Sonntag, 13. Mai 2018 00:55 Uhr

ESC: Israel gewinnt – Germany auf Platz 4

Israel hat den 63. Eurovision Song Contest in Lissabon gewonnen. Die dralle Sängerin Netta (25) bekam für ihr schräges von Korea-Pop beeinflusstes Lied „Toy“ die meisten Punkte (529) von Jurys und Publikum. Es ist der vierte Sieg von Israel in der Geschichte des ESC. Zuletzt gewann vor 20 Jahren die Sängerin Dana International.

ESC: Israel gewinnt - Germany auf Platz 4

Foto: Thomas Hanses

Deutschlands Kandidat Michael Schulte (28) landete mit der melancholischen Popballade „You let me walk alone“ über den Tod seines Vaters unter den 26 Finalisten auf Platz vier. Er schnitt mit 340 Punkten so gut ab wie seit 1999 kein deutscher Beitrag mehr – mit Ausnahme von Lena, die 2010 gewann. Er beendete die Serie der Misserfolge der vergangenen drei Jahre, als Deutschland jeweils immer nur Letzter oder Vorletzter geworden war.

ESC: Israel gewinnt - Germany auf Platz 4

Foto: Andreas Putting

Insgesamt nahmen am ESC in Lissabon dieses Jahr 43 Länder teil. 17 Beiträge wurden in den beiden Semifinals (Halbfinals) am Dienstag und Donnerstag aussortiert.

Im vergangenen Jahr hatte der Portugiese Salvador Sobral mit dem stillen Lied „Amar pelos dois“ gewonnen und so den Grand Prix in sein Heimatland geholt. Den ESC gibt es seit 1956.

Die Zuschauer konnten wie immer über den Sieger mit abstimmen, jedoch nicht für die eigene Nation. Ihr Voting wird ergänzt von Juroren. In diesem Jahr war die Punkteverkündung von Jurys und Publikum zum dritten Mal bereits getrennt, zuerst wurden per Schalte in alle 43 Teilnehmerländer die Jurystimmen abgefragt, dann verlasen die Moderatoren die Zuschauervoten. Nach den Jury-Voten hatte noch Österreich vorne gelegen.

Die Jury-Punkte aus Deutschland gab Barbara Schöneberger bekannt. Sie war live von der ESC-Party auf der Hamburger Reeperbahn zugeschaltet. (dpa/KT)

ESC: Israel gewinnt - Germany auf Platz 4

Foto: Thomas Hanses

Die Platzierungen 2018

1. Israel: Netta „Toy“ – 529 Punkte
2. Zypern: Eleni Foureira „Fuego“ – 436
3. Österreich: Cesár Sampson „Nobody But You“ – 342
4. Deutschland: Michael Schulte „You Let Me Walk Alone“ – 340
5. Italien: Ermal Meta & Fabrizio Moro „Non mi avete fatto niente“ – 308
6. Tschechische Republik: Mikolas Josef „Lie To Me“ – 281
7. Schweden: Benjamin Ingrosso „Dance You Off“ – 274
8. Estland: Elina Nechayeva „La forza“ – 245
9. Dänemark: Rasmussen „Higher Ground“ – 226
10. Moldau: DoReDoS „My Lucky Day“ – 209

11. Albanien: Eugent Bushpepa „Mall“ – 184 Punkte
12. Litauen: Ieva Zasimauskaite „When We’re Old“ – 181
13. Frankreich: Madame Monsieur „Mercy“ – 173
14. Bulgarien: Equinox „Bones“ – 166
15. Norwegen: Alexander Rybak „That’s How You Write A Song“ – 144
16. Irland: Ryan O’Shaughnessy „Together“ – 136
17. Ukraine: Mélovin „Under The Ladder“ – 130
18. Niederlande: Waylon „Outlaw In ‚Em“ – 121
19. Serbien: Sanja Ilic & Balkanika „Nova deca“ – 113

20. Australien: Jessica Mauboy „We Got Love“ – 99 Punkte
21. Ungarn: AWS „Viszlát nyár“ – 93
22. Slowenien: Lea Sirk „Hvala, ne“ – 64
23. Spanien: Alfred & Amaia „Tu Canción“ – 61
24. Großbritannien (UK): SuRie „Storm“ – 48
25. Finnland: Saara Aalto „Monsters“ – 46
26. Portugal: Cláudia Pascoal „O jardim“ – 39

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