12.05.2020 14:28 Uhr

Bryan Adams: Shitstorm wegen dieser Äußerung

imago images / Rudolf Gigler

Auch der kanadische Rockstar Bryan Adams musste seine Konzerte wegen der Corona-Krise absagen. Der „Summer of 69“-Sänger und Üromi-Fotograf ließ sich das nicht gefallen und machte seiner Wut nun auf Instagram Luft. Für seine Kommentare bekam er nun reihenweise Kritik.

Sänger Bryan Adams (60) war nämlich sehr erbost darüber, dass mehrere Konzerte in der Royal Albert Hall in London gecancelt wurden. Den Schuldigen dafür hatte Adams schnell gefunden: die Verkäufer auf den chinesischen Wet Markets.

Quelle: instagram.com

Vegan leben ist die Lösung?

„Heute Nacht hätten eine Reihe von Gigs in der Royal Albert Hall begonnen, aber dank beschissener Fledermaus-essenden, Wet-market-Tier-verkaufenden, Virus-verursachenden, geizigen Bastarden steht die Welt nun still. Ganz zu schweigen von denen, die an dem Virus leiden oder gar gestorben sind“, schreibt der 60-Jährige. In dem Instagram- Video singt der Kanadier einen Song von sich aus dem Jahr 1983 namens „Cuts Like A Knife“ (dt. wie ein Stich ins Herz). Für viele seiner Fans war das nun ebenfalls ein Stich ins Herz.

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CUTS LIKE A KNIFE. A song by me. Tonight was supposed to be the beginning of a tenancy of gigs at the @royalalberthall, but thanks to some fucking bat eating, wet market animal selling, virus making greedy bastards, the whole world is now on hold, not to mention the thousands that have suffered or died from this virus. My message to them other than “thanks a fucking lot” is go vegan. To all the people missing out on our shows, I wish I could be there more than you know. It’s been great hanging out in isolation with my children and family, but I miss my other family, my band, my crew and my fans. Take care of yourselves and hope we can get the show on the road again soon. I’ll be performing a snippet from each album we were supposed to perform for the next few days. X?? #songsfromisolation #covid_19 #banwetmarkets #selfisolation #bryanadamscutslikeaknife #govegan?

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Dabei hätte man den Virus, seiner Meinung nach, ganz leicht abwenden können: „Meine Nachricht an sie, außer ‚Habt ihr ja verdammt toll gemacht!‘, ist: werdet vegan.“ Laut Medienberichten war der Post zunächst auch auf dem Twitter-Profil des Musikers zu lesen, wurde dann aber entfernt. Viele Nutzer kritisierten nichtsdestotrotz die Aussagen als rassistisch und enttäuschend. Andere zeigten hingegen Zustimmung und hoben den Einsatz des langjährigen Veganers für Tierrechte hervor.

Empörung in Kanada

In der Gemeinschaft chinesischstämmiger Kanadier sorgte die Äußerung für Entrüstung. Amy Go, die Präsidentin der Organisation CCNC-SJ, die sich für die Rechte chinesischstämmiger Kanadier einsetzt, wies auf die Vorbildrolle des Musikers hin: Viele Leute schauten zu Adams als Idol auf. Seine Äußerungen rechtfertigten einen rassistischen Hass, der ohnehin seit der Corona-Pandemie gegen Chinesen und Asiaten allgemein in Kanada aufgekommen sei, sagte Go dem Sender CBC: „Das ist so unverantwortlich und einfach so, so, so, so rassistisch.“

Auch auf Twitter lassen sich Nutzer über die Äußerungen aus: „Wie viele Menschen sind schon gestorben und du heulst darüber, dass ein paar Shows abgesagt wurden?“ oder „Selbst Kanadier wie Bryan Adams posten rassistische und xenophobische Scheiße. Dieser Post ist super widerlich. Und faktisch unkorrekt.“ Ob dieser Shitstorm verdient ist? (Kut/dpa)

Was sagt ihr: Sind die Reaktionen auf Bryan Adams' Äußerungen gerechtfertigt?

Ja, total! Das ist mega rassistisch.
Nein, absolut nicht. Was soll daran rassistisch sein?
Ja, schon. Es dreht sich nicht alles nur um ihn

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