Sonntag, 12. Mai 2019 21:01 Uhr

Davin Herbrüggen: Mieseste Chartplatzierung eines DSDS-Gewinners

Am 27. April gewann Altenpfleger Davin Herbrüggen (20) ziemlich überraschend die 16. Staffel von „DSDS“. Am selben Tag wurde seine Sieger-Single „The River“ veröffentlicht. Ganz schön überraschend war jedoch sein Charteinstieg. Der Song konnte sich lediglich auf Platz 34 der deutschen Single-Charts platzieren.

Davin Herbrüggen: Mieseste Chartplatzierung eines DSDS-Gewinners

Foto: Electrola/ Universal Music

Somit landete Davin Herbrüggen die schlechteste Chartplatzierung eines Gewinners in der Geschichte von „Deutschland sucht den Superstar“. Damit übertrumpfte er sogar Alphonso Williams, den Gewinner aus dem Jahr 2017. Der schrammte mit seiner etwas lieblos ausgewählten Coverversion von „What Becomes Of A broken Hearted“ immerhin knapp an der Top 20 vorbei.

Die Zeiten, in denen „DSDS“-Gewinner beinahe selbstverständlich mit ihren Sieger-Singles den ersten Platz der Charts erreichten, sind offenbar vorbei. Vor zehn Jahren wäre es quasi undenkbar gewesen, dass ein „DSDS“-Gewinner nur einen so abgeschiedenen Platz 34 schafft.

Übrigens, nach nur einer Woche war der kurze Ausflug in die Singlecharts für Davin auch schon wieder vorbei, „The River“ rutschte komplett ab und verließ die Top 100.

Da half auch das schnell gedrehte Musikvideo und die attraktive weibliche Hauptdarstellerin nichts. Influencerin Gerda Lewis, bekannt aus der Casting-Sendung „GNTM“, spielt im Musikvideo seine Auserwählte, doch wirklich interessiert hat das offenbar niemanden. Nach rund neun Tagen hat das Video aber immerhin die 1-Milllionen-Marke auf YouTube geknackt, – dass schaffen Deutsch-Rapper wie Capital Bra oder Shindy innerhalb von wenigen Stunden nach Release. Sie sind es auch, die seit einiger Zeit die Charts dominieren. Offenbar war Davin nicht gut beraten. Der Zeitgeist ist ein anderer.

Wie geht es nun weiter?

Wie geht es für Davin Herbrüggen jetzt weiter? Nach seinem Sieg absolvierte er die üblichen Auftritte, wie z.B. in einer Live-Sendung von „Let’s Dance“, im „ZDF“-Fernsehgarten oder beim Frühlingsfest in Zwickau. Cross-Promotion für ihn, die aber offenbar nicht richtig zünden will. Album? Dazu ist aktuell nichts bekannt.

Davin Herbrüggen: Mieseste Chartplatzierung eines DSDS-Gewinners

Foto: Electrola/ Universal Music

Dass Davin nicht Dieter Bohlens Wunsch-Sieger war, ließ der Pop-Titan bereits wenige Minuten nach der Bekanntgabe des Siegers durchblicken. Er hätte lieber seine Mallorca-Entdeckung Nick Ferretti als Gewinner gesehen, gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte er: „Ich freue mich von ganzem Herzen für Davin und wünsche ihm viel Glück in diesem sehr spannenden Business. Ja, ich persönlich finde Nick besser, aber es haben halt mehr für Davin angerufen und er hat fair gewonnen.“

Davin hat aktuell nicht nur den Titel „Superstar 2019“ inne, sondern ist auch der „DSDS“-Gewinner mit dem miesesten Chartentry. Ob er sich nach diesem Einstand nochmal beweisen kann, bleibt abzuwarten. Einen Lichtblick gibt es für den gelernten Altenpfleger aber noch. In der Pflegebranche herrscht reger Fachkräftemangel, gebraucht wird jede helfende Hand. Vielleicht auch irgendwann wieder Davins…

Chartplatzierungen aller „DSDS“-Siegersongs

  • 2003: Alexander Klaws – „Take Me Tonight“ – Platz 1
  • 2004: Elli Erl – „This Is My Life“ – Platz 3
  • 2006: Tobias Regner – „I Still Burn“ – Platz 1
  • 2007: Mark Medlock – „Now Or Never“ – Platz 1
  • 2008: Thomas Godoj – „Love Is You“ – Platz 1
  • 2009: Daniel Schumacher – „Anything But Love“ – Platz 1
  • 2010: Mehrzad Marashi – „Don’t Believe“ – Platz 1
  • 2011: Pietro Lombardi – „Call My Name“ – Platz 1
  • 2012: Luca Hänni – „Don’t Think About Me“ – Platz 1
  • 2013: Beatrice Egli – „Mein Herz“ – Platz 1
  • 2014: Aneta Sablik – „The One“ – Platz 1
  • 2015: Severino Seeger „Hero Of My Heart“ – Platz 10
  • 2016: Prince Damien – „Glücksmoment“ – Platz 1
  • 2017: Alphonso Williams – „What Becomes Of the Broken Hearted“ – Platz 21
  • 2018: Marie Wegener – „Königlich“ – Platz 3
  • 2019: Davin Herbrüggen – „The River“ – Platz 34
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