Mittwoch, 17. September 2014 14:03 Uhr

Erasure haben ein echtes Dance-Album am Start – Unser Interview

Erasure sind eine wahre 80er Jahre-Legende und bestehen aus Andy Bell (50) und Vince Clark (54).

Bereits seit 1985 machen die beiden Herrschaften Musik und auch nach fast drei Jahrzehnten gehen den zwei Briten die Ideen offenbar nicht weiter aus. Mit ‚Violet Flame‘ veröffentlichen sie nun ihr bereits 16. Studioalbum und das Konzept geht jedes Mal wieder auf. klatsch-tratsch.de traf Andy und Vince in Berlin.

Am 19. September werdet Ihr Euer 16. Studioalbum veröffentlichen, ist man als alter Hase im Musikgeschäft überhaupt noch aufgeregt vor so einem Ereignis?
Noch sind wir nicht aufgeregt. Man lernt immer weniger aufgeregt zu sein. Mehr aufgeregt sind wir jedoch vor dem Tourneen. Schließlich steht man da, direkt vor den echten Menschen und sieht die Reaktionen von ihnen.

Das Album heißt ‚Violet Flame‘ was hat das zu bedeuten?
Es ist wie ein Gang in die Hölle, wo ein großes Feuer lodert. Du gehst in dieses große Feuer hinein und wenn du hinausgehst, bist du gereinigt. Es ist eine reinigende Flamme.

Ist das neue Werk vergleichbar mit Euren vorherigen Veröffentlichungen?
Das Album ist sehr breit gefächert. Man kann aber auch sagen, dass es mehr Dancetracks enthält, als unsere ganzen vorherigen Alben. Es ist sehr intensiv, ja, so könnte man es auch bezeichnen. Wir lieben das Wort.

Für euer letztes Album habt Ihr Euch mit Frankmusic zusammen getan, einen sehr sehr jungen Produzenten. Habt ihr wieder mit ihm zusammen gearbeitet?
Nein diesmal nicht. Wir haben diesmal wieder mit den Produzenten gearbeitet, mit denen wir auch schon die letzten Jahre aufgenommen hatten. Für uns ist das Aufnehmen von Songs immer noch sehr aufregend, auch nach so vielen Jahren. Denn du weißt ja am Ende nie wirklich, was dabei herauskommt. Doch was wir merken, heutzutage sind wir viel mehr diszipliniert, als noch am Anfang unserer Karriere. Wir sind einfach von Jungs,zu Männern geworden. Man hat sehr viel mehr dazu gelernt und ich hoffe, das mein Songwriting nun besser ist, als in meinen 20ern.

Ihr kennt das Musikbusiness bereits seit vielen Jahren. Wenn Ihr die Industrie von euren Anfängen zu Heute vergleicht, was hat sich verändert?
Heutzutage musst du eine Hure sein. Heute gibt es dieses ganze Social-Media-Ding. Facebook, Twitter und Instagram. Facebook nutzen wir, aber Instagram und so was nicht wirklich.

Ihr geht demnächst wieder auf Tour, woher nehmt ihr die Inspirationen dafür und auch die ganze Energie?
Auf Tour zu sein, dass ist im Endefekt das Resultat von unserem Album. Für uns ist das irgendwie jedes Mal wie Weihnachten und tatsächlich der aufregendste Teil des ganzen Procedere. Es ist wirklich so, dass man darauf wartet und wartet und wartet. Und dann ist es endlich da, eben wie Weihnachten. Es ist natürlich auch sehr harte Arbeit, aber das ganze Team ist über die Jahre wie eine enge Familie geworden. Wir können es kaum abwarten im Dezember auch wieder in Deutschland zu sein. Das deutsche Publikum war übrigens immer toll und wir hatten immer eine sehr gute Zeit mit ihnen.

Fotos: Joe Dilworth, Patrick Hoffmann/wenn.com/klatsch-tratsch.de

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