Freitag, 27. September 2019 12:09 Uhr

Cher in Berlin: Das waren die Reaktionen

Foto: Paul Zinken/dpa

Musik-Ikone Cher befindet sich derzeit auf Europa-Tournee. Am 26. September machte die Sängerin Halt erstmals nach 15 Jahren wieder Halt in Deutschland und trat vor einer ausverkauften Mercedes-Benz-Arena in Berlin auf. Dabei präsentierte sich die US-Künstlerin in einer gewohnt schrillen Aufmachung.

Trotz ihren jugendhaften 73 bewegt sich Cher, die in der  Nobel-Herberge „Hotel de Rome“ residierte, noch wie in jungen Jahren über die Bühne. Allerdings zog die Künstlerin am gestrigen Abend nicht nur mit ihrer musikalischen Darbietung alle Besucher in ihren Bann. Besonders das schrille Outfit der Sängerin brachte die Fans der Ikone mal wieder zum Staunen. Die US-Amerikanerin ist ja dafür bekannt, dass sie sich stets in  aufwendigen Perücken und Garderobe präsentiert, die fast an den offenherzigen Bühnenfummel ihrer jüngeren Gesangskollegin Madonna heranreicht. Gestern trat die Künstlerin auch mit opulentem blauem Haupthaar vor ihr Publikum.

Cher in Berlin: Das waren die Reaktionen

imago images / MediaPunch

Neben drei ABBA-Songs bot die Darstellerin aus dem gleichnamigen Musical-Film eine überragende Bühnen-Show. Ihre Background-Tänzer waren dabei in Gladiatoren-Kostüme gekleidet.

Die Reaktionen der Hauptstadt-Presse

Doch Cher brachte ihre Fans nicht nur zum Staunen sondern auch zum lachen. „Du bist ein Affengesicht“ oder „Wie geht es Schatzi?“, stellte die Sängerin ihre Deutschkenntnisse unter Beweis. Zudem gab sie ihren jüngeren Geschlechtsgenossinnen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: „Ich möchte den jungen Mädchen sagen: Ihr könnt alles machen“, so die 73-Jährige. Inspirierende Worte von einer inspirierenden Frau.

Übrigens wurde Cher am Mittwoch auch in den legendären Hansa-Studios am Potsdamer Platz gesichtet, in dem z.B. David Bowie und Depeche Mode vorm Mauerfall bahnbrechende Alben aufnahmen. Seit Dienstag war sie in der Stadt, hatte in der Verti Music Arena tagelang geprobt für den Tourauftakt in Deutschland.

Hier erste Pressereaktionen auf ihre Show am Donnerstagabend. Die waren gar nicht so unterschiedlich, wie erwartet.

„Rund 12.000 Zuschauer feierten die alterslose Pop-Ikone ekstatisch. Berlin ist der Start ihrer Europa-Tournee. (…)In Amerika bin ich ziemlich lustig, ich bin nicht sicher, wie das hier klappt“, gestand Cher eingangs. Und gab ihre übersichtlichen Deutsch-Kenntnisse zum Besten: „Scheisse“, „Du hast ein Affengesicht“ und „Wie geht es, Schatzi?“. (B.Z.)

„Die Produktion ist aufwendig, minutiös durchgeplant. Keine Selbstverständlichkeit, dass Künstler ihre gesamte Vegas-Show mit auf Tour nehmen. (…) Die Fans kommen aus allen Generationen, da sind Damen in bunten Kleidern, junge Männer in Glitzerjacken, Drag Queens, herausgeputzte Paare in den besten Jahren. Es ist eine große Party, eine Cherlebration, eine Feier des Lebens. Manchmal Playback, aber doch oft live von dieser außergewöhnlichen Stimme getragen.“ (Berliner Morgenpost)

Cher in Berlin: Das waren die Reaktionen

Foto: Buder/klatsch-tratsch.de

„Auf der Bühne wird sie von Tänzerinnen und Tänzern in knappen Römer-Outfits umschwirrt. Kurz darauf verwandelt sich die Szenerie in ein völlig beknacktes Fake-Indien, Cher rollt auf einem elektrischen Elefanten mit wackelndem Kopf hereinrollt. Der ganze Abend ist total drüber, aber irgendwie auch ziemlich toll.“ (Tagesspiegel)

„Mehr als zehn Minuten nimmt Cher sich für einen Monolog auf der Bühne Zeit. Sie witzelt über ihre Deutschkenntnisse („Wie geht es, Schatzi?“), erzählt von abgesagten Auftritten bei David Letterman („die unfreundliche Version von Thomas Gottschalk“) und darüber, dass sie das Alter hasst. „Alt sein heißt nicht, gleich hinüber sein“, ruft die 73-Jährige, die mit ihrem durchtrainierten Körper und dem makellosen Gesicht so durch und durch alterslos wirkt.“ (RBB24)

„Verlässlich schrottig auch der Klang der Mehrzweckhalle, insbesondere bei einer Gitarrensoloeinlage, zu der der vorher eher betont farblos herumzupfende Tourgitarrist ein fulminantes Achtziger-Powergedengel aufführte – aber auch dies war uns egal, denn wenn Cher im Haus ist, ist man gut aufgehoben“. (Berliner Zeitung)

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