Sonntag, 26. Mai 2019 20:45 Uhr

Ben Zucker über Helene Fischer und warum er keine Messages beantwortet

Ben Zucker (35) hat in Rekordzeit vollbracht, was bisher kaum einem anderen deutschen Künstler gelungen ist: In knapp zwei Jahren hat sich der charismatische Sänger zu einem ernstzunehmenden Musiker mit großer Fanbase gemausert, der sogar mit Schlagerstar Helene Fischer (34) auf Tour war. klatsch-tratsch.de traf den Berliner zum Talk.

Ben Zucker über Helene Fischer und warum er keine Messages beantwortet

Ben beim Redaktionsbesuch in dieser Woche. Foto: klatsch-tratsch.de

Deine aktuelle Single heißt “Wer sagt das”. Wann hast du das letzte Mal etwas über dich gelesen und hast dir gedacht “Wer sagt das?”
Ich glaube, es gab fast noch nie eine Schlagzeile über mich, bei der ich “Wer sagt das?” gedacht hätte. Allerdings ist der Tenor von “Wer sagt das” für mich ein anderer. Es geht eher darum, dass viele Menschen Sätze sagen, wie:“Das geht nicht. Das kann man nicht machen” oder “Das schaffst du nie, da musst du vorsichtig sein. Die anderen haben auch gesagt das klappt nicht.” Ich stell mir dann immer die Frage – Wer sagt das überhaupt, dass das nicht geht? Dass du beispielsweise nicht Astronaut werden kannst. Natürlich ist es sehr schwer und fast unmöglich, aber es besteht die Möglichkeit und auch die Chance. Mit dem Song will ich sagen, dass man an sich glauben und arbeiten soll. Ich denke, dass es damit einfacher wird seine Ziele zu erreichen.

Dein gleichnamiges Album erscheint am 7. Juni.
Es ist ein schönes Potpourris aus sämtlichen Emotionen, wie Melancholie, Sehnsucht, Liebeskummer, sogar eine Ode an meine Mama ist darin enthalten. Es ist ein gesunder Mix aus verschiedenen Gefühlslagen und es ist bestimmt für jeden was dabei.

Es ist ja auch dein zweites Album, das erste war sehr erfolgreich – entsteht da ein Druck?
Dass das erste Album so erfolgreich wird konnte keiner ahnen, dennoch war es sehr schön, dass es so gut gelaufen ist. Jetzt kommt das zweite und darauf sind wieder neue Facetten und Ideen enthalten. Dennoch bin ich mir, trotz des Erfolgs, treu geblieben und habe keine Experimente betrieben oder versucht, etwas ganz anderes zu machen. Ich wollte Musik machen, die meine Fans und auch ich selbst von mir kennen. Deswegen haben wir das Konzept des letzten Albums beibehalten.

Was war diesmal anders?
Dadurch, dass die Band diesmal mehr eingebunden war, hört man raus, dass das Album viel musikalischer und voluminöser geworden ist. Wir haben uns ganz gut weiterentwickelt und natürlich sind wir mit der Zeit souveräner geworden. Bestimmte Prozesse sind besser bekannt gewesen durch Erfahrungen, die wir mit der letzten Platte gemacht haben.

Ben Zucker über Helene Fischer und warum er keine Messages beantwortet

Foto: Ben Wolf

Viele nennen deine Musik Schlager. Andere wiederum würden jetzt eher von deutscher Pop sprechen.
Der Begriff Schlager ist mittlerweile sehr dehnbar geworden. Mir selbst ist es nicht so wichtig in welches Genre ich mit meiner Musik falle. Ich möchte mit meinen Songs die Menschen berühren. Ob es jetzt für die einen Schlager und für die anderen Popmusik ist, steht für mich an zweiter Stelle. Ich bin einfach gerne Sänger.

Was hat sich deiner Meinung nach denn bei Schlager verändert?
Früher war es eher kostümierter, sei es mit Leder-Hose und Dirndl. Das ist heutzutage nicht mehr so und auch das Publikum ist viel jünger geworden.

Wie würdest du deine Fanbase beschreiben?
Tatsächlich von 8 Jahren bis 88 Jahren. Es ist wirklich schön zu sehen, dass sowohl jung als auch alt zu mir kommt und sich gleichermaßen freut. Für mich ist es ein schönes Gefühl zu wissen, dass man eine große Bandbreite bedienen kann.

Bei Teenie-Bands fliegen oft Teddybären und ähnliches auf die Bühne, was fliegt bei dir?
Bisher noch keine Tomaten. (lacht)

Wie muss denn ein Wochenende bei dir sein, dass du sagst: “Geile Zeit”!
Zuhause alleine Playstation spielen! Da kann ich am besten den Kopf frei bekommen und wieder auftanken. Zudem freue ich mich auch immer sehr Zeit mit meine Familie zu verbringen.

