Montag, 25. Dezember 2017 15:50 Uhr

Anne-Marie: Der Shootingstar des Jahres im Interview

Eine der krassesten Newcomerinnen diesen Jahres ist definitiv Anne-Marie. Die süße Britin eroberte im Sturm die Herzen der Fans und mauserte sich vom Feature („Rockabye“ gemeinsam mit Clear Bandit und Sean Paul) zur eigenständigen Künstlerin, die schon jetzt von den Medien als neue Jessie J. gehandelt wird. klatsch-tratsch.de-Redakteur Dennis traf Anne-Marie zum Talk.

Anne-Marie: Der Shootingstar des Jahres im Interview

Foto: Damon Baker

Dein Album kommt im Frühjahr.
Ja genau. Es zeigt mein Leben in den letzten fünf Jahren, denn ich schreibe tatsächlich nur über die Dinge, die mir wirklich passiert sind. Es ist sehr persönlich und für mich eine sehr emotionale Reise, auf die ich die Hörer mitnehme.

Du hast in einem früheren Interview erzählt, dass du auch aktuelles Weltgeschehen auf dem Album thematisieren wirst. Wird das dann auch ein sehr politisches Album?
Nicht so krass. Ich bin zwar eine sehr politische Person und setze mich sehr mit dieser Thematik auseinander. Ich verstehe aber, dass Menschen nicht ständig überall politische Inhalte wollen. Ich bin mit Musik von Leuten wie Eminem und anderen Künstlern aufgewachsen, die tatsächlich über politische Ansichten gesungen haben. Dadurch hatte ich vermutlich recht früh einen Zugang zu solchen Themen. Auf meinem Album ist ein Song namens „Trigger“ drauf, der sich mit Waffengewalt beschäftigt. Ich streife politische Themen an, aber vertiefe mich jetzt nicht zu sehr darin.

Kollabo mit Ed Sheeran

Du hast für das Album auch einen Song mit Ed Sheeran aufgenommen.
Ja, wir sind schon sehr lange gut befreundet. Ich wollte schon immer mit ihm zusammenarbeiten, aber wir hatten nie Zeit dafür. Einmal war er in London und meinte zu mir: „Komm vorbei. Wir schreiben jetzt den Song“. Es lief einfach wunderbar. Ich wusste schon immer, dass er ein unglaublich guter Songschreiber ist, aber die Zusammenarbeit hat meine Vorstellungen übertroffen. Es floss einfach so aus ihm heraus und alles, was er sang, war von Anfang an perfekt. Ich finde das Ergebnis hat ein sehr nostalgisches Flair und erinnert mich an meine Kindheit. Ich hoffe das Leute, die auch in meiner Stadt groß geworden sind den Song lieben.

Du hast kürzlich Elton John getroffen …
Ihn kenne ich auch schon genauso lange wie Ed. Das Managementlabel, bei dem wir sind, ist seines. Elton John war also schon von Beginn meiner Karriere immer dabei und sieht auch alles was passiert. Man kann sich toll mit ihm unterhalten. Er ist ja auch schließlich schon durch alles gegangen. Genau wie Ed. Beide sind Weltstars – aber ganz auf dem Boden geblieben und einfach tolle Menschen, mit denen ich gerne Zeit verbringe. Sie inspirieren mich sehr.

Anne-Marie: Der Shootingstar des Jahres im Interview

Foto: Damon Baker

Viele deiner Songs handeln von schlimmen Beziehungen. Hast du so ein Händchen für Bad Boys?
Es scheint so. (Lacht) Ich hatte echt furchtbare Situationen, aber zum Glück konnte ich die mit meiner Musik verarbeiten.
Hat dich jemals einer deiner Exen angesprochen. So nach dem Motto: „Ey, singst ja über mich“?
Die, über die ich geschrieben habe, würden das nie machen. Aber ein anderer hat Mal gefragt, ob es über ihn sei und ich meinte nur „Nein, sorry“ (lacht)

Bevorzugt zielstrebige Männer

Auf was für Typen stehst du denn? Ich weiss, dass du als Teenager in Rapper Nelly verliebt warst …
(Lacht) Nelly verkörpert optisch viele der Dinge, die ich attraktiv finde. Ich würde aber nicht sagen, dass ich einen bestimmten Typen habe. Wenn ich jemanden sehe, dann funkt es oder eben auch nicht. Ich finde es aber sehr attraktiv, wenn Männer Ziele haben und diese auch aktiv verfolgen.

