Sonntag, 21. Juli 2019 18:49 Uhr

Fall A$AP Rocky: Das hat Trump dem Schweden-Regierungschef angeboten

Glaubt immer, alles mit einem Telefonat abhaken zu können: Großkotz Trump. Foto: imago images / UPI Photo

Donald Trump persönlich übt dezenten Druck aus, um einen berühmten Rapper seines Landes auf freien Fuß zu bekommen und Punkte zu sammeln bei der schwarzen Bevölkerung seines Landes. Der schwedische Regierungschef reagiert rational.

Fall A$AP Rocky: Das hat Trump des schwedischen Regierunschef angeboten

US-Rapper Asap Rocky wird vorgeworfen, in eine Schlägerei verwickelt gewesen zu sein. Foto: Thibault Camus/AP

US-Präsident Donald Trump hat sich bei Schwedens Regierungschef Stefan Löfven für den inhaftierten Rapper   A$AP Rocky eingesetzt. Er habe ihm angeboten, persönlich für eine Kaution zu bürgen, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Er habe Löfven auch versichert, dass keine Fluchtgefahr bestehe. Löfven habe seinerseits zugesichert, dass der Rapper fair behandelt werde. Man wolle in Kontakt bleiben.

Anders als die USA hat Schweden jedoch kein System, wonach ein in Untersuchungshäftling in Erwartung eines möglichen Prozesses gegen Kaution auf freien Fuß kommen kann.

Fall A$AP Rocky: Das hat Trump des schwedischen Regierunschef angeboten

Glaubt immer, alles mit einem Telefonat abhaken zu können: Großkotz Trump. Foto: imago images / UPI Photo

Asap Rocky sitzt bereits seit gut zwei Wochen in schwedischer U-Haft. Das Bezirksgericht von Stockholm hatte diese Zeit auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Freitag bis kommenden Donnerstag verlängert. Der schwarze Musiker war Anfang Juli nach einem Konzert festgenommen worden, weil er Tage zuvor in eine Schlägerei in Stockholm verwickelt gewesen sein soll. Der Vorfall wurde in einem Video festgehalten, das Rocky belastet. Der Rapper selbst gab an, sich lediglich selbst verteidigt zu haben.

US-Promis setzen sich für Rocky ein

Schon diverse Prominente haben sich für Asap Rocky eingesetzt. Reality-TV-Star Kim Kardashian, Popstar Justin Bieber und andere Musiker verlangten seine Freilassung. Trumps Einsatz für den schwarzen Rapper kommt nach neuen Rassismusvorwürfen gegen den Präsidenten. Der erste Mann im Weißen Haus war heftig kritisiert worden, weil er vier demokratischen US-Kongressabgeordneten empfohlen hatte, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzukehren.

Löfven hatte vor dem Gespräch mit Trump ausgeschlossen, sich in den Fall einzumischen. „In Schweden sind alle vor dem Gesetz gleich, auch Gäste aus anderen Ländern. Die schwedische Regierung kann nicht und wird auch nicht versuchen, die Staatsanwaltschaft oder die Gerichte zu beeinflussen“, wurde er von schwedischen Medien zitiert.

Sein Sprecher bestätigte am Samstag, dass Löfven für knapp 20 Minuten mit Trump gesprochen habe. Es sei eine freundliche und respektvolle Unterhaltung gewesen, teilte er der Zeitung „Dagens Nyheter“ mit.

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