Mittwoch, 6. März 2019 10:34 Uhr

ESC-Rätsel um Abstimmung: Wurden Sisters bevorzugt?

Am 22. Februar gewannen Sisters den deutschen Vorentscheid und werden Deutschland im Mai in Tel Aviv beim Eurovision Song Contest vertreten. Doch die Freude über den Sieg wird seit einigen Tagen gedämpft, denn viele Zuschauer hinterfragen den Sieg von Laurita Spinelli (26) und Carlotta Truman (19).

ESC-Rätsel um Abstimmung: Wurden Sisters bevorzugt?

Foto: NDR/Christoph Pellander

Wurden Sisters von der NDR tatsächlich bevorzugt? Das extra für den Wettbewerb zusammengestellte Duo rückte pllötzlich nach und konnte sich, laut der offiziellen ESC-Webseite durch eine „Wildcard“ qualifizieren. Allerdings erklärte NDR-Sprecher Ralf Pleßmann gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Es gab in diesem Jahr keine Wildcard – diese kam zuletzt 2015 beim ESC-Vorentscheid zum Einsatz.“ Kurz darauf ruderte der Sprecher zurück und erklärt: „Der Fehler ist korrigiert, die Autorin hatte offenbar den Auswahlprozess nicht verstanden.“

The Voice Kids

Neben dieser Ungereimtheit kommt hinzu, dass Jury-Mitglied Johannes Strate von Revolverheld 2014 Coach bei „The Voice Kids“ und Carlotta Truman in dieser Staffel Teilnehmerin und sogar im Team von Strate war. Der gab Sisters bei Vorentscheid die volle Punktzahl.

ESC-Rätsel um Abstimmung: Wurden Sisters bevorzugt?

Foto: NDR/Christoph Pellander

Johannes war bei der „internationalen“ Jury der Letzte und erst durch seine Punkte konnten Sisters am Ende bei der internationalen Jury gewinnen, heißt es. Durch ihn verlor Kandidatin Makeda also zwei Punkte und gleichzeitig gewannen Sisters mindestens zwei Punkte dazu. Statt 30 Punkte hätten Sisters also ohne Johannes höchstens 28 Punkte und Maketa mindestens 28 Punkte.

Leider lässt sich nicht mehr feststellen, ob die Stimmen von Johannes am Ende sogar mehr als einen Platz ausgemacht haben, denn praktischerweise (aus Sicht des NDR) funktioniert die Mediathek angeblich nicht richtig.

Sisters wollen sich jedenfalls von der ganzen Aufruhe nicht aus der Bahn bringen lassen, erklären gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Wir möchten uns weder positiv noch negativ beeinflussen lassen. Für uns steht jetzt der Auftritt in Tel Aviv im Mittelpunkt, auf den wir uns mega freuen.“

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