Du wirst häufig für deinen guten Style gelobt. Was ist dir bei Klamotten besonders wichtig?
Ich mag gerne Vintage-Kleidung. Alleine schon deshalb, weil es meistens Einzelstücke sind und dann ist es eher unwahrscheinlich, dass alle damit herumlaufen. Ich mag das nämlich gar nicht, wenn ich irgendwo bin und Leute dasselbe tragen. Ich versuche das immer zu vermeiden indem ich immer Dinge mixe und neu kombiniere. Mir ist es auch wichtig, dass meine Sachen bequem sind. Deshalb trage ich auch kaum High Heels oder richtig enge Sachen. Ich mag Baggys und T-Shirts.

Wie stehst du eigentlich zu Fan-Tattoos?
Das finde ich sehr besonders, denn Tattoos sind für immer da. Es beeindruckt mich jedes Mal. Das erste Mal habe ich das bei einem Fan gesehen, der zu all meinen Shows kam. Er bat mich darum einen Teil aus meinen Song „Do It Right“ für ihn mit der Hand zu schreiben. Das hat er sich dann auf die Brust tätowieren lassen. Es haut mich jedes Mal um, wenn ich mir überlege, dass Musik diesen Menschen so viel bedeutet. Musik gibt Menschen so viel, deshalb habe ich auch nie einen Song geschrieben, der keine Bedeutung hat.

Von wem würdest du dir denn ein Fan-Tattoo stechen lassen?
Vermutlich von jemanden wie Lauryn Hill oder Eminem.

Anne-Marie: Der Shootingstar des Jahres im Interview

Foto: Damon Baker

Bist du  in Weihnachtsstimmung?
Absolut und das schon seit Oktober. (lacht) Ich weiss, Leute hassen ja eigentlich solche Menschen, aber ich liebe einfach Weihnachten. Was könnte schöner als Weihnachtsbäume, diese ganzen Lichter und die Zeit mit den Lieben sein? Ich kann leider nicht soviel Zeit mit meiner Familie verbringen, wie ich es sonst gerne würde, deshalb wird es dieses Jahr für mich ein ganz besonderer Tag Zuhause sein. Ich mag es auch Geschenke für meine Lieben zu kaufen.

Fan von Christmas-Crackers

Was wirst du denn deiner Mama schenken?
Ich habe meine Mom gefragt was sie sich wünscht und sie meinte nur: Badekugeln. Ich meinte dann auch nur: „Ist das alles?“ Ich habe ihr also sowas in der Richtung besorgt.

Und was steht bei dir ganz oben auf der Wunschliste?
Ich habe mir nur Christmas-Crackers gewünscht. Das ist etwas total Britisches. Diese Teile beinhalten einen Weihnachtshut, ein Zettel mit einem Witz und ein kleines Geschenk. Ich kann dir gar nicht sagen warum ich die so liebe, aber ich tue es. Ich werde mir die auch zum Geburtstag wünschen. (lacht)

Was steht Weihnachten bei euch an?
Meine Schwester und ich gehen zu meinen Eltern. Es läuft meist so ab, dass wir morgens nach dem Aufstehen runtergehen, die Geschenke auspacken und danach gibt es dann ein großes Essen. Wir haben dann noch freunde und Verwandte da und mein Vater kocht das Essen. Er muss sich für dieses Jahr aber etwas Neues ausdenken, da ich seit Juni Vegetarierin bin.

Wie kam es, dass du Vegetarierin geworden bist?
Ich habe allgemein nie so viel Fleisch gegessen. Irgendwann nur noch Hühnchen und selbst das wurde immer seltener. Mein Problem war aber, dass ich auch nie wirklich Gemüse gegessen habe. Man kann sich aber auch nicht nur von Sandwiches und Pizza ernähren. Ich habe bei Netflix zu der Zeit auch diese Sendung namens „What the health“ gesehen und die zeigt recht eindrucksvoll was mit Fleisch im Körper eigentlich passiert. Natürlich steht Tierschutz ganz oben auf meiner Liste, aber natürlich auch wie Fleischkonsum uns und unser Leben beeinflusst. Ich musste mich dann selbst dazu zwingen Gemüse zu essen, das war dann richtig schwer als ich vorübergehend Veganerin wurde. (lacht) Ich trinke zwar auch keine Milch mehr, aber ich liebe Käse. Das ist das Problem, warum ich nicht mehr vegan leben kann.

Schon was für Silvester geplant?
Nein, noch nicht wirklich. Ich überlege aber in den Urlaub zu fahren, weil zwischen den Jahren im Musikbiz immer die Zeit ist, in der nicht viel los ist. Ich hatte überlegt eventuell nach Südafrika zu gehen. Ich möchte unbedingt in die Sonne.

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