Eminem entschuldigt sich bei Rihanna

Eminem entschuldigt sich bei Rihanna

imago images / ZUMA Wire

19.12.2020 11:00 Uhr

Nach seinen schlimmen frauenfeindlichen Äußerungen entschuldigt sich Rapper Eminem jetzt bei Sängerin Rihanna.

Eminem (48) provoziert seit jeher gerne mit seinen Texten. Doch mit diesen Lyrics ging der 15-fache Grammy-Gewinner zu weit. Er glorifizierte die Prügel-Attacke von Chris Brown (31) auf Rihanna (32). Jetzt entschuldigte sich der Musiker für seine unüberlegten Worte.

Verherrlichung von Gewalt gegen Frauen

Eminem packte seine Entschuldigung auf sein neues Album „Music to be Murdered By – Side B (Deluxe Edition)“. Konkret nimmt er Bezug auf seinen Song „Things Get Worse“, welchen er vor zehn Jahren aufgenommen und vergangenes Jahr geleakt hatte. Darin rappte er: 

„Natürlich bin ich auf der Seite von Chris Brown. Ich hätte die Bitch auf geschlagen.“ („Of course I side with Chris Brown / I’d beat a b*tch down too“)

Entschuldigung mit Track „Zeus“

In seinem neuen Track „Zeus“ rappte er jetzt die Entschuldigung: „Ich habe versprochen, immer ehrlich zu sein/ Meine tiefste Entschuldigung an Rihanna/ Für den Song, den ich geleakt habe, tut es mir Leid, Ri/ Ich wollte dir keinen Schmerz zufügen/ Auch abgesehen davon war es falsch von mir.“

(„But, me, long as I re-promise, to be honest / And wholeheartedly, apologies, Rihanna. For that song that leaked, I’m sorry, Ri / It wasn’t meant to cause you grief. Regardless, it was wrong of me.“)

Was hat er sich dabei gedacht?

Man kommt nichtsdestotrotz nicht umhin sich zu fragen, was zum Teufel sich der Musiker und Vater einer Tochter dachte, als er den Song letztes Jahr leakte?

Insbesondere weil er und Rihanna etliche Male miteinander gearbeitet haben. Sie veröffentlichten insgesamt drei Duette (“Love the Way You Lie”, “Numb” und “The Monster”) und gingen 2014 sogar für Monate gemeinsam auf Tour. 

Rihanna schweigt

Bisher äußerte sich Rihanna noch nicht zu der Entschuldigung. In der Vergangenheit reagierte die Musik-Ikone aber stets angemessen scharf darauf, wenn andere Künstler oder gar Unternehmen ihre Geschichte kommerzialisierten.

So kritisierte sie beispielsweise 2018 die App Snapchat hart dafür, ihren Fall und häusliche Gewalt im Allgemeinen zu verharmlosen. Das Unternehmen hat eine Werbung veröffentlicht, bei dem sich der Nutzer dazwischen entscheiden musste, eher Rihanna oder ihren Ex-Freund Chris Brown zu schlagen. Rihanna setzte sich sofort zur Wehr und schrieb auf Instagram: 

„Ihr habt alle Frauen, Kinder und Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, im Stich gelassen. Vor allem die, die sich noch nicht getraut haben, darüber zu reden. Schämt euch“.

Es wird sich zeigen, ob Rihanna ihrem alten Freund verzeihen kann.