Samstag, 9. Mai 2020 21:56 Uhr

Berliner Clubs wollen wieder öffnen – und zwar so

Dj Bianka Banks im leeren Klunker Kranich in Berlin. Foto: imago images / Emmanuele Contini

Wegen der Corona-Krise sind die Clubs seit knapp zwei Monaten geschlossen. In Berlin plädieren sie für eine Öffnung ihrer Open-Air-Flächen. Dabei orientieren sie sich an einem Konzept der litauischen Hauptstadt.

Nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Maßnahmen setzt die Berliner Clublandschaft auf eine Öffnung ihrer Open-Air-Flächen.

Nach dem Vorbild anderer Städte – wie beispielsweise Vilnius – fordere man auch für Berlin eine generelle Öffnung der Freiflächen bis 24.00 Uhr, teilte die Berliner Clubcommission mit. Das Musikprogramm solle allerdings bereits um 22.00 Uhr beendet werden.

Die Ausnahme solle bis 15. Oktober befristet sein und es den bedrohten Clubs ermöglichen, wenigstens auf Teilflächen unter Beachtung aller Hygieneregeln den Sommer über einen Open-Air-Betrieb für „die kulturhungrigen Gäste“ anzubieten.

Mit Mundschutz auf die Tanzfläche!?

Der Verband schlägt Regeln wie den Einlass mit Mund-Nasen-Bedeckung und über ein personalisiertes Online-Ticketsystem. Beim Betreten und Verlassen soll jeweils das Ticket gescannt werden, damit eine Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter für 30 Tage möglich bleibt. „Für das Booking werden in erster Linie in Berlin lebende Künstler*innen bevorzugt.“

Clubs, die nicht über geeignete Flächen verfügten, sollten bei den Straßen- und Grünflächenämtern im vereinfachten Verfahren Sondernutzungsgenehmigungen für geeignete Straßen oder Plätze erhalten, hieß es weiter. Die Berliner Clubs sehen ihre Existenz wegen der wochenlangen Schließung in der Corona-Krise bedroht. Ihre Umsätze sind massiv eingebrochen. (dpa/KT)

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