10.10.2020 12:06 Uhr

Black Sabbath: 50 Jahre «Paranoid»

Wer hat's erfunden? Antwort: Black Sabbath - wenn es um Heavy Metal geht. Ihr Kultalbum «Paranoid», das damals die Musikwelt verrückt machte, legte den Grundstein dafür. Das 50. Jubiläum des Albums darf gefeiert werden.

Bmg/Sanctuary/Warner/dpa

Vor 50 Jahren mischten Black Sabbath die Musikwelt auf. Am Freitag, 13. Februar 1970, veröffentlichten ein gewisser Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward ihr erstes Album „Black Sabbath“, auf das schon im September ein neues Werk folgte.

Und das neue Album „Paranoid“ sollte für Furore und Rekorde sorgen, denn damit entstand eine neue Musikform – Heavy Metal. Härter noch als der damals gerade im Entstehen begriffene Hard Rock, gemischt mit ein wenig Satanismus und Okkultismus. Und Frontman Ozzy Osbourne sollte den Fans später mit seinem berühmten Fledermaus-Biss auf der Bühne das Gruseln beibringen.

Vor allem der Titelsong „Paranoid“ hatte es in sich. Dabei war das Stück gar nicht geplant, wurde nur schnell als Einsteiger für das Album improvisiert. Und überhaupt – auch das Album war damals so nicht konzipiert, sollte eigentlich „War Pigs“ heißen – nach dem ursprünglich geplanten Titel „Walpurgis“. Doch wegen möglicher Konnotationen mit dem Vietnam-Krieg verzichtete die Band aus Birmingham, die sich eigentlich ein satanisches Image gab, auf den martialischen Titel. Dennoch, das ursprünglich konzipierte Artwork zu „War Pigs“ – Schwein und Schwert – blieb dann auf dem Cover.

Aus Angst vor Materialmangel kreierte die Band dann innerhalb von 30 Minuten – so die Überlieferung – den Lückenfüller, der dann zum Einsteiger einer neuen Musikrichtung wurde. Und Butler wollte den Song zunächst nicht auf dem Album haben, weil er ihm zu sehr nach Led Zeppelin klang.

Die Band spielte in ihrer ursprünglichen Besetzung noch bis 1977. Dann aber wurde Osbourne nach zahlreichen Alkoholeskapaden und wegen Drogenproblemen aus der Band ausgeschlossen. In wechselnder Besetzung, unter anderem mit den Sängern Ian Gillan und Glenn Hughes von Deep Purple, trat Black Sabbath noch bis 2017 auf, ehe sich die Band zum Ende ihrer Abschiedstournee „The End“ auflöste.

Ozzy Osbourne, der von seinen Fans den Beinamen „Godfather of Metal“ erhalten hatte, setzte seine Karriere als Solokünstler fort. Anfang diesen Jahres zog er sich nach Bekanntgabe seiner Parkinson-Erkrankung zurück.

„Paranoid“ wurde zum bekanntesten und bestverkauften Album von Black Sabbath. Zum 50. Jubiläum ist nun eine Neuauflage des Klassikers erschienen, natürlich als „PARANOID SUPER DELUXE EDITION“. Das Set – entweder auf CD oder auf Vinyl – beinhaltet neben dem ursprünglichen Album den seltenen 1974 Quad Mix des Albums. Seinerzeit erstmalig auf Vinyl und 8-Track Tonabnehmer veröffentlicht und schon lange nicht mehr erhältlich, wurde es jetzt auf Stereo gemixt. Dazu gibt es noch zwei Konzerte der Band von 1970, aufgenommen in Montreux und Brüssel.

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