18.12.2019 11:47 Uhr

Campino über „Die Toten Hosen“: „Da sehen wir aus wie ein Seniorenheim“

Foto: Radio Bremen/Frank Pusch

Seit 37 Jahren rocken Die Toten Hosen die Bühnen der Republik. Im nächsten Jahr steht für die Herrschaften wieder eine große Deutschlandtour an. Doch auch wenn die Düsseldorfer fit wie eh und je wirken, geht der Zahn der Zeit auch an ihnen nicht spurlos an ihnen vorbei.

Für ihre extrem kräftezehrenden Tourneen habe die Band deshalb inzwischen die notwendigen Vorsorge-Maßnahmen getroffen, wie Frontmann Campino (57) in der Voraufzeichnung der Radio-Bremen-Talkshow „3nach9“ am kommenden Freitag verrät. „Wenn wir angeschlagen sind, wenn wir eine Sehnenverletzung haben – die Tour geht weiter. Dann musst du das natürlich behandeln. Und das ist mittlerweile so ein dermaßener Sachschaden, dass du lieber sagst, wir holen uns einen Physio für die Tour, als dass die Sachen ausfallen müssen.“

Campino über "Die Toten Hosen": "Da sehen wir aus wie ein Seniorenheim"

Foto: Radio Bremen/Frank Pusch

„Das darf keiner fotografieren“

Oft beginne die Behandlung direkt nach dem Gig. „Wenn wir es in den 80ern geschafft haben in ein Hotel mit Swimmingpool, dann waren wir da früher oder später auch drin in der Nacht nach dem Konzert“, so Campino bei „3nach9“. „Und das sah anders aus, als es seit den 2000ern aussieht, wenn wir von der Hoteldirektion den Pool geöffnet bekommen und dann da unsere Trampelübungen machen. Wir sehen aus wie ein Seniorenheim, das Wassertreten übt. Wir haben uns geschworen: Keiner darf das fotografieren. Das bleibt unter uns.“

Doch damit nicht genug. Neben der Fitness achten Die Toten Hosen auch akribisch auf die Ernährung. Seine letzte Mahlzeit nimmt Campino am späten Nachmittag zu sich, bevor es erst am nächsten Tag mit dem Frühstück weitergeht. „Ich esse jeden Tag um 16 Uhr meine kleine Portion Pasta und das war es für den Tag“, sagt der Sänger in der Talkshow mit Judith Rakers und Giovanni diLorenzo. Auf Experimente müsse das Kochteam bei ihm und seinen Bandkollegen daher weitgehend verzichten. „Wir müssen einfach körperlich gucken, wo wir sind, und da gibt es einen ganz strengen Plan.“