25.02.2019 17:44 Uhr

Christopher: Das ist also der skandinavische Justin Timberlake

Foto: Daniel Hjorth

Christopher war 14 Jahre alt, als zwei Fenster im Haus seiner Eltern plötzlich zersplitterten. Augenblicklich von einem Einbruch ausgehend, griff sich Christopher die eine wirklich wichtige Sache, die ihm in den Sinn kam: eine Holzfigur, handgefertigt von seinem sieben Jahre jüngeren Bruder.

Christopher: Das ist also der skandinavische Justin Timberlake

Foto: Daniel Hjorth

12 Jahre später und nun ein Multi-Platin-verkaufender Künstler, hat sich Christophers Persönlichkeit keinen Deut verändert. Mit der seltenen Gabe, Menschen auf einer wirklich tiefen Ebene zu berühren und Verbindung zu ihnen aufzunehmen, ist Christopher ein Star, der für jene da ist, die ihn brauchen.

Aufgewachsen in Kastrup am Stadtrand Kopenhagens mit seiner Mutter, seinem Vater und seinem jüngeren Bruder, war Christophers Kindheit von Liebe und Harmonie geprägt. Als er mit 12 Jahren das Gitarrenspiel aufnahm, wusste er seine Familie komplett hinter sich.

Christopher, der die vielen Kämpfe der heutigen Jugend nicht persönlich erlebt hatte, war mit seiner empathischen und kümmernden Art immer daran gelegen, anderen Menschen ein gutes Gefühl zu geben. Diese Charaktereigenschaft wurde nur noch stärker, je bekannter er wurde.

Er singt von der Raucherentwöhnung

In „Irony“ verhandelt Christopher persönliche Erlebnisse, die zugleich Allgemeingültigkeit besitzen. Die Themen sind mitten aus dem echten Leben gegriffen: die Unfähigkeit, mit dem Rauchen aufzuhören, das eigene Selbstvertrauen mit Likes in den Sozialen Medien zu füttern und Smartphone-Anhängigkeit.

Es ist ein Kampf zwischen Instinkt und Intelligenz – die Ironie, zu wissen, dass wir unsere schlechten Angewohnheiten überwinden müssen, dann aber doch allzu oft vom Kurs abkommen, um wirklich etwas zum Besseren zu verändern. Es endet mit der Schlussfolgerung, seine persönlichen Schwächen zu akzeptieren und zugleich das Streben nach Verbesserung nicht aufzugeben.

Christopher: Das ist also der skandinavische Justin Timberlake

Foto: Daniel Hjorth

„Ich wollte einen persönlichen Song schreiben, komplett unverstellt und vom Herzen”, erklärt Christopher.

”Ich liefere meine Sicht auf alltägliche Probleme, die langfristig gewaltige Konsequenzen für die Menschen haben können. Nach außen hin leben wir ein scheinbar perfektes Leben, vermeiden es aber zugleich, über unsere inneren Kämpfe und Unsicherheiten zu sprechen. Ich glaube, wir alle wollen Veränderungen zum Besseren bewirken, sind aber so von unserem unmittelbaren Verlangen gesteuert, dass wir uns schließlich doch Dingen hingeben, von denen wir wissen, dass sie schlecht für uns sind.“ Mehr Gedanken von ihm und natürlich Musik gibt es auf seinem aktuellen Album „Under the Surface“.