Donnerstag, 19. April 2018 23:02 Uhr

Echo-Skandal: Jetzt spricht Helene Fischer

Die Königin will nicht länger schweigen: Jetzt spricht Helene Fischer zum Echo-Skandal um die Rapper Farid Bang und Kollegah, der seit exakt einer Woche die Schlagzeilen bestimmt. Vermutlich kommen in der Folge ihres sehr persönlichen Statements auch weitere Kollegen ihrer Generation aus der Deckung, die bis jetzt lieber geschwiegen hatten.

Echo-Skandal: Jetzt spricht Helene Fischer

Glamour pur: Helene Fischer. Foto: Becher/WENN.com

In einem längeren Post auf ihrer Facebook- und Instagram-Seite schrieb die Schlagersängerin, sie wolle ihr „angebliches ‚Schweigen“ brechen (…) um ein paar Dinge ein für alle Mal klar zu stellen.“ Es sei eigentlich nicht ihre Art sich auf diese Weise öffentlich zu äußern, postete die 17-fache Echo-Preisträgerin. „Da ich mir meiner Verantwortung als Künstlerin und vielleicht auch als Vorbild für jüngere Generationen durchaus bewusst bin, richte ich mich jetzt direkt an euch! Wer die diesjährige Echo-Verleihung gesehen und die Debatte um die Rapper Kollegah und Farid Bang verfolgt hat, kann sich vielleicht vorstellen, warum ich euch dazu schreibe. Diejenigen, die mich bei meinen Konzerten besuchen, mich vielleicht auch abseits der Bühne getroffen haben, wissen, wie viel mir der liebevolle und respektvolle Umgang mit Menschen bedeutet.“

Ihre Sprache sei immer die Sprache der Musik gewesen, so die 33-Jährige weiter. Und so solle es auch künftig bleiben.

Quelle: instagram.com

„Unangemessen und beschämend“

„Ich möchte euch sagen, wie unangemessen und beschämend ich es fand, die beiden bei der Preisverleihung auf der Bühne in dieser Art ‚performen‘ zu sehen. Den Echo zu gewinnen ist vielleicht das eine, die beiden dort auch noch auftreten und ihre Show machen zu lassen, fand ich persönlich bedrückend. Schade, dass durch diese Provokation so viel Promotion entsteht – auch jetzt wieder, wenn ich diese Zeilen schreibe. Nicht nur, dass man ihren gewaltverherrlichenden, antisemitischen, homophoben und frauenverachtenden Texten ein Podium geboten hat … auch die Bedeutung des Echo“ ist somit komplett in den Hintergrund geraten und von den Negativ-Berichten überlagert worden.“

Für sie sei „eine ethische Grenze klar überschritten“ worden. Dann schreibt Fischer, womöglich auch in weißer Voraussicht, dass es das vielleicht auch angesichts der anhaltenden Protestwelle war mit diesem Preis: „Trotzdem ist dieser Musikpreis (vielleicht auch: war) ein Publikumspreis, auf den man über die vielen Jahre auch stolz sein konnte.“

Quelle: instagram.com

Zuvor hatte sich auch Kollegin Andrea Berg (52) geäußert. Sie sagte der ‚Bild‘-Zeitung u.a.: „Provokation und Kunst darf nicht das Deckmäntelchen für Angriffe auf Religion, Geschlecht oder sexuelle Ausrichtung sein. (…) Aber es passt ins Bild unserer Zeit, dass für Quoten und Verkaufszahlen mittlerweile jede Schwelle überschritten wird. Dies hätten die Verantwortlichen nie zulassen dürfen.“ (PV)

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