Freitag, 29. Dezember 2017 09:00 Uhr

Bono: „Musik ist mädchenhaft geworden“

Bono übt Kritik an der aktuellen Musikszene. Der U2-Frontmann ist bereits seit 41 Jahren mit seiner Band in der Weltgeschichte unterwegs und hat deshalb auch eine fachkundige Meinung zum gegenwärtigen Zustand der Musikindustrie.

Bono: "Musik ist mädchenhaft geworden"

Foto: Oscar Gonzalez/WENN.com

Im Interview mit dem ‚Rolling Stone‘-Magazin bemängelt er: „Ich finde, dass Musik sehr mädchenhaft geworden ist. Das hat auch gute Dinge an sich, aber Hip-Hop ist momentan der einzige Platz für junge, männliche Wut – und das ist nicht gut. Als ich 16 war, hatte ich viel Wut in mir. Man muss einen Platz dafür und für Gitarren finden, auch wenn es mit einem Trommelsynthesizer geschieht – das ist mir egal.“

Nach der Aufnahme ist es vorbei

Der Ire führt weiter aus: „In dem Moment, in dem etwas konserviert wird, ist es verdammt noch mal vorbei. Man könnte es genauso gut in Formaldehyd legen. Was ist Rock ’n‘ Roll am Ende? Wut sitzt im Herzen davon. Viele großartige Rock ’n‘ Roll-Bands haben das, das ist auch der Grund, weshalb The Who so eine tolle Band waren. Oder Pearl Jam. Eddie [Vedder] hat diese Wut.“

Trotz seiner langjährigen Erfahrung im Musikbusiness findet der Star nicht, dass ihm die Arbeit nun leichter von der Hand geht: „Das Einfühlen in die Songs war eine größere Herausforderung als ich dachte. Sie sind sehr fordernd hinsichtlich ihrer emotionalen – nach welchem Wort suche ich – Ehrlichkeit.“

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