Donnerstag, 19. Mai 2011 15:14 Uhr

Eurovision Song Contest: Stefan Raab zieht einen Schluss-Strich

Heidelberg. Die ProSieben Allzweckwaffe Stefan Raab tritt nicht nochmal zum Eurovision Song Contest an. Nach dem Sieg mit Lena beim Eurovision Song Contest 2010 und der international gefeierten Gastgeber-Rolle bei der Giga-Show letzte Woche in Düsseldorf zieht der 44-jährige Moderator einen Strich unter sein beispilhaftes Engagement für den größten Musikwettbewerb der Welt.

Dem Branchendienst ‚kress‘ erklärte er zu seinem Ausscheiden: „Das Eurovision-Song-Contest-Finale 2011 in Deutschland war der absolute Höhepunkt meiner ESC-Karriere. Ich habe mich entschlossen, die künstlerische und inhaltliche Verantwortung für die deutsche Teilnahme weiterzugeben. Ich werde künftig also nicht mehr als Moderator, Juryvorsitzender, Komponist oder musikalischer Produzent mitwirken.“

Raabs persönliche Entscheidung fällt genau in jene Gesprächsphase, in der die öffentlich-rechtliche Anstalt ARD und der private TV-Sender ProSieben eine mögliche Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit für den Eurovision Song Contest 2012 erörtern wollen.

Doch Raab zieht sich nicht ganz aus dem Geschäft zurück. Mit seiner Produktionsfirma Brainpool TV stünde er den beiden Sendern weiter zur Verfügung. Raab sagte dazu: „Ich würde mich freuen, wenn das von uns entwickelte Fernsehformat ‚Unser Star für…‘ auch weiterhin Grundlage für den deutschen Vorentscheid ist. Darüber werde ich in den nächsten Wochen mit den beiden Sendern ARD und ProSieben sprechen. Selbstverständlich werde ich die Idee des Eurovision Song Contest in meinen Sendungen auch zukünftig unterstützen und begleiten.“

NDR Intendant Lutz Marmor sagte zum Rückzug von Raab: „Ich danke Stefan Raab sehr herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit, die immer professionell, kollegial und von großem Spaß an der Sache geprägt war. Stefan Raab war maßgeblich an dem Erfolg von Lena, am Gewinn des Eurovision Song Contest 2010 und an der überaus erfolgreichen Austragung in diesem Jahr in Düsseldorf beteiligt, insbesondere an dem grandiosen Opening Act. Nun werden wir in aller Ruhe mit den ARD-Kollegen, aber auch gern mit ProSieben und Brainpool besprechen, wie es mit dem deutschen Vorentscheid im kommenden Jahr weitergeht.“

Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator erklärte: „Stefan Raab ist ein kluger Mann. Das Erfolgsformat ‚Unser Star für…‘ kann mit einem neuen Jurypräsidenten weiterentwickelt werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn uns auch in Zukunft Stefan Raab mit seinem Rat, z. B. als Jurymitglied, unterstützt. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass sich Stefan Raab bei seinen Kollegen aus der deutschen Musikszene dafür einsetzen wird, dass sie den deutschen Beitrag zum ESC künftig auch inhaltlich verantwortlich mitgestalten.“ (ots)

Foto: NDR/Rolf Klatt, EBU

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