doch nicht so unschuldig an dem Chaos ist, wie es zunächst schien. Laut Quellen, die die Daily Mail zitiert, sei Adele in der dreimonatigen Vorbereitung ein „absoluter Albtraum“ für das Team gewesen. Zudem habe es Auseinandersetzungen zwischen dem Star und ihrem Management gegeben, was die Sache nicht vereinfacht habe.

Adele soll pro Abend unglaublichen Summen in Las Vegas kassieren.


Divengezicke und Perfektionismus

Zunächst soll Adele darauf bestanden haben, nicht das exzellente Soundsystem des Colosseum-Theaters zu nutzen, sondern es durch ein eigenes zu ersetzen. Wohl gemerkt, auf der Bühne hier im Caesars Palace traten schon andere anspruchsvolle Stars wie Celine Dion und Maria Carey auf, die mit der Tonanlage durchaus zufrieden waren. Aber auch das Videosystem entsprach nicht Adeles Ansprüchen und musste ebenfalls ausgetauscht werden.

Solche technischen Ausrüstungen und Aufbauten sind nicht nur extrem teuer, sondern innerhalb der Pandemie schwer planbar. Es gibt tatsächlich Lieferengpässe und Katastrophen, die es vor Corona in der Art nicht gab. Aber warum kam es zu der Absage in allerletzter Sekunde? Dass der Zeitplan nicht zu halten ist, war den Beteiligten sicher eher schon klar.

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Chaos wäre vielleicht zu verhindern gewesen

Man hätte also vielleicht verhindern können, dass Fans bereits anreisen oder die Stornierungsfristen ihrer Hotelübernachtungen abgelaufen sind. Doch die Diva selbst war es wohl, die es auf eine Last-Minute-Entscheidung hat ankommen lassen. Nun wird spekuliert, ob es noch andere Gründe für die Absage gab.

Unter anderem werden das Lampenfieber der Sängerin und sogar Stimmprobleme angeführt, die erklären würden, warum Adele so emotional auf die Absage reagiert hat. Sie hätte die angereisten Fans auch mit einem spontanen Meet-and-Greet versöhnen können. Da hätten die Herrschaften vielleicht mehr von gehabt, als von dem tränenreichen Instagram-Post.

Hinter den Kulissen gab es Streit

Dass es keine adäquate Idee dazu gab, die Katastrophe aufzufangen, spricht auch für das erwähnte Gerücht, dass Adele Probleme mit ihrem Management hat. Dabei ist Jonathan Dickins (48), der Adele betreut, seit ihrem Karrierestart an ihrer Seite. Er hat sie in den sozialen Medien entdeckt und zum Star aufgebaut. Seine jüngere Schwester Lucy ist für das Booking zuständig. Angeblich möchte Adele sich nun aber lieber von ihrem neuen Lover Rich Paul (40) betreuen lassen, der bisher nur Sportstars managt.

Klingt kompliziert? Ist es. Auch mit der Bühnenbildnerin Esmeralda Devlin soll Adele aneinandergeraten sein. Obwohl die beiden sich schon von der Welttournee kennen, scheint die Britin es dieses Mal dem Star nicht recht machen zu können. Es heißt, dass wegen der ständigen Änderungen keine Klarheit mehr darüber herrschte, wie das Gesamtbild am Ende aussehen sollte. So kann kein Projekt gelingen.

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Viele Quellen lästern über den Weltstar

Eine Quelle berichtet der The Sun, dass es seit längerem ein Hickhack gebe, das über die normalen „Kinderkrankheiten“ einer Show hinausgehe. Soll heißen: Anfangsschwierigkeiten gibt es immer, schließlich muss jeder in der Crew wissen, was am Ende auf die Bühne kommt. Das dauert manchmal. Aber dieses Chaos ist wohl wirklich selten.

„Es ist bekannt, dass Adele sehr unter Angst leidet, wenn es um Live-Auftritte geht, daher ist es schwer vorstellbar, dass sie weitermacht, wenn sie nicht glücklich ist“, meint die Quelle abschließend. Es war auch nicht das erste Mal, dass Adele ein Konzert kurzfristig absagt. Zuvor waren es meist Stimmprobleme, die als Grund angeführt wurden. 2017 brachte Adele auf der Bühne die Anekdote, dass keine Versicherung sie mehr nehmen wolle, weil sie so „schrecklich auf Tour“ sei. Kurz darauf sagte sie zwei Konzerte ab.

Probleme mit den Versicherungen

Ob sie nun für dieses Mega-Show-Event überhaupt eine Versicherung gefunden hat? Wenn nicht, könnte der Caesar Palace Schadensersatz von Adele verlangen, denn auch dem Theater entgehen einnahmen, das Team muss bezahlt werden und vieles mehr. Falls sie doch eine Versicherung abgeschlossen hat, wird Adele nun belegen müssen, warum genau es nicht möglich war, die Show rechtzeitig fertigzustellen.

Aufgrund der extremen Auslastung des Colosseum-Theaters gehen Branchenkenner davon aus, dass die Konzerte von Adele frühestens 2023 nachgeholt werden. Es gibt auch Unkenrufer, die behaupten, Adele werde die Auftritte niemals nachholen. Sie könnte es sich zumindest leisten, auf die Einnahmen zu verzichten – obwohl die mit gut 500.000 Dollar pro Show beachtlich sein müssen. Wenn allerdings keine Versicherung einspringt, wird sie auftreten müssen.

Wer sich traut, das volle Risiko einzugehen, kann von dem Chaos profitieren. Denn derzeit sind wieder Tickets für einst ausverkaufte Las Vegas Show von Adele zu ergattern. Gut 2.500 Euro müsste man dafür hinblättern – ohne einen verbindlichen Termin dafür zu erhalten. No risk, no fun.