11.12.2019 12:56 Uhr

Coldplay: Das ist das berührende Video zu „Everyday Life“

Foto: Matt Miller

Für die Premiere ihres Musikvideos zu „Everyday Life“, dem Titeltrack ihres jüngsten Albums, wählten Coldplay einen ungewöhnlichen Ort: Soweto TV, ein südafrikanischer TV-Sender.

Schon die ersten Sekunden des Videos machen deutlich, wieso: es wurde an unterschiedlichen Orten Südafrikas gedreht, und nicht nur dort: Marokko, die Ukraine und die USA sind die weiteren Drehorte des Clips, dessen atemberaubend schöne Aufnahmen eine ebenso globale Message der Einheit aussenden wie der südafrikanische Erzähler, dessen Worte die Bilder einrahmen.

„Bin ich die Zukunft oder die Geschichte?“

Seine Ausführungen drehen sich um den Begriff „Ubuntu“ aus der Sprache der südafrikanischen Xhosa-Bevölkerung: „‚Ubuntu’ ist ein Xhosa-Wort. Direkt übersetzt bedeutet es „Menschheit“. Also im Grunde genommen brauchst du immer die nächste Person. Weißt du, was ich meine? Eine Hand wäscht die andere. Die eine Hand braucht die andere zur Säuberung. Das ist Ubuntu. Um anderen zu helfen. Deinen Brüdern. Deinen Schwestern. Auch wenn sie Fremde sind und du sie nicht kennst, solltest du ihnen helfen.“

Coldplay: Das ist das berührende Video zu "Everyday Life"

Foto: Anton Corbijn

Dazu passen die Lyrics des schwelgerischen Songs, in dem sich Chris Martin fragt: „Was in der Welt sollen wir nur tun? / Sieh dir an, was jeder einzelne so durchmacht / Was für eine Welt soll das sein? / Bin ich die Zukunft oder die Geschichte?“ Die dahinterliegende Message: wir alle tragen unseren Beitrag dazu bei, in welcher Welt wir am Ende leben. Und ob wir die Zukunft bauen oder nur die Geschichte verwalten.

Bei dem Video führte die enorm talentierte 23-jährige Filmemacherin Karena Evans aus Kanada Regie führte, die zuvor unter anderem Drakes Videos zu „Nice for What“, „God’s Plan“ und „In My Feelings“ umsetzte.