Folterzelle und Stromschläge: „GoT“-Darstellerin Esmé Bianco mit neuen Vorwürfen

Isabell KilianIsabell Kilian | 17.11.2021, 21:40 Uhr
Folterzelle und Stromschläge: „GoT"-Darstellerin Esmé Bianco wirft Marilyn Manson sexuellen Missbrauch vor
Folterzelle und Stromschläge: „GoT"-Darstellerin Esmé Bianco wirft Marilyn Manson sexuellen Missbrauch vor

Foto: IMAGO / agefotostock

Gegen Rockmusiker Marily Manson werden schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Er soll eine Folterzelle in seiner Wohnung und Frauen auf vielfältige Weise gewaltsam missbraucht haben. Nun hat das Musikmagazin „Rolling Stone" mit 55 Beteiligten gesprochen.

Rocklegende Marilyn Manson, der mit bürgerlichem Namen Brian Warner heißt, wird vorgeworfen mehrere Frauen auf gewaltsame Weise vergewaltigt und missbraucht zu haben. Die ersten Vorwürfe kamen Anfang des Jahres auf. Journalisten des Musikmagazins „Rolling Stone“ haben nun Einblick in Gerichtsakten genommen und mit 55 beteiligten Menschen gesprochen. Die Erkenntnisse sind schockierend.

Evan Rachel Wood macht ersten Schritt

Im Oktober 2020 trafen sich einige Ex-Freundinnen und -Geliebte von Manson und teilten ihre Erlebnisse miteinander. Darunter auch Schauspielerin Evan Rachel Wood, die als erste im Februar dieses Jahres ein Statement auf Instagram veröffentlichte.

Sie war mehrere Jahre mit Manson liiert und berichtete, mehrere Jahre von ihm auf unterschiedliche Weise missbraucht worden zu sein.

Allerdings wollte sie nicht mehr „in Angst vor Vergeltung, Verleumdung oder Erpressung“ leben, was wohl auch der Grund war, warum sich ihr vier weitere Frauen noch am selben Tag den Vorwürfen anschlossen.

Folterzelle und Stromschläge: „GoT"-Darstellerin Esmé Bianco wirft Marilyn Manson sexuellen Missbrauch vor
Schauspielerin Evan Rachel Wood zusammen mit Marilyn Manson, bevor sie ihn des Missbrauchs verklagte.

IMAGO / MediaPunch

Esmé Bianco weiteres Opfer

Am 1. Mai wurde zudem bekannt, dass auch die „Game of Thrones“-Darstellerin Esmé Bianco wegen „Körperverletzung, Vergewaltigung und anderer Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ im Zeitraum zwischen 2009 und 2011 Zivilklage gegen Manson erhoben hat.

So soll Manson ihr Essen vorenthalten, sie ausgepeitscht, mit Stromschlägen malträtiert, vergewaltigt und mit einer Axt durch seine Wohnung gejagt haben. Inzwischen sollen weitere Klagen gegen ihn eingegangen sein. Manson bestreitet jedoch nach wie vor jede Art der Anschuldigung.

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Marilyn Manson: Folterkammer im eigenen Haus?

Es klingt wie die Szene eines Horrorfilms: So soll Manson eine Aufnahmekabine in seinem Apartment in eine Folterzelle für Frauen umgewandelt haben. In der Ecke eines Raumes soll ein enges Glasgehäuse mit Schaumstoff zur Schallisolierung an den Wänden ausgestattet worden sein.

„Rolling Stone“ berichtet außerdem, dass Manson laut Zeugenaussagen die Frauen dort über Stunden eingesperrt und sie für vermeintliche Fehler bestraft habe. Die Zelle nannte er de „Raum der bösen Mädchen“.

Eine Info die nicht neu ist. Mansons selbst witzelte schon ganz öffentlich darüber, dass er einen „schalldichten“ Raum besäße, in den er Menschen einsperren könnte. Auffällig unauffällig…

Folterzelle und Stromschläge: „GoT"-Darstellerin Esmé Bianco wirft Marilyn Manson sexuellen Missbrauch vor

Foto: IMAGO / Future Image

„Ich war in meinem Kopf einfach ganz woanders“

Eine der Zeuginnen, Ashley Morgan Smithline, verklagte Manson unter anderem wegen sexueller Nötigung und Freiheitsberaubung. Gegenüber „Rolling Stone“ erklärte sie, dass sie wiederholt gezwungen worden sei, stundenlang in dem Raum zu bleiben, der etwa so groß war wie eine Kaufhaus-Umkleide.

„Selbst wenn ich schrie, würde mich niemand hören“, rekapitulierte sie im Interview. „Zuerst kämpft man und er genießt den Kampf. Aber ich lernte, mich nicht zu wehren, denn sonst gab ich ihm, was er wollte. Ich war in meinem Kopf einfach ganz woanders.“