Mittwoch, 12. Dezember 2018 20:26 Uhr

Adesse: Hier singt er von seinem verlorenen Vater

Adesse zeigt sich in seiner neuen Single „Dakar“ – passend zur Jahreszeit – von seiner verletzlichen Seite: „Ich bin in die tiefsten Tiefen meines Schmerzes und meines Herzens vorgestoßen und habe in dem Prozess viel Trauer und Wut durchlebt. “

Adesse: Hier singt er von seinem verlorenen Vater

Foto: SvenjaTrierscheid

„Ich glaube, dass ich mir selbst noch nie so lange und deutlich den Spiegel vor Augen gehalten habe.“ Das hat mich verändert und ich habe gelernt, wo so viel was mich bis heute verletzt, lähmt, verunsichert und in bestimmten Dingen davon abhält ganz ich selbst zu sein herkommt“, erzählt Adesse über den Song. Keine Frage: Mit „Dakar“, der neuen Single aus seinem zweiten Album „Berlin-Dakar“, hat Adesse das wohl emotionalste, ehrlichste und wohl auch bedeutendste Lied in seinem bisherigen Leben geschrieben.

Er hätte seinem Vater noch so viel zu sagen

„Dakar“ ist ein intimer und ergreifender Song, in dem Adesse sich mit der Geschichte seines Vaters auseinandersetzt: Wie seine Eltern sich in Afrika verlieben und die Beziehung aber auch die Familie in Berlin wieder zerbricht und der Vater zurück in seine Heimat geht, ehe er dort schließlich verstirbt.

Quelle: instagram.com

Er hat ihn sein ganzes Leben vermisst

„Und zwischen all den Vätern ist noch n‘ Platz am Spielfeldrand / Du wirst niemals erfahren wie gut ich Ecken treten kann“, singt Adesse und man begreift. „Ich hoffe Menschen, die sich von einem Elternteil verlassen gefühlt haben oder auch ein Elternteil verloren haben, können sich in dem Song wiederfinden“, sagt er über über den Song.

Quelle: instagram.com

„Die große Tragik liegt darin, dass ich erst nach dem Tod meines Vaters bewusst gespürt habe oder erst dann ehrlich zugeben konnte, wie sehr ich ihn mein ganzes Leben vermisst habe. Vielleicht bewegt der Song den einen oder anderen früher zu verzeihen, sich selbst besser zu reflektieren und lieber früher als später Frieden mit Menschen zu schließen die man eigentlich liebt.“

 

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