23.09.2020 12:57 Uhr

Angelo Kelly: Darum ist er wirklich bei den Kellys ausgestiegen

Kspricht über den Ausstieg aus der Familien-Band. Die Kelly Family erreichte zwischen 1974 und den 90er-Jahren mit ihrer Pop-, Rock- und Volkmusik, den ikonischen langen Haaren und den mittelalterlichen Bühnen-Outfits ungeahnte Erfolge weltweit.

Fotos: imago images / Jan Huebner & Christian Barz

2016 starteten einiger der Kelly-Geschwister ein gefeiertes Comeback, doch Angelo entschied sich 2020, auch dieses Kapitel in seinem Leben zu beenden.

Angelo Kelly wollte schon früher aussteigen

In der „NDR Talk Show“ erklärte der 38-Jährige nun: „Ich sah damals die Möglichkeit, dass wir das machen können, aber ich habe da auch sehr viel Energie, Zeit und Kraft reingesteckt. Ich dachte, das würde so zwei, drei Jahre gehen, vielleicht. Daraus wurden fast vier und es war auch mehr, als ich erwartet hatte.“

Und weiter: „Ein Jahr, bevor ich rausgegangen bin, hatte ich schon das Gefühl, ich mache nicht weiter, aber die anderen haben mich überredet und wir haben noch ein Jahr drangehängt.“

Angelo Kelly: Darum ist er wirklich bei den Kellys ausgestiegen

imago images / Gartner

Er musiziert jetzt mit seinen Kindern

Die gewonnene Zeit möchte der Familienvater nun mit seiner Ehefrau und den Kindern verbringen, mit denen er als „Angelo Kelly & Family“ ebenfalls Musik macht. Er scherzt über sein Band-Ende: „Es war noch rechtzeitig. Meine Kinder haben mich noch erkannt.“

Der Musiker lebt mit seiner Frau Kira und den fünf Kindern auf einem 8.000 Quadratmeter großen Anwesen bei Dublin. Die Entfernung hält sogar Corona davon ab, bei ihnen anzukommen. Angelo Kelly gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Wir haben hier unser kleines Stück Paradies, wo Corona nicht hinkommt. Wir tun alles dafür, dass das Virus es nicht herschafft.“

„Wir versuchen, komplett autark zu leben“

Denn neben eigenem Wald und Wasserquelle gehören auch eigene Gewächshäuser dazu. Kelly in dem Interview: „Wir versuchen, komplett autark zu leben. Wir haben Salate und Kartoffeln angebaut, mein ältester Sohn züchtet Hühner. Wir schlagen in unserem Wald Holz, haben eine eigene Wasserquelle auf dem Gelände. Das reicht alles für uns, für unseren Bedarf.“

Corona sei für Kelly aber nicht unerwartet gekommen: „Ich habe gedacht, es könnte was Schlimmes passieren und wollte darauf vorbereitet, möglichst unabhängig sein.“

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Von der Straße aufs Land

Wir haben auch lange am Rande der Gesellschaft, auf der Straße gelebt, da waren wir auch immer ein bisschen autark. Für Stadtmenschen ist das jetzt ja schwieriger. Keine Natur – das stelle ich mir schwer vor.“ (Bang/KT)