Freitag, 27. Oktober 2017 19:56 Uhr

Faid: Synthie-Pop-Frischware aus Berlin

Jenseits der Berliner Club-Ästhetik bedienen sich Faid eher der Landschaftlichkeit elektronischer Klänge. Ästeln musikalisch versiert durch die Stile und gipfeln in einem charaktervollen, breiten Klanggewand. Verweilen zwischen Hurts-Synth-Pop, Dark-Pop, Indie. Und sind Melancholiker.

Faid: Synthie-Pop-Frischware aus Berlin

Foto: Promo

Begegneten sich im Fahrstuhl eines ehemaligen Berliner Ministerialgebäudes und die drei Zugereisten aus den Himmelsrichtungen Nord, Süd und Ost gaben sich dann zunächst die Bezeichnung „delta.“. Diese trägt sie musikalisch reisend zwei Mal durch Deutschland, unter anderem mit Kat Frankies „KEØMA“ nach Holland, nach London und schließlich zum Gewinn des Berliner „Pilsener Music Awards 2015“. Und nun also „Faid“. Ein Wort, das die Melancholie der Musik in einer Silbe spiegelt. Sprachliches Moll. Bezeichnend ästhetisch. Dem Dreieck den dreifachen Rücken gekehrt. Vom Kleinbuchstaben zum Großbuchstaben.

Debüt-EP kommt Anfang 2018

Entstanden auf dem Weg zum Neubeginn. Mit dem Produzenten Christian „CRADA“ Kalla im bayerischen Einöd. Dort wuchs die gleichnamige Debüt-EP „Faid“, die im Februar 2018 erscheinen wird. Mit der Single „Where I Was Born“ gibt es nun eine erste Kostprobe, die jüngst ihre Videopremiere feierte.

Faid: Synthie-Pop-Frischware aus Berlin

Foto: Promo

Die Titel betrachten die Eingangsfrage in multiplen Facetten. Die Rückkehr an die Kulissen der Kindheit, das Suchen und das Verarbeiten, misslungene Liebe und das Loslassen. Erzählt in kleinen und großen Bildern. Gezeichnet von einer vielfarbig emotionalisierenden Stimme. Energetisch kratzend, sanft erzählerisch. Die Musik wird Stimmung und überzieht Räume wie Landschaften, das Innere einer U- Bahn oder das gähnende Schwarz einer nächtlichen Autobahn mit melancholischer Kraft.

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