Dienstag, 28. November 2017 13:59 Uhr

ARD-Sender zeigen Roger Waters die rote Karte

Roger Waters wird von ARD-Sendern boykottiert. Nachdem der 74-Jährige in der Vergangenheit mit antisemitischen Aktionen auf sich aufmerksam machte, reagierten nun mehrere Sender.

ARD-Sender zeigen Roger Waters die rote Karte

Foto: Andres Otero/WENN.com

Mit seiner Rockband Pink Floyd wurde er in den Siebzigerjahren weltberühmt allerdings verzichten nun mehrere ARD-Sender auf eine Präsentation der Konzerte Rock-Star Roger Waters in Deutschland. Der RBB teilte am Montag mit, dass der Sender damit auf die Antisemitismus-Vorwürfe gegen Waters reagiere. Sowohl sein Auftritt am 1. als auch am 2. Juni 2018 in Berlin würden somit nicht mehr von den RBB-Wellen Antenne Brandenburg und radioBerlin 88,8 präsentiert werden. Damit will der Sender ein klares Zeichen gegen die Boykott-Aufrufe des Sängers zu Israel-Auftritten anderer Künstler setzen.

Das bedeutet vor allem, dass die TV- und Radio-Werbung für die Shows entfällt.

Waters rief zum Boykott Israels auf

„Hier klar Position zu beziehen, ist für den RBB ein wichtiges Signal auch an die jüdischen Gemeinden in Berlin und Brandenburg“, erklärte Intendantin Patricia Schlesinger in einer Pressemitteilung. Andere ARD-Anstalten, unter anderem der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und der Westdeutsche Rundfunk (WDR), verzichten ebenfalls auf eine Präsentation des Musikers.

Der Ex-Pink-Floyd-Star rief immer wieder zum Boykott Israels auf und ließ auf Konzerten Ballons in Schweineform mit dem Davidstern aufsteigen. Außerdem gilt er als Unterstützer der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen). Diese internationale Bewegung setzt sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik ein.

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