01.01.2020 13:52 Uhr

Diese Alben werden 2020 erwartet

Fotos: Joseph Marzullo/Starpress & Henning Kaiser/dpa & Nela König

Alte Helden melden sich in diesem Jahr zurück: Die Ärzte und der „Boss“ mit seiner legendären E Street Band wollen 2020 neue Platten herausbringen. Daneben stehen viele weitere Albumveröffentlichungen fest – und einige noch in den Sternen. Und war da nicht auch was mit ABBA?

Neue Alben von Taylor Swift und Madonna, Nick Cave und Ed Sheeran, Sarah Connor und Silbermond und Neil Young – das Jahr 2019 hatte Pop- und Rockfans viel zu bieten. Für 2020 verspricht der Ausblick ähnliche Masse und Klasse.

Diese Alben werden 2020 erwartet

Bruce Springsteen will mit seiner E Street Band 2020 ein neues Album herausbringen. Foto: Nathan Denette/The Canadian Press/AP/dpa

Ein alphabetischer Überblick der Deutschen Presse-Agentur mit schon feststehenden Terminen, klar absehbarer neuer Musik – und ein paar Spekulationen:

ABBA: Die Fans der schwedischen Pop-Legenden warten und warten. Viele hatten schon für 2019 auf neue Musik gehofft. Björn Ulvaeus sagte nun der dpa: „Nächstes Jahr, definitiv.“ Konkreteres zu „I Still Have Faith In You“ und „Don’t Shut Me Down“ ließ er aber wieder offen.

DIE ÄRZTE: Bela, Farin und Rod sind zurück. Nach sechs Jahren Pause geht „die beste Band der Welt“ ab November 2020 auf Tournee. Karten für die knapp zwei Dutzend „In the Ä Tonight“-Gigs gingen weg wie warme Semmeln. Ein neues Album soll es auch geben.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Justin Bieber (@justinbieber) am Sep 2, 2019 um 8:26 PDT

JUSTIN BIEBER: Über vier Jahre Pause sind für einen Pop-Superstar eine kleine Ewigkeit. Doch für 2020 hat der Kanadier nun den „Purpose“-Nachfolger angekündigt. Das Album sei ganz anders, so der 25 Jahre alte Sänger. Schon ab 3. Januar gibt es die Single „Yummy“.

BLOND: Chemnitz ist mehr als nur „Marx-Nischel“. Den Indie-Electropop des Trios beschreiben die Lokalmatadoren von Kraftklub gütig als „krank“. Immerhin sind zwei Schwestern der Kummer-Jungs in der neuen Band. Ihr Debüt „Martini Sprite“ gibt’s ab dem 31. Januar.

CASPER: „Solo Album“ twitterte der Deutsch-Rapper, als er für Ende 2019 eine Bühnenpause ankündigte. Mächtiger Ansporn für eine neue Platte: „XOXO“, „Lang lebe der Tod“ und „1982“ mit Marteria setzten sich allesamt an die Spitze der Albumcharts.

Diese Alben werden 2020 erwartet

Sänger Robert Smith von The Cure beim Southside Festival 2019. Foto: Christoph Schmidt/dpa

THE CURE: Seit 2008 warten Fans der britischen Düster-Rocker auf den Nachfolger von „4:13 Dream“. Nächstes Jahr kommt er nun. Der Termin steht noch nicht fest – der Titel „Live From the Moon“ laut Frontmann Robert Smith aber schon. Und: „Es wird eine dunkle Song-Sammlung.“

EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN: Die deutsche Experimental-Band um Blixa Bargeld ist schon vier Dekaden dabei und kehrt nach zwölf Jahren Pause mit einem Studioalbum zurück. Auf „The Year Of The Rat“ will die Truppe alles erforschen, „was das Klang-Universum hergibt“.

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SELENA GOMEZ: Schauspielerin, Mode-Ikone, Unicef-Botschafterin – und jetzt auch wieder Popsängerin: Die US-Amerikanerin (27) will nach den Comeback-Singles „Lose You To Love Me“ und „Look At Her Now“ mit einem neuen Album am 10. Januar zurück in die Erfolgsspur.

