Dienstag, 18. Dezember 2018 09:52 Uhr

Andreas Gabalier: Klatsche gegen Zeitungen

Foto: AEDT/WENN.com

Volks-Rock’n Roller Andreas Gabalier verhöhnte zwei österreichische Zeitungen bei seinem Konzert. Der 34-Jährige eckt gerne hin und wieder mal an. Nun nutze er den Abschluss seiner Hallentournee dazu, zwei Medien anzugreifen, deren Berichterstattung ihm scheinbar nicht zusagt.

Andreas Gabalier: Klatsche gegen Zeitungen

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Vor 14.500 Fans in der Wiener Stadthalle griff er am Samstag (15. Dezember) die Tageszeitung ‚Der Standard‘ und die Wochenzeitung ‚Falter‘ an, die beide als linksliberal gelten. Da „ganz Wien heute in Tracht zum Gabalier gegangen ist“, seien deren Redakteure „undercover in der Halle“, um „verheerende Geschichten“ zu schreiben, verkündete er beim Konzert, wie sowohl der ‚Kurier‘, als auch die ‚Krone‘ berichten. Weil deren Chefredakteure nichts von christlichen Festen und Traditionen halten würden, hätten sie an Heiligabend nichts zu tun und könnten als „Ochs und Esel“ in seiner Weihnachtskrippe auftreten. Die beiden Zeitungen erhielten „Presseförderung in Millionenhöhe“, „um diesen Quargl abzudrucken“, sagte der Musiker.

Quelle: instagram.com

Gabalier macht Berichterstatter lächerlich

Durch die kritische Berichterstattung durch die Medien, die er als „Standort“ und „Flater“ bezeichnete, fühle er sich „ins rechte Eck gedrängt“. Nachdem er sein Publikum dafür gelobt hatte, dass es sich eine eigene Meinung gebildet“ habe, beendete er sein Statement mit den Worten: „Für den Skandal muss ich morgen wieder beichten gehen.“ Von seinem Publikum erntete er dafür Gelächter und Applaus.

Der ‚Falter‘, der nach eigenen Angaben jährlich rund 75.000 Euro Presseförderung erhält, reagierte mit einem Tweet seines Chefredakteurs Florian Klenk, der den Sänger zu einem Streitgespräch in die Redaktion einlud und später jedem Besucher des Konzerts ein vierwöchiges Gratis-Abo anbot.

Bisher soll er auf die Einladung nicht reagiert haben. Allerdings verriet er gegenüber der ‚taz‘, dass seitdem zahlreiche Abo-Anfragen von Gabalier-Fans bei ihm eingegangen seien: „Wir bedanken uns bei Gabalier für seine Marketingmaßnahme. Jetzt ist er hinter dem Innenminister Zweitbester in der Abo-Abteilung“. (Bang)

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