Sonntag, 16. Dezember 2018 19:20 Uhr

Die 10 schlimmsten Weihnachtssongs aller Zeiten

Foto: Andreas Gradin

Es ist doch eigentlich jedes Jahr dasselbe: fast jeder regt sich darüber auf, dass „Last Christmas“ ja schon wieder viel zu früh und vor allem viel zu oft im Radio gespielt wird.

Die 10 schlimmsten Weihnachtssongs aller Zeiten

Foto: Andreas Gradin

Für viele ist der Kult-Weihnachtshit von „Wham“ das Schlimmste seit der Erfindung von Lebkuchen mit Füllung. Dabei ist der Song nun wirklich sehr angenehm, wenn man sich mal so anhört, was einige Künstler zur Weihnachtszeit so fabriziert haben…

Platz 10

Die Pentatonix konnten mit dem gefühlvollen Cover von „Halleluja“ ja noch beeindrucken, doch spätestens nach ihrem Weihnachts-Song „That’s Christmas For Me“ weiß man, dass die A-Capella-Truppe vielleicht doch nicht jedes Jahr einen Hit landen kann. Schon das Musikvideo verhagelt einem ein bisschen die weihnachtliche Stimmung. Nach dem Schließen eines Einkaufszentrums werden die dortigen GAP-Schaufensterpuppen plötzlich lebendig – der Song wird’s leider nicht.

Platz 9

Äh, trunkene Weihnachten, schön und gut, aber vermittelt der Song-Titel „Please, Daddy (Don’t Get Drunk On Christmas)“ („Papa, bitte sei dieses Weihnachten nicht betrunken“) nicht eher tief sitzende familiäre Probleme als gesellige Weihnachtsstimmung? Laut John Denver drückt offenbar nichts mehr Weihnachtsfreude aus, als über ein Kind zu singen, dass seinen alkoholkranken Vater darum bittet, nicht wieder betrunken unter dem Weihnachtsbaum zu liegen…Für den Rest des Jahres ist dieses Thema sicherlich angemessen für einen gefühlvollen Country-Song, doch in diesem Fall treibt es zu Weihnachten eher keine Freudentränen in die Augen (der Kinder)…

Platz 8

Oh Gott, es geht noch schlimmer. Nicht nur Alkoholismus wird in Christmas-Songs verarbeitet, sondern auch Krankheiten. Dies wäre auch in Sachen Unterstützung, Familie und schweren Zeiten zu Weihnachten ein respektables Thema – möglicherweise sollte man dann aber kein fröhliches Weihnachtslied mit dem doch sehr fragwürdigen Titel „Santa Claus Has Got The AIDS“ („Santa Claus hat AIDS“) komponieren. Mit einer Ukulele singt Tiny Tim von der Geschichte, in der der Weihnachtsmann in diesem Jahr erkrankt ist und deswegen auch nicht „Ho Ho Ho“ rufen wird… Makaber!

Platz 7

An John Lennons Mega-Hit „Happy Christmas (War Is Over)“ ist eigentlich schwer zu toppen. Und die Band Maroon 5 konnte leider nicht das Gegenteil beweisen. Mit ihrer Version von einem der schönsten Christmas-Songs gelingt es Adam Levine und Co. nicht in irgendeiner Weise, sich dem Original stilvoll anzunähern. Stattdessen bieten sie den Zuhörern ein schleppendes, musikalisches Arrangement zum Gähnen und so viel Kopfstimme, dass einem die Weihnachtsgans im Halse stecken bleiben möchte…

Platz 6

Die Pussycat Dolls sind bekannt für heiße Moves, erotische Songzeilen, leidenschaftliche Musikvideos und einfach für jede Menge Sexappeal – und weniger für Weihnachtslieder. Und eben deswegen ist ihr Song „Santa Baby“ auch nicht wirklich ernst zu nehmen, zumindest für die Hörer. Klar, kann Weihnachten auch sexy sein, aber das Wort subtil scheint sich nicht im Wortschatz der Girlband zu befinden. Stattdessen präsentieren sie sich für den Clip live auf der Bühne, in Stripperinnen-Outfits mit Strapsen und, nun ja, Carmen Electra. Die sorgt für die richtige Porno, äh, Weihnachtsstimmung. Hier wird performt, um den heiligen Geist der Weihnacht ein bisschen scharf zu machen.

