Alvaro Soler versteht, warum Künstler Suizid begehen

24.10.2018 19:52 Uhr

In letzter Zeit musste die Musikindustrie immer wieder traurige Tode verkraften, unter anderem nahmen sich die gefeierten Stars Avicii und Mac Miller das Leben. Auch der Berliner Sänger Alvaro Soler zeigt sich schockiert über die jüngsten Ereignisse.

Foto: Becher/WENN.com

Bis zu einem gewissen Grad könne er die Belastung nachvollziehen, die auf den Musikern lag. „Natürlich ist diese Welt, in der man sich als Künstler bewegt, oft total surreal und wenn man dann in ein Umfeld rutscht, das einen schlechten Einfluss auf einen ausübt oder man eben keinen Halt findet, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man in so eine Abwärtsspirale gerät, ohne es wirklich zu merken“, sagt er im Gespräch mit ‚BANG Showbiz‘.

Er wünscht sich Selbstmord-Prävention

„Wenn dann noch Druck von außen auf einen einwirkt, ist das natürlich eine toxische Kombination und der Grund, warum viele leider keinen Ausweg mehr zu sehen scheinen.“

Der ‚La Cintura‘-Interpret fügt hinzu, dass man wirkungsvoller in der Selbstmord-Prävention arbeiten müsse. „Das ist natürlich jedes Mal aufs Neue tragisch und traurig, weil es unter Umständen ja hätte verhindert werden können. Suizid kann einfach nie die Lösung sein!“, stellt er klar.

Und wie schafft es Alvaro selbst, dem konstanten Druck standzuhalten? „Ich habe das große Glück, dass ich ein Umfeld habe, in dem ich mich sehr behütet fühle und das mir wahnsinnig viel Kraft und Unterstützung gibt“, zeigt er sich dankbar.