Couchpotato oder Partyanimal – Was würdest du wählen?
Couchpotato (lacht) Aber ich bin nicht wirklich ein Couchpotato. Ich mache immer etwas und bin gerne aktiv. Was Party machen angeht bin ich meistens eher raus. Ich gehe gern mal auf einen Geburtstag, aber in einem Club wirst du mich nicht treffen.

Ich habe gehört, dass du Socken designest. Was hat es damit auf sich?
Ich trage schon mein Leben lang verschiedene Socken. Ich kann mich noch erinnern, dass ich irgendwann zu meiner Mutter gesagt habe sie braucht die Sockenpaare nicht mehr zu sortieren. Dann hat sich das so ergeben, dass ich unterschiedliche Socken getragen habe. Für mich ist es auch ein kleines Ritual, das mir morgens hilft in die Gänge zu kommen.

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Du warst ja mit Helene Fischer auf Tour.
Ja, sie war sehr souverän. Ich hatte zuerst davon gesprochen, sie zu unterstützen, aber sie meinte direkt ‘vergiss das Wort „unterstützen“ – wir machen ein Doppelkonzert’. Sie hat mich in meiner Arbeit bestärkt und mir ihr Vertrauen gegeben. So kam auch das Duett mit ihr zustande. Das war natürlich der Ritterschlag für mich und eine gute Inspiration.

Hat man Backstage viel miteinander zu tun?
Man sieht sich natürlich öfter, aber da die Vorbereitungen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, ist da leider keine Zeit um tiefere Gespräche zu führen. Ihr Team besteht aus ungefähr 200 Mitarbeitern und vor dem Auftritt probt sie viel mit ihren Tänzern oder bespricht noch Details vor der Show.

Was war dein aufregendstes Fan Erlebnis?
Als ich auf Tour war, hatte sich eine Frau eine Umarmung gewünscht und ich bin zu ihr gegangen. Dabei hat sie mir erzählt, dass sie eigentlich mit ihrer Mutter zu dem Konzert kommen wollt, die leider vor zwei Wochen gestorben ist. Das war für mich ein sehr bewegender Moment und ich habe sie umarmt und ihr viel Glück gewünscht.

Quelle: instagram.com

Wie wichtig ist für dich Instagram oder Social Media, um in der Musikwelt bestand zu haben?
Ich teile gerne Informationen bezüglich meiner Musik auf meinem Instagram-Kanal, bin aber nicht so extrem aktiv, wie vielleicht andere Künstler. Klar möchte ich, dass meine Fans auf dem Laufenden bleibe aber mein tiefstes Privatleben muss ich nicht bei Social Media teilen. Vor allem gewöhnen sich die Abonnenten daran, wenn sehr oft und häufig gepostet wird, da entsteht auch ein Druck, der damit einhergeht. Ich habe für mich entschieden, dass ich lieber weniger teile, dafür aber auch die wichtigsten Infos für meine Fans zusammenfasse.

Bei Instagram gibt es ja die Möglichkeit den Künstler privat zu schreiben. Früher hat man als Fan ja eher Briefe geschrieben. Wie gehst du damit um?
Nein, das mache ich nicht. Aus dem Grund, da wirklich viele Nachrichten kommen und ich gerne die Zeit hätte jedem zu schreiben, aber leider habe ich die nicht. Ich fände es nicht fair, wenn ich einigen Nutzern antworten würde und anderen nicht. Deswegen habe ich mich konsequent dagegen entschieden. Ich möchte nah an meinen Fans sein und deswegen gebe ich Autogrammstunden und nehme mir die Zeit bei meinen Konzerten. Ich bekomme am Tag um die 500 Nachrichten, die kann ich an einem Tag nicht alle beantworten, leider.

Was hast du dieses Jahr noch geplant?
Ich habe ziemlich viele Sommer-Open Airs, da freue ich mich sehr drauf, weil viele schöne Sachen dabei sind. Dann kommen noch etliche TV-Shows und gegen Ende des Jahres zielt alles auf meine Arena-Tour ab. Darauf freue ich mich extrem.

Quelle: instagram.com

Worauf dürfen sich die Fans dann freuen?
Ganz einfach – auf ein großartiges Konzert. Wir werden das so Vorbereiten, dass danach die Hallen geschlossen sein werden, weil sie saniert werden müssen. (lacht) Ich möchte, dass wir da ganz viel Spaß haben und dass meine Fans einen wirklich unbeschreiblichen Abend verbringen.

Was war das letzte Konzert, dass du besucht hast?
Das letzte Konzert, das ich besucht habe war von der Kelly Family.

Seid ihr befreundet?
Wir kennen uns und sind ganz eng miteinander verbunden. Ich höre sie schon seit dem ich neun Jahre alt bin. Ich erinnere mich, dass ich damals auf dem Alexanderplatz stand und die Kelly’s aufgetreten sind. Das war tatsächlich auch mein allererstes Konzert. Das sind ja Weltstars und es macht Spaß zu sehen, wie sie sich entwickelt haben und wie bodenständig sie sind.

 

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