Sonntag, 13. Mai 2018 14:15 Uhr

Alvaro Soler übers Tanzen, ABBA und die Freundin

Alvaro Soler sieht aus wie der hübsche, bodenständige Wuschelhaarstudent von nebenan, macht aber vor allem heiße, spanische und richtig sommerliche Musik. Die neue Single „La Cintura“ des angehenden Superstars ist kürzlich erschienen und leider erst im September kommt sein Album „Mar de Colores“ raus. Wir haben den sympathischen 27-Jährigen zum Interview getroffen.

Alvaro Soler übers Tanzen, ABBA und die Freundin

Bodenständig und hinreißend sympathisch: Alvaro Soler. Foto: Mischa Schoemaker/WENN.com

In deiner neuen Single „La Cintura“ geht es um den Hüftschwung bei Männern oder? Hüftschwung ist aber nicht ganz so dein Thema?
Ich hab den Song geschrieben, also erstmal die Musik ohne die Lyrics. Und dann hab ich drauf gesungen „Porque la Cintura“ getextet, um die Melodie mit Text festzuhalten und um zu gucken wie das rüberkommt und so. Und dann habe ich halt irgendwie „La Cintura“ gesungen. Dann habe ich auch angefangen mit den Lyrics.  Zu sagen, dass ich jetzt kein Tänzer bin, aber auch total ok damit umgehen kann ist ja manchmal so ein Tabu in der Gesellschaft. So nach dem Motto ‚Nee, mach das lieber nicht und so‘. Obwohl, wenn ich zuhause wäre, dann würde ich auch tanzen. Ich hab auch gedacht, dass das eigentlich voll nervig war, weil ich Tanzen ja mag. Meine Musik ist ja auch happy und ich bewege mich halt auch. Ich wollte damit einfach nur darstellen, dass es ok ist, wenn man eben auch mal was nicht kann, weil man nicht perfekt ist. Bei vielen Latino-Songs ist es ja genau andersrum! Dann dachte ich, das kann auch mal ganz fresh sein, wenn man genau das Gegenteil erklärt. Ich glaube Selbstironie ist immer ganz cool – über sich selbst lachen ist wichtig.

Wie kam es zu der Kooperation mit Topmodel Toni Garrn in deinem Video zu „La Cintura“?
Das kam über einen Freund von meinem Manager. Der kannte sie. Wir hatten noch niemanden gefunden für die Rolle in dem Video und mussten eigentlich schon abfliegen. Es war ein bisschen knapp und dann hat mein Manager gemeint ‚Ey, wir fragen Toni‘. Wir haben sie dann angeschrieben und sie hat dann gesagt, dass sie die in der Nacht vorher bei den Oscars ist, aber danach hätte sie drei Tage frei. Dann dachten wir erstmal ‚Ja, mal gucken, wenn die Oscars dann davor sind?‘ Man weiß ja nie bei sowas. Nachher heißt es, dass sie den Zug verpasst hat und so. Dann meinte sie, dass sie im Flieger ist. Und LA und Kuba ist ja auch noch mal ’ne Zeitverschiebung. Sie musste dann um 2 oder 3 Uhr aufstehen. Wir haben uns dann in der Nacht davor getroffen und kurz Hallo gesagt und ihr erklärt, wie die Szenen ablaufen. Sie war total entspannt und kam auch alleine, ohne Entourage. Das war für uns sehr cool, weil wir immer Geld für die Kamera und so weiter ausgeben und nicht für Backstage. Sie hatte auch richtig Bock und das war echt schön.

Foto: Universal Muisic

Foto: Universal Muisic

Bei dem Musikvideo hatten wir dann auch die Strandszene. Wir sind dann früh morgens runter und haben geübt, damit uns keiner sieht, weil das ja auch ein bisschen peinlich ist. Wir haben uns übrigens nicht geküsst. Ich hab eine Freundin – da sterbe ich, wenn wir uns geküsst hätten (lacht).

