Dienstag, 19. Juli 2011 14:26 Uhr

DJ Hell: Teufelswerk House Remixes kommen am 22. Juli

Berlin. ‚The Guardian‘ nannte es „eines der ambitioniertesten und zwingendsten Dance-Alben aller Zeiten“ und Groove schrieb: „Bei Teufelswerk hat sich Hell selbst übertroffen.[…] Kein Star DJ hat so abgefahrene Ideen wie Hell, niemand verwirklicht so unmittelbar und ungebrochen. Teufelswerk ist sein faszinierendster und unwahrscheinlichster Querschnitt durch den Mammutbaum der Popgeschichte bisher.“

Dass auf DJ Hells Magnum Opus „Teufelswerk“ eine gewichtige Truhe Remixe folgen würde, war so sicher wie das Amen in der Kirche. Damit sich die interessierten Hörer, Hörerinnen und DJs nicht am reichen Oblatensegen verschlucken, kommen die 25 Remix Tracks verteilt auf drei Ladungen Download Releases. Die sind allerdings nur der Teaser für eine wunderbare limitierte Vinyl-Box mit den 10 besten Remixen  als Vinyl Version, sowie einem exklusiven Remix von „Germania“ von Hell selbst, einigen frisch remasterten Hell Klassikern aus den 90ern, zwei eigens designten Slipmats, ein von Hell und Patrick Mohr gestaltetes T-Shirt und ein exklusiv für die Box produziertes komplett neues Hell Album, das nur in Verbindung mit der Box released wird.

Die aufwendige  Box markiert zwei Hell Jubiläen: Seit 25 Jahren legt Helmut Geier House in allen Schattierungen auf. Und vor 20 Jahren erschien seine erste 12“ „My Definition of House Music“ auf dem legendären R&S Label. Da passt es gut, dass House Music seit geraumer Zeit  zu einem neuen Höhenflug ansetzt „Seit einigen Jahren kommen die wichtigsten und innovativsten Veröffentlichungen wieder aus dem House Bereich. hier  wird definitiv am meisten experimentiert und neu erfunden.“, meint Hell. Darum sollte es nicht überraschen, dass die hiermit vorliegenden 11 Remixe eben diesem Bereich zuzuordnen sind. Hell hat als Remixer durchgängig Prodzenten gewonnen, die er schätzt und selber auflegt, die vor allem in diesem Bereich die größte Aufmerksamkeit genießen und die wichtigsten Releases der letzten zeit markierten.

Die erste digitale Lieferung beinhaltet gleich fünf Remixe vom kosmischen Stück „The Angst“. Es ist eins der zentralen Stücke der „Day“ Seite von „Teufelswerk“, die Hells Tribut an die Kraut Elektronik der 70er darstellt. „The Angst“ ist 13 Minuten hypnotischer Kraut Groove basierend auf einer so einfachen wie effektiven Gitarrenfigur. Erstaunlicherweise lassen alle fünf Remixer Licht in die verschlungenen Katakomben des Hell’schen Universum scheinen.

Wolf + Lamb  aus NYC. sind wohl die am höchsten gehypten House-Protagonisten der Stunde und machen aus „The Angst“ einen federleichten, beseelten instrumentalen Groove. Der schwedische DJ Axel Boman (Pampa Records) nutzt die engelsgleichen Vocals des Originals für seinen filigranen Disco Edit. Ian Pooley lässt die Keyboard Pattern hüpfen und bastelt aus den Vocals ein souliges Ad Lib. Tony Lionni lässt die gerade Bassdrum krachen mit dem technoidesten Mix des ganzen Pakets und Zander VT macht ausgiebigen Gebrauch von der Gitarre in seinem sonnigen After Hour House Remix.

Das  hochgejubelte „Germania“, ebenfalls von der „Day“ Seite setzt hier neue Maßstäbe: Zum einen legt Peter Kruder, mit dem Hell die gesamte „Day“ Seite produziert hat, nochmal Hand an und wandelt den Kraut Groove in einen sirrenden Munich Disco Stomper. Und der in Hamburg ansässige und mit dem Sonar Kollektiv verbandelten Bosnier Solomun tupft hier eine filigrane House interpretation hin.

Die restlichen Remixe, alles Stücke von der clubbigen „Night“ Seite von „Teufelswerk“, sind nicht weniger berauschend. Fabrice Lig baut, wie wir es von dem Belgier nicht anders erwarten würden, aus „Wonderland“ eine treibende, mitreissende Detroit Hymne.

Das Kraftwerk-eske „Electronic Germany“, welches Hell mit A. Rother aufgenommen hat, wird vom brasilianischen Shooting star DJ Glen auf die Tanzfläche gezerrt. Hyena Stomp liefern den wohl geradlinigsten, treibensten Remix ab mit „Friday, Saturday, Sunday“schwere kost für leichte stunden. Und Berlin House Hero Andre Lodemann steuert eine hypnotisch blubbernde Variante vom wavigen „I Prefer Women To Men“ bei.

Schon nach dieser ersten Lieferung ist klar, dass die „Teufelswerk House Remixe“ ein ebenso gewichtiges Statement werden wie „Teufelswerk“ selbst.

Zur Veröffentlichung wird Hell auf ausgedehnte Europa-Tournee gehen und 25 Jahre House Music, wie Hell sie definiert, feiern.

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