Dienstag, 16. Januar 2018 21:57 Uhr

Dolores O’Riordan wollte mit dieser Metal-Band Song aufnehmen

Die Polizei in London geht beim unerwarteten Tod der Cranberries-Sängerin Dolores O’Riordan nicht von einem Verbrechen aus (wir berichteten). Die 46-Jährige wurde am Montag in einem Hotel in der britischen Hauptstadt leblos aufgefunden.

Der Fall werde aber als „nicht verdächtig“ behandelt, teilte Scotland Yard heute mit. Die Todesursache solle nun von der zuständigen Behörde ermittelt werden. O’Riordan war nach Angaben ihres Managements für Aufnahmen in die britische Hauptstadt gekommen. Der Metal-Band Bad Wolves zufolge wollte die 46-Jährige gemeinsam mit der Gruppe eine neue Version ihres größten Hits „Zombie“ aufnehmen.

Die Cranberries aus der beschaulichen irischen Hafenstadt Limerick verkauften in den 90er Jahren weltweit Millionen Tonträger. Der Song „Zombie“ aus dem Jahr 1994 blieb vor allem wegen O’Riordans Gesangs („In your head, in your head / zombie, zombie“) ein Ohrwurm.

Irlands Regierungschef Leo Varadkar würdigte O’Riordan als „Stimme einer Generation“. „Für jeden, der in den 90ern in Irland aufgewachsen ist, waren die Cranberries eine Kult-Band, die die Lebensangst der Teenager-Jahre auffing“, sagte Varadkar einer Mitteilung zufolge. Bereits am Montag hatte Irlands Präsident Michael D. Higgins mitgeteilt, O’Riordans Tod sei ein „großer Verlust“ für alle, die „irische Musik, irische Musiker und die darstellenden Künste begleiten und unterstützen“.

Tour wegen Rückenproblemen abgesagt

„Sie hatte die erstaunlichste Stimme und Präsenz. Ich bin so traurig, zu hören, dass sie gestorben ist“, schrieb der aus Großbritannien stammende US-Talkshow-Moderator James Corden auf Twitter.

Im Jahr 2003 kündigten die Cranberries an, eine Pause einzulegen. O’Riordan verfolgte verschiedene Solo-Projekte, bevor sie sich 2009 wieder mit den anderen Mitgliedern zusammentat. 2012 erschien das Album „Roses“, im April vergangenen Jahres veröffentlichte die Band ihre jüngste Platte „Something Else“.

Eine geplante Tournee musste die Band aber wegen Rückenproblemen O’Riordans kurzfristig absagen. Das schien sich zu Ende des Jahres gelegt zu haben. Noch kurz vor Weihnachten teilte die Sängerin auf der Facebook-Seite der Band mit, wie sehr ihr das Auftreten Freude mache. „Fühle mich gut!“, schrieb sie. Sie hinterlässt drei Kinder.

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