Platz 5

Was kann wohl schiefgehen, wenn Justin Bieber einen Weihnachtshit singt? Für Teenies auf der ganzen Welt vermutlich nicht so viel, für die erwachsenere Version von Weihnachtsliebhabern allerdings ist der Songtext von „Mistle Toe“ einfach nur eine Qual für die Ohren. In diesem Jahr wird Bieber dann wohl mit seiner „Shawty“ (*mit seiner Süßen) Hailey Baldwin unter dem Mistelzweig verbringen und kann ihr seinen Christmas-Song ununterbrochen vorträllern…

Platz 4

Wir hatten schon Alkoholismus und AIDS, verarbeitet in Weihnachtssongs – und jetzt kommt noch Gewalt dazu. Im Song „Grandma Got Run Over by a Reindeer“ („Oma wurde vom einem Rentier überfahren“) von dem, schon alleine vom Namen her, doch sehr fragwürdigen Gesangsduo Elmo & Patsy, kommt die Großmutter in der Story ums Leben, weil sie offenbar so betrunken war, dass sie den Rentier-Schlitten nicht kommen sah. Nicht lustig, sondern eher respektlos gegenüber den Älteren…

Platz 3

Nicht nur die Pussycat Dolls sprangen auf den Vermarktungs-Weihnachtssong-Zug auf, sondern auch die Spice Girls. Sie coverten 1998 den Song „Christmas Wrapping“ von den Waitresses. Der Dialog während der Aufnahme des Songs könnte so ausgesehen haben: „Hey, lass uns ein Cover von diesem Lied machen“.

„Okay, der Song ist ein bisschen nervig, aber die funky Bassline und die niedliche Perfomance machen es irgendwie witzig“.

„Wir lassen die Bassline weg. Und versuchen so zu singen, als hätten wir einen super wichtigen Termin, der in sechs Minuten in der City stattfindet“.

„Nein, noch besser, in vier Minuten“.

Und so klingt’s dann auch…

Platz 2

Natürlich darf auch ein rockiger Weihnachtssong nicht fehlen in unserer Liste, also ein rockig-schlechter. Bon Jovi haben sich nämlich mit dem merkwürdigen und wirklich fürchterlichen Gitarren-Riff am Anfang von „Back Door Santa“keinen Gefallen getan. Und dass das Ganze eigentlich eher nach einem schrecklichen Broadway-Musical klingt, verbunden mit der Geschichte von Mr. und Mrs. Santa Claus, die sich sexuell wieder annähern, macht es einfach nicht besser…

Platz 1

Einer der schönsten Weihnachtssongs aller Zeiten ist eindeutig „Do They Know It’s Christmas Time“ von Band Aid aus dem Jahr 1984. An dem Lied nahmen unzählige Stars teil (unter anderem Phil Collins, George Michael und Sting), um Geld für die Linderung der verheerenden Hungersnöte in Afrika zu sammeln. Und dann kam 2014 eine neue Version des Songs heraus, performt von Band Aid 30 – mit dabei unter anderem Seal, Ed Sheeran und Rita Ora. Das Lied wurde übrigens für den selben Zweck aufgenommen und sorgte für Begeisterung.

Und dann kam eine weitere Version – und zwar die deutsche. Die Benefiz-Single, gesungen von Campino, Silbermond, Ina Müller, Anna Loos, Jan Josef Liefers und viele mehr, erntete von Anfang an nur Spott und Häme, bis hin zur schlimmen Beleidigung, dass es „schlimmer als Ebola“ sei. Außerdem sorgte auch Bob Geldof, der schon die ersten beiden Band Aid-Songs komponierte, für Diskussionsstoff, da er im Vorfeld öffentlich darum bat, die Single auch zu kaufen, wenn man sie nicht mögen würde. Das rief Kritiker auf den Plan, die den Künstlern und Musikern vorwarfen, nichts im Sinne der Charity zu tun, sondern nur für ihr Image und dazu verdonnert werden sollten, ebenfalls zu spenden.

Dazu kommt aber auch die einfach Tatsache, dass der Song einfach nicht gut klingt – oder zumindest nicht mithalten kann mit dem Original. Aber hört selbst rein:

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