Freitag, 17. Mai 2019 09:29 Uhr

ESC: Luca Hänni landet im Finale – die Top-Favoriten auch

Die ESC-Favoriten Niederlande, Schweden und Russland haben sich wie erwartet für das Finale am Samstag qualifiziert. Ein deutschsprachiges Land schaffte den Sprung, ein anderes schied aus.

ESC: Luca Hänni landet im Finale - die Top-Favoriten auch

Luca Hänni im Green Room. Foto: Andres Putting

Luca Hänni hat es für die Schweiz nach fünf eher erfolglosen Jahren ins Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv geschafft. Paenda aus Österreich schied dagegen am Donnerstagabend im zweiten Halbfinale aus.

Hänni musste lange bangen, acht von zehn Finalisten wurden schon live verkündet, die Schweiz noch immer nicht genannt. Laut ‚Schweizer Illustrierter‘ sagte Luca: „Ich war mir sicher, das wars. Plötzlich haben die Moderatoren ‚Switzerland‘ geschrien! Ab dann flossen bei mir nur noch Tränen. Man arbeitet Monate lang auf diese drei Minuten hin, und wenn sich das dann ausbezahlt hat, überkommen einen die Glücksgefühle.“

ESC: Luca Hänni landet im Finale - die Top-Favoriten auch

Foto: Andres Putting

26 Länder treten im Finale an

Duncan Laurence (Niederlande), John Lundvik (Schweden) und Sergey Lazarev (Russland), die zu den Favoriten zählen, schafften ebenfalls den Sprung ins Finale. Mit ihnen wetteifern werden unter anderem Nordmazedonien, Albanien, Aserbaidschan, Dänemark, Norwegen und Malta. Dagegen wurden Armenien, Irland, Moldau, Lettland, Litauen, Kroatien und Rumänien nicht für das Finale am Samstag ausgewählt, bei dem insgesamt 26 Länder antreten.

Moderiert wurde das zweite Halbfinale auf dem Expo-Gelände im Norden Tel Avivs unter anderem von dem israelischen Supermodel Bar Refaeli. Ein Auftritt der israelischen Band Schalva, deren Mitglieder junge Menschen mit verschiedenen Behinderungen sind, sorgte beim Publikum für Begeisterung.

Beim ersten Halbfinale am Dienstag waren die Tschechische Republik, Griechenland, Weißrussland, Serbien, Zypern, Estland, Australien, Island, San Marino und Slowenien ausgewählt worden.

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Duncan Laurence. Foto: Andres Putting

Weil Deutschland zu den großen Geldgebern der Eurovision gehört, ist das deutsche Duo Sisters automatisch für das Finale am Samstag gesetzt. Dies gilt auch für Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien sowie Israel als Gastland.

Sisters chancenlos

Die Erfolgschancen der Sisters gelten als sehr gering. Nach dem zweiten Halbfinale rutschten sie laut Prognosen der Buchmacher sogar auf den letzten Platz im Finale.

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Finalist Duncan Laurence. Foto: Andres Putting

Der ESC-Kommentator Peter Urban verteidigte die deutschen Sängerinnen und ihren Titel „Sister“ am Donnerstag gegen Kritik. Carlotta Truman (19) und Laurita Spinelli (26) hätten sich bei Pressekonferenzen in Tel Aviv „ganz großartig“ präsentiert, sagte er dem „Münchner Merkur“. Urban betonte: „Laurita und Carlotta sind die Richtigen, sie interpretieren diesen Titel ganz hervorragend.“

Auch US-Megastar Madonna wird beim Finale auftreten, wie die Veranstalter am Donnerstag bestätigten.

In der Eurovisionswoche gibt es in Tel Aviv zahlreiche weitere Aktivitäten. Der TV-Sender Kan berichtete, Hunderttausende von Menschen hätten im Rahmen der „Weißen Nacht“ in der Nacht zum Freitag in der ganzen Stadt gefeiert. Das ESC-Dorf am Mittelmeerstrand von Tel Aviv war zeitweise so voll, dass die Polizei Menschen aufrief, nicht mehr in die Gegend zu kommen. (dpa/KT)

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