14.08.2020 15:49 Uhr

Charts der Woche: Deep Purple landen neuntes Nummer eins-Album

Im Juli 1970 feierten Deep Purple mit "In Rock" ihre erste Spitzenplatzierung in Deutschland. Jetzt, 50 Jahre und unzählige Alben später, sind sie wieder auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Charts und zwar mit "Whoosh!". Es ist das neunte Nummer eins-Album der englischen Kult-Rockband.

earMUSIC/Ben Wolf

Da können weder Vorwochsieger Apache 207 („Treppenhaus“, vier) noch die weiteren höchsten Neueinsteiger Brüder4Brothers, Frei.Wild & Orange County Choppers („Brotherhood“, zwei) und KitschKrieg („KitschKrieg“, drei) mithalten. Dank dem physischen Release von „Folklore“ schiebt sich Taylor Swift von 16 auf fünf.

Auch Taylor Swift bricht alle Rekorde

Aber auch international läuft es extrem gut für Taylor Swift. Sie ist das Maß aller Dinge: Swift ist die Künstlerin mit den meisten Songs in den US-Charts. So brach sie den Rekord für die meisten „Billboard Hot 100“-Einträge von Frauen in der Geschichte der US-Charts. Dabei liegt sie mit 113 Liedern vor der US-Rapperin Nicki Minaj mit 110. Das berichtete das „Billboard“-Magazin, das die US-amerikanischen Charts veröffentlicht.

Doch zurück nach Deutschland: In den Offiziellen Deutschen Single-Charts hat der Sommerhit noch einmal ordentlich Fahrt aufgenommen, denn Jawsh 685 & Jason Derulo klettern mit „Savage Love (Laxed – Siren Beat)“ erstmals an die Spitze.

Der Sommerhit des Jahres veränder alles

Der weltweit erfolgreiche Ohrwurm geht auf einen Teenager aus Neuseeland und einen Tanztrend im Videoportal Tiktok zurück. Die Marktforscher von GfK Entertainment in Baden-Baden als deutsche Musikchartsermittler kürten das Lied von Jawsh 685 & Jason Derulo zum „Offiziellen Sommerhit“ 2020.

Beim diesjährigen Sommerhit des Jahres ist aber alles anders: Normalerweise bestimmen Clubs mit darüber, welcher Song zum Sommerhit wird – doch diesmal müssen die Diskotheken ihre Türen geschlossen halten. Den Ohrwurm der Saison gibt es trotzdem: Es ist eine Melodie vom anderen Ende der Welt.

Das ist die Geschichte dahinter

Der Song hat eine bewegte Geschichte, und die geht so: Hinter dem Pseudonym Jawsh 685 steckt eigentlich Joshua Christian Nanai aus dem neuseeländischen Auckland. Er nennt sich gelegentlich auch Joshua Stylah. Er veröffentlichte letztes Jahr einen ursprünglich rein instrumentalen Track namens „Laxed (Siren Beat)“. Im Sommer 2019 erfuhr das bei Youtube zunächst nur mäßige Resonanz.

Im Frühjahr 2020 wurde dann aber ein etwa 15-sekündiger Spot mit dem eingängigen Sound des 17-Jährigen bei Tiktok zum Hit. Zunächst ging die kurze Melodie mit einer Dance-Challenge viral. Schließlich verselbständigte sich das Ganze im Corona-Frühjahr. Mit Jason Derulo im Gepäck wurde die Nummer dann auch außerhalb von TikTok zum großen Hit.

Galerie

So werden die Charts ermittelt

Die höchsten Neueinsteiger „Unterwegs“ (KitschKrieg & Jamule) sowie „24 Stunden“ (Samra) kommen hinter „Bläulich“ (Apache 207, zwei) auf drei und vier zum Stehen.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und sind das zentrale Erfolgsbarometer für Industrie, Medien und Musikfans. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.

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