GREEN DAY: Die mit fünf Grammys prämierte Punkrock-Band besteht schon 30 Jahre und erhielt längst Zutritt in die „Rock and Roll Hall of Fame“. Auf „Revolution Radio“ (2016) folgt am 7. Februar das 13. Studioalbum „Father Of All…“ – verbunden mit einer Stadiontour.

GUNS N‘ ROSES: „Nicht in diesem Leben“ wollte Frontmann Axl Rose nochmal mit Gitarrist Slash auf der Bühne stehen. Doch mit der Reunion-Tour heizte Slash die Gerüchteküche an, die beiden Legenden würden nach mehr als 25 Jahren wieder an einer Platte basteln.

Sänger Robert Smith von The Cure beim Southside Festival 2019. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Youtuberin Katja Krasavice bringt 2020 ihr Debüt-Album „Boss Bitch“ heraus. Foto: Henning Kaiser/dpa

KATJA KRASAVICE: Sie hat mehr Instagram-Fans als Bushido. Die zeigefreudige Influencerin platzierte ihres Singles „Sex Tape“, „Doggy“ und „Dicke Lippen“ zuletzt ziemlich erfolgreich in den deutschen Top Ten. Am 17. Januar kommt das Debüt „Boss Bitch“.

LORDI: Mit ihren Horrormasken stellte sich die finnische Hardrock-Band in die Tradition von Alice Cooper oder Slipknot. Am 31. Januar soll es ein neues Metal-Gemetzel geben – mit dem für Fans vielversprechenden Albumtitel „Killection“.

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VANESSA MAI: 2015 hatte sie mit „Wolke 7“ ihren ersten Hit, ihre Alben „Regenbogen“ und „Schlager“ kamen an die Chartspitze. Eine zwischenzeitliche Krise brachte die 27-Jährige hinter sich – und will am 24. Januar mit „Für immer“ neu auftrumpfen.

MORRISSEY: Zuletzt hatte der ikonische Sänger von The Smiths für manchen Ärger gesorgt – Rechtspopulismus lautete einer der Vorwürfe. Was nun von dem für 2020 angekündigten Album zu halten ist? Es soll den bissigen Titel „I Am Not A Dog On A Chain“ tragen…

PET SHOP BOYS: Mit Dancefloor-Songs, smarten Texten und tollen Live-Shows ist das britische Electropop-Duo seit über 30 Jahren stilprägend. Das Album „Hotspot“ erscheint am 24. Januar und soll den Legendenstatus von Neil Tennant und Chris Lowe untermauern.

Sänger Robert Smith von The Cure beim Southside Festival 2019. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Foto: Starpress

MARIANNE ROSENBERG: „Marlene“ oder „Er gehört zu mir“ können alle Schlagerfans auswendig mitsingen. Zur Feier von 50 Jahren auf der Bühne bringt die Berlinerin am 13. März „Im Namen der Liebe“ heraus. Mit der Single „Wann (Mr. 100%)“ geht die Reise weiter Richtung Pop.

BRUCE SPRINGSTEEN: Der „Boss“ hatte ein erfolgreiches Jahr 2019 mit umjubeltem Soloalbum, einem Kinofilm und dem Soundtrack dazu. Jetzt darf wieder die seit gut 45 Jahren bestehende E Street Band ran. Neue Songs für ein Album gibt es schon, erste Live-Pläne wohl auch.

TAME IMPALA: Zwischen psychedelischem Rock und Electropop pendelt die Band aus dem australischen Perth. Frontmann Kevin Parker gilt als einer der großen Hoffnungsträger des Genres. Man wird sehen – am 14. Februar erscheint das vierte Album „The Slow Rush“.

RUFUS WAINWRIGHT: Er ist einer der besten Singer-Songwriter seiner Generation. Nach Ausflügen in die Klassikszene kehrt der 46-Jährige zum großen Queer-Pop zurück. Erste Vorboten lassen für „Unfollow The Rules“, das neue Album des Kanadiers im Frühjahr, viel erwarten.

(dpa/KT)