02.06.2019 16:12 Uhr

Daniel Donskoy über voyeuristische Fans und nervige Fragen

Foto: Sven Serkis

Daniel Donskoy (29) gehört zu den aufregendsten Gesichtern in der deutschen Film-und Fernsehlandschaft. Auch musikalisch startet der hübsche Rotschopf mit dem sympathischen Lächeln durch. So hat der „Sankt Maik„-Star auch die Charts fest im Blick. Im Interview mit klatsch-tratsch.de sprach er über verschiedene Beziehungstypen und Interviewfragen, die sogar ihn nerven.

Daniel Donskoy über voyeuristische Fans und nervige Fragen

Foto: Sven Serkis

Wann hast du das letzte Mal gesagt: “Ich hab es dir doch gesagt…”
Vorwiegend sagt das mein Musikproduzent. In Sachen Liebe kenne ich das meistens von Freunden, die einem sagen: “Hey, das wird nichts” und wenn es dann wirklich nicht gepasst hat, dann kommen schon mal solche Kommentare wie: “Habe ich dir doch gesagt.”

In deinem Song „Didn´t I say so“ singst du von einer Liebe, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Wie viel Wahres ist da dran?
In dem Song steckt ganz viel Wahres. Das war eine scheiß Situation. Ich wollte den Moment einfach genießen und mir war nicht klar, dass ich mich dann doch verlieben würde. Das war dann etwas blöd.

Was war dein seltsamstes Fan-Erlebnis?
Ich habe momentan in Berlin eine Wohnung zur Zwischenmiete und da kann man auf das Dach, wo dich keiner von der Straße aus sieht. Im letzten Sommer hatten wir ja richtig schönes Wetter. Ich habe mich da nackt in die Sonne gelegt und plötzlich bekomme ich über Instagram eine Nachricht: “Wenn du das nächste Mal nackt auf dem Balkon stehst, wink mal rüber.” Das war schon etwas gruselig und ich habe den Absender direkt geblockt. (lacht)

Kannst du dich an deine schlimmste Nachricht erinnern, die du über Instagram je bekommen hast?
„‚Sankt Maik‘ – Geile Serie! Von dir würde ich auch gern mal ans Kreuz genagelt werden.”

Du bist ein sehr sportlicher Typ. Was ist dein Fitness-Geheimnis?
Ich mache Bodyweight Training. Das ist ein Kraft- und Ausdauertraining. Mittlerweile gibt es in Berlin ganz viele Freeletic-Plätze. Man kann zu Anfang ganz leicht starten und sich dann immer weiter verbessern. Ich mag viele Übungen, gerade die Animalwalks finde ich richtig toll, da man sich dabei auf verschiedene Arten fortbewegen muss. Sei es als Katze oder Gecko. Dabei wird viel mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet, was einem hilft die Muskulatur von Grund auf zu festigen.

Was hörst du gerne beim Trainieren?
Momentan “Homicide” von Logic feat. Eminem. Grundsätzlich immer HipHop bei den Workouts und Techno beim Joggen.

Du hast irgendwann mal gesagt: “Ich bin kein Beziehungsmensch.” Was sagst du rückblickend dazu?
Ich stehe immer noch zu dem, was ich gesagt habe. Bisher hatte ich lauter tolle Beziehungen. Allerdings wird unter “Beziehungen” immer etwas Konventionelles, romantisches verstanden. Aber das ist meiner Meinung nach nicht realistisch. Man kann von verschieden Menschen im Leben, immer verschiedene Dinge bekommen. Das ist bei mir auch so.

Schreckt das nicht vielleicht viele Frauen eher ab, wenn sie hören, dass du kein klassischer Beziehungstyp bist?
Naja, ich hätte nicht gedacht, dass es für so viel Gesprächsstoff sorgen würde. Denn für mich ist mein Liebesleben das unspannendste, worüber ich erzählen kann. Abschrecken soll es nicht. Ich wollte mit dem Zitat eher für Klarheit sorgen. Leider war es wohl nicht der Fall. (lacht)

Daniel Donskoy über voyeuristische Fans und nervige Fragen

Foto: Markus Nass

Welche Frage findest du denn am nervigsten in einem Interview?
Das kann ich dir direkt sagen: “Daniel, du bist in Moskau geboren, in Berlin und Tel Aviv aufgewachsen und lebst jetzt in London – Wo ist für dich Zuhause?” Diese Frage kann ich wirklich nicht mehr hören. Ich habe sie schon so oft beantwortet.

Das Problem ist einfach, dass in vielen Interviews, Künstler auf Standardfragen reduziert werden. Sei es “Wo kommst du her?” “Was machst du?” und “Wie ist dein Beziehungsstatus?”. Im Endeffekt ist das so uninteressant, weil du diese Fragen jedem stellen kannst. In einem Interview hat man ja die Möglichkeit über andere Sachen zu sprechen, wie beispielsweise Musik des Künstlers und politische Themen aufzugreifen, was in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Ich mache letztendlich nicht Kunst, um als Privatperson im öffentlichen Leben zu stehen, sondern als Künstler eine Botschaft voranzutreiben.

Du warst in einigen Talkshows zu sehen und da wurdest du ja mit einigen dieser Fragen konfrontiert – Wie war das für dich?
Es ist immer unterschiedlich. Ich muss sagen bei Barbara Schöneberger und Bettina Böttinger war es nicht so. Das sind zwei intellektuelle, starke Frauen, die haben mit mir wirklich Gespräche geführt und nicht einfach Fragen gestellt. Das ist ein großer Unterschied, denn bei einer Unterhaltung fühlt man sich nicht, als wenn man unter Beobachtung stehen würde und mit einer Frage nach der anderen beworfen wird.

Quelle: instagram.com

Ich habe von vielen Künstlern oder Schauspielern gehört, dass sie sich selbst meistens nicht so gerne im Fernsehen sehen. Wie ist es denn bei dir?
Das ist bei mir nicht so. Ich schaue mir nach dem Dreh immer mein Ergebnis an, weil ich zum einen als Schauspieler immer wachsen will und zum anderen kann ich meine Leistung nur daran bemessen, wenn ich es auch selbst sehe. Ich twittere sogar live mit, da ich den Austausch sehr gerne mag. Am Set bist du meistens in deiner kleinen Blase und die einzige Möglichkeit sich mit dem Publikum auszutauschen ist über Social Media während der Ausstrahlung. Das mag ich sehr gerne.

 

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