Samstag, 30. Juli 2011 19:55 Uhr

Amy Winehouse: Wie alles begann – Die ganze Geschichte

London. Heute vor einer Woche starb Amy Winehouse. Seit letztem Jahr erwartete die Popwelt die Rückkehr der Sängerin, bis diese Hoffnung am 23. Juli 2011 zerstört wurde, als man die Sängerin tot in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Camden Town fand.

Amy Winehouse galt als eines der größten musikalischen Talente des 21. Jahrhunderts. Ihre Songs brachten den Pop-Soul der 1960er zurück in unsere Zeit. Sie öffnete einer neuen Generation von Singer-Songwritern den Weg, unter ihnen Lily Allen, Adele und Lady Gaga, Florence Welch von Florence & The Machine, Duffy oder Estelle. All das erreichte Amy Winehouse mit nur zwei Studioalben: 2003 mit ihrem Debütalbum „Frank“ und als sie 2006 mit ihrem zweiten Album „Back To Black“ einen Meilenstein der Popgeschichte setzte.

Rückblick: Im Sommer 2004 saß eine Runde britischer Musikexperten zusammen. Konzentriert versuchte sie, eine Vorauswahl zu treffen. Es ging um heiße heimische Alben der letzten 12 Monate. Welche davon erfüllten die Kriterien für den prestigeträchtigen Mercury Music Prize? Eine ganz bestimmte CD ließ damals die weltweite Renaissance von britischem Soul irgendwie vorausahnen.

Ihr unkonventioneller Anschlag war dabei fast schon verstörend. „Frank“ – das Debütalbum von Amy Winehouse – nominierte die Expertenrunde für den Mercury Award. Zuvor hatten ihn Pulp oder PJ Harvey, Talvin Singh oder Roni Size gewonnen. 2004 bekamen die Trophäe aber Franz Ferdinand. Und danach, ab 2006, wurde Winehouse den Juroren zu berühmt.

Ein Foto im Booklet von „Frank“: zwei High Heels, die auf einem dreckigen Bordstein herumliegen, erzählt mehr über Winehouse und darüber, was da kommen sollte, als sämtliche Tabloidgeschichten, die man später über sie ertragen musste.

2007 ging dann als Jahr von „Rehab“, als Jahr der (abgebrochenen) Entziehungskur in die Pop-Geschichte ein. Britney Spears‘ Rasierattacke zwischen zwei Entzugsanstalten, Robbie Williams‘ Fehlen bei den Brit Awards, Miss USAs: Tara Conners Rückfall, und natürlich Rehab-Traumpaar Pete Doherty und Kate Moss – sie waren das große Fressen für die Regenbogenpresse.

Manche sagen, dass es im Zeitalter der Super-Paparazzis (vier Jahre vor dem Abhörskandal bei der „News of the World“) nur noch einen sicheren Ort für Popstars gab – hinter den dicken Mauern der Klinik. Alles Quatsch? Erinnert sich vielleicht noch jemand an Charlie Parker, Billie Holiday, Johnny Cash, Eric Clapton, Keith Richards, Diana Ross, Whitney Houston…?

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