Was werden wir auf dem Album hören?
Es gibt ne Entwicklung zum ersten von 2015. Es ist immer noch derselbe rote Faden. Die drei Jahre haben aber sehr geholfen, zu einer Identität der Songs, auch vom Sound her zu finden. Die Leute mögen das und es kommt gut an. Wir dachten, dass wir mit dem Album dann auch was Spezielles haben, gerade mit den Maringas. Es gibt auch noch eine Art von verschiedenen Instrumenten, die gemischt werden. Ich hatte dann auch eine R&B-Idee und die haben wir auch tatsächlich mit reingenommen. Wir haben das dann in unsere musikalische Welt transformiert und das ist sehr spannend. Wir haben so einen viel weiteren musikalischen Bogen eingefangen. Es ist aber noch nicht fertig, wir nehmen noch einiges auf. Wir sind auch sehr motiviert, gerade weil der neue Song auch Platz 1 bei den deutschen iTunes war und das gab’s ja vorher noch nicht. Wir waren noch nie so hoch in Deutschland – Spanien und Italien ist ja irgendwie klar. Aber das ist jetzt echt ’ne coole Herausforderung.

In unseren deutschen Castingshows hört man in den letzten Jahren danach nicht mehr viel von den Gewinnern. Was könnte der Grund dafür sein?
Ich war ja jetzt auch Juror bei ‚X-Factor‘ in Italien und meine Gruppe hat ja auch gewonnen. Die haben danach auch viel Aufmerksamkeit bekommen, aber nach einer bestimmten Zeit war nicht mehr viel los. Die Talentshows haben ja ein Label, das die Deals macht. Viele haben Schwieirikeiten damit, dass sie dann in einen bestimmten Style gepresst werden  -obwohl sie vielleicht lieber was anderes machen würden. Dann will das Label das, was der Künstler vorher in der Show gemacht hat und er sagt dann, dass das nicht sein Style ist und dann bist du mit den Leuten aber vier oder fünf Jahre in einem Vertrag drin und kannst dich nicht bewegen. Da muss man aufpassen.

Wenn man da reingeht, muss man klar wissen, was da passiert und ob es eben eine gute Wahl ist oder nicht.  In England und Italien läuft das besser. Bei X-Factor geht es eigentlich auch eher um die Juroren und nicht um die Teilnehmer. Auf einmal  kommen da die ganzen Alben raus von den Juroren. Die brauchen das wohl auch einfach…

Alvaro Soler übers Tanzen, ABBA und die Freundin

Alvaro mit klatsch-tratsch.de-Autorin Sophia. Foto: klatsch-tratsch.de

Was sagst du eigentlich zur ABBA-„Reunion“?
Finde ich geil. Supergut. Ich hab da voll Bock drauf. Ich bin zwar ein bisschen zu jung für die ABBA-Zeit und da habe ich das nicht so mitbekommen, wie zum Beispiel meine Eltern. Ich will eigentlich genau das erleben wie meine Eltern damals, deswegen ist es so ein bisschen Vintage-Feeling. Ich bin sehr gespannt darauf ob es ihr alter Sound bleibt oder ein neuer kommt. Vielleicht klingt es wie elektronische Musik von damals mit heute gemischt. Ich hab halt eigentlich keine Ahnung, ich dachte schon die wären tot oder so (lacht).

Bist du eitel?
Meine Freundin ist im Bad total schnell. Bei mir dauerts länger. Aber nicht weil ich eitel bin. Sie macht noch im Auto weiter mit ihrem Make-up ,während ich fahre. Ich mache viel mit meinen Haaren, weil die so wuschelig sind und manchmal im Gesicht hängen. Da muss immer ein bisschen Wachs rein.

Quelle: instagram.com

Das letzte Foto auf deinem Handy?
Das letzte Foto auf meinem Handy ist tatsächlich eins, das ich meiner Freundin geschickt habe. Ich, in unserer Lieblingsstraße hier in Berlin, die Alte Schönhauser Straße.

Für wen bist du bei der Fußball-Weltmeisterschaft?
Ich bin für Spanien. Wenn die aber verlieren, dann bin ich für Deutschland. Nein, mal im Ernst, ich bin ja in Spanien aufgewachsen. Ich fühle mich mehr spanisch als deutsch, auch wenn ich deutsch sprechen kann.

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