17.04.2020 14:43 Uhr

Charts der Woche: Ramon Roselly wird von Rockern vertrieben

Mischa Lorenz/Electrola

Eigentlich kann es in den Offiziellen Deutschen Album-Charts nur einen Gewinner geben. In dieser Woche ist das die finnische Metalband Nightwish, die mit „Human. :II: Nature.“ die dritte Nummer-eins-Platte ihrer Laufbahn erzielt.

Doch auch Ramon Roselly („Herzenssache“) geht nicht leer aus. Für die Krone hat’s nicht ganz gereicht. Obwohl der frischgebackene RTL-Superstar „nur“ den Silberplatz erreicht, legt er dennoch den besten „DSDS“-Albumstart seit Beatrice Egli („Glücksgefühle“, zwei) im Jahr 2013 hin – interessanterweise ebenfalls ein Schlager-Act.

Der frisch gekürte DSDS-Gewinner präsentiert übrigens heute Abend bei ‚Let’s Dance‚ seinen Siegersong „Eine Nacht“ in der fast leeren Halle Am Coloneum in Köln-Ossendorf!

Im Zeichen der Quarantäne

Damit selbst in Corona-Zeiten keine Langeweile entsteht, haben Frei.Wild ein „Corona Quarantäne Tape“ aufgenommen, das die Südtirol-Rocker nun auf Rang drei einlegen.

Zwischen karibischen Korallenriffen und rustikalen Rock-Riffs sind die weiteren Neuzugänge unterwegs. Captain Cook und seine singenden Saxophone („Komm auf mein Traumschiff der Liebe“) präsentieren Fernweh-Schlager an fünfter Stelle, Dool locken auf Position neun ins „Summerland“.

In den Single-Charts sind sieben New Entries zu vermelden; einer von ihnen ist „Victoriam”. Das Corona-Charity-Lied des aus über 100 Musikern bestehenden Projektes Sinfoglesia startet als höchster Nicht-Rap-Song auf Platz 51.

Ganz oben erobert The Weeknd („Blinding Lights“) die Krone zurück und steht zum neunten Mal vorne. Die HipHopper Samra („BaeBae“, zwei) und Bonez MC („Shotz Fired“, vier) knacken die Top 5.

So werden die Charts ermittelt

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und sind das zentrale Erfolgsbarometer für Industrie, Medien und Musikfans. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege.

Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.