Freitag, 1. Juli 2011 21:19 Uhr

Alles über die fröhlichen Gothic-Popper „The Good Natured“

Köln. The Good Natured, lax übersetzt Die Gutmütigen, haben den ersten Hype gut überstanden. Besser noch, dieser erste Hype, ein Wirbel der Aufmerksamkeit in der Blogosphäre, hat der blutjungen Formation um die offenkundig magisch wirkende Leadsängerin und Songwriterin Sarah McIntosh einen Deal mit dem Parlophone-Plattenlabel Regal beschert.

Die neue Sängerin aus dem Hause EMI hat zwar gerade erst ihr Abitur gemacht, doch gemeinsam mit ihrem Bruder Hamish am Bass und George Hinton am Schlagzeug hat sie bereits mit ihren ersten Songs und EPs für reichlich Furore auf der Insel gesorgt.

Kein Wunder, selten klang Gothic-Pop so leichtfüßig und frohgemut wie bei den Good Natured, deren düster-lichte Electro-Pop-Songs durch das elfenhafte Erscheinungsbild und die glasklare Stimme von Sarah McIntosh unglaublich hinzugewinnen.

Mit der „Skeleton EP“, ihrem Anfang Juli erscheinenden Debüt, präsentiert das Trio aus Highclere, Newbury (in Highclere Castle wurde die englische TV-Kultserie Downtown Abbey gedreht!) drei wunderbare Beispiele ihrer vorzüglich zu goutierenden Popkunst. Zu dem rhythmisch treibenden Titelsong „Skeleton“ kann man sich ebenso gut einen Wolf tanzen wie zu dem entfesselnden „Wolves“, das mit morbiden Metaphern so keck kokettiert, als wolle Sarah als Rotkäppchen noir das Mädchen sein, das mit dem Wolf tanzt. Die beiden Songs wurden übrigens von Patrik Berger (Robyn) produziert.

Die Welt der Märchen ist Sarah McIntosh wohlvertraut, ist sie doch eine passionierte Leserin, die jüngst sogar eine Tournee durch englische Bibliotheken unternahm.

„Büchereien stecken voller Geschichten und Erinnerungen, und jeder Song, den ich für Good Natured schreibe, erzählt eine andere Geschichte, sei es eine aus eigener Erfahrung oder eine von mir erfundene. Büchereien kommen meinem Performance-Stil entgegen, denn ich will mit meinem Publikum ähnlich in Kontakt treten wie Bücher dies tun.“

Sarah McIntosh, hier als Gastkolumnistin der Times zitiert, ist dies fürwahr gelungen. Da muss man sich nur mal die Kommentare in all den Foren anschauen. Gerade das ansprechende Niveau ihrer Songtexte wird als erfrischend betrachtet und hat der jungen Künstlerin seitens der Kritik Vergleiche sowohl mit Kate Bush als auch mit The XX eingebracht.

The Good Natured, deren Songs von Anbeginn bei englischen Trend-DJs wie Nick Grimshaw, Huw Stephens und Jo Whiley hoch im Kurs standen, veröffentlichten mit „Warriors“ bereits 2009 übers Internet ihre erste EP. Sarah war da gerade mal 18 Jahre alt. Im selben Jahr folgte mit „Your Body Is A Machine“ die zweite EP und im letzten Jahr die Single „Be My Animal“. Höchst empfehlenswert sind auch die phantasievollen Videoclips der Band, die allesamt im Netz zu sehen sind.

Die EP „Skeleton“ zur gleichnamigen Single kommt am 7. Juli raus. Ein Album von The Good Natured ist für 2012 in Planung.

Fotos: McIntosh family/ EMI Music LTD

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