Sonntag, 28. Oktober 2018 21:26 Uhr

„Bohemian Rhapsody“ als knallbuntes Sittengemälde der 70er Jahre

„Bohemian Rhapsody“ ist Glamour soweit das Auge reicht: Für die Farbpalette der 70er bräuchte man heute einen Waffenschein! Freddie Mercury ist seit mehr als 20 Jahren tot, aber seine Stimme nicht. Mit Hilfe des Mini-Chamäleons Rami Malek, der sich getraut hat, die Rock-Ikone zu spielen, kehrt Freddie Mercury zurück auf die Leinwand – und zwar auf die ganz große!

„Bohemian Rhapsody“ als knallbuntes Sittengemäde der 70er Jahre

Foto: 2018 Twentieth Century Fox

Maloche statt Make up

Glamour ist erst einmal nur ein Traum, eine Sehnsucht, den Freddie (Rami Malek) hat. Ein Elternhaus mit festen Regeln, von einer Mitgliedschaft in einer Band ist der sprillige Mann weit entfernt. Er malocht am Flughafen Heathrow als Gepäckablader. Von der Hilfskraft ist nicht mehr viel zu spüren, wenn Freddie abends ausgeht. Und wie er ausgeht, er flieht geradezu, er bleibt nicht zu Hause kleben, mischt sich ins Getümmel in den Klubs und mit einer Mischung aus Chuzpe, Frechheit und Trotz heuert er bei einer Band an, die gerade ihren Sänger verloren hat.

Freddies Extravaganz ist immer zu spüren, dass er nicht im Mittelmaß Durchschnittsplatten im Akkord liefern wird, ist auch dem Manager klar. Ihn einfach als spinnerten Paradiesvogel abzustempeln ging auch nicht, denn mit Queen – so nennt sich die Combo inzwischen – kann Geld verdient werden.

Freddies Freunde

Die Co-Stars neben Rami Melek sind Lucy Boyton (24, „Apostle“). Sie spielt die Frau an Freddies Seite – erst als Geliebte und später als Freundin. Gwilym Lee (34, „Inspektor Barnaby“) ist der Gitarrist Brian May – cool, analytisch – Mathematik eben, wenn man von seiner Frise mal absieht. Ben Hardy (27) gibt den Schlagzeuger Roger Taylor und der wunderbare Joe Mazzello (35, „Jurassic Park“) spielt den Bassisten John „Deacy“ Deacon. Ein Sternstundenmoment in „Bohemian Rhapsody“ präsentiert Aidan Gillen („Game Of Thrones“) als erster Manager der Queen John Reid. Tom Hollander („The Night Manager“), der sowieso alles spielen kann, ist danach der Anwalt und Geschäftsführer der Band als Jim „Miami“ Beach und auch er hat goldene Momente in seinen Auftritten.

„Bohemian Rhapsody“ als knallbuntes Sittengemäde der 70er Jahre

Rami Malek. Foto: 2018 Twentieth Century Fox

Sittengemälde der 1970er

„Bohemian Rhapsody“ ist ein Stück Zeit- und Musikgeschichte mit der Hammermusik von Queen. Und was haben die Herrschaften dereinst  für tolle Songs geliefert! „Another one bites the dust“ oder „Who wants to live forever?“ um nur mal zwei der quasi zeitlosen Titel zu nennen – und wetten, dass sich bei jedem Zuschauer ganze eigene Erinnerungen hochkommen? Queen-Songs sind Lebensbegleiter geworden und der Film feiert das Vermächtnis in allen Facetten. (Kinotante Katrin)

„Bohemian Rhapsody“ als knallbuntes Sittengemäde der 70er Jahre

Foto: 2018 Twentieth Century